Union Pacific

 

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Name: Union Pacific

Art: Gesellschaftspiel, Box, Spielplan ca. A1-A2 ,
farbige Spielanleitung (12 Seiten),
131 Eisenbahnen, ca. 300 Karten&Geldscheine

Preis: 50.-DM

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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 Infos zum Bewertungsschema Kauflust ?

Die dunkle Jahreszeit... jetzt kommt wieder die Zeit in der viele die Modelleinsenbahn aufbauen und die Loks endlose Kreise ziehen lassen. Ein Alternative für Eisenbahn-Fans aber natürlich auch für alle anderen Freunde von Strategiespielen, bietet das neue Gesellschaftsspiel Union Pacific.

Das neue Spielkonzept stammt von Alan R. Moon, der in Deutschland bereits mit Elfenland (immerhin Spiel des Jahres 1998) einen guten Start hinlegte.

Union Pacific ist der fiktive Name einer großen US-Eisenbahngesellschaft, deren gut ausgebautes Schienennetz nun an zehn Einsenbahngesellschaften verteilt werden soll (so etwas gibt es auch nur in Amerika ...). Der Spieler übernimmt nun nicht etwa eine oder mehrere dieser Gesellschaften, sondern die Rolle eines prinzipiell neutralen Aktionärs (Eisenbahn-Baron), der in die Pläne der Kleingesellschaften eingreift und dabei seinen eigenen Profit im Auge behält. Das große (Spiel-) Geld winkt, wenn man den Ausbau der Schienennetze für die favorisierten Gesellschaften vorantreibt und möglichst die Aktienmehrheit dieser Gesellschaften behält. Wer am Ende - wie könnte es anders sein - das meiste Geld in Händen hält, gewinnt dieses Spiel.

Aufmachung Amigo hat sich wieder einmal nicht lumpen lassen und trotz des recht günstigen Preises einiges in die Box gepackt: neben einer vorbildlichen, 12 A4-Farbseiten starken Anleitung, findet man einen fast DIN-A1 (!) großen Spielplan, 131 verschiedenfarbige Plastik-Lokomotiven, 150 Geldscheine und ca. 160 Spielkarten. Die großformatige Box ist damit echt gut gefüllt. Die Schachtel dient übrigens auch im Spiel als Ablagefläche (Bank) und ist dementsprechend günstig geformt.
Alle Spielelemente sind sehr ansehnlich - bei den Mini-Lokomotiven lassen sich sogar Details erkennen. Die Geldscheine sind beidseitig bedruckt und amerikanischem Geld nachempfunden. Die Gestaltung des Spielplans und der Aktien ist eher zweckmäßig ausgefallen.

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Spielvorbereitung
Bank und Spielfeld werden ausgelegt und je eine Startlokomotive der einzelnen Klein-Gesellschaften auf ihre markierten Startfelder plaziert. Jeder Spieler erhält nun 3 Schienenkarten, eine Hauptaktie (Union Pacific) und 5 weitere Aktien (der Kleingesellschaften) von denen je Spieler vorerst nur eine offen ausgelegt wird. Jeder Spieler bekommt eine Übersichtskarte, die wichtige Informationen über die kleinen Gesellschaften enthält. Weitere zufällige 4 Aktienkarten werden offen auf das Spielfeld gelegt. Die restlichen Aktienkarten werden zusammen mit den 4 Prämienkarten (bestimmen wann eine Gewinnausschüttung für die Hauptaktionäre stattfindet) nach einem festgelegten Prinzip zu einem Kartenstapel gemischt.

Das Spielfeld
Auf dem Spielfeld kann man eine Karte von Nordamerika, genauer gesagt der USA erkennen auf denen eine Reihe von Großstädten als Punkte symbolisiert wurden. Viele Städte sind untereinander mit Eisenbahnschienen verbunden, die nun von den Kleingesellschaften ausgebaut werden sollen. Eine Verbindung zwischen zwei Städten gehört dann zum Streckennetz einer Gesellschaft, wenn dort eine eigene Einsenbahn etabliert werden konnte. Auf einigen Strecken ist Platz für bis zu vier verschiedene Gesellschaften. Dabei gibt es vier verschiedene Schienenarten, die von den Kleingesellschaften aus technischen Gründen in unterschiedlichem Maße genutzt werden können (manche sogar nur einen Schienentyp). Des weiteren muß das neue Schienenstück an eine Stadt grenzen, die mit dem Startbahnhof der Gesellschaft über eigene Linien verbunden ist. Da die Startbahnhöfe vorgegeben sind, unterliegt die Ausbreitung der Gesellschaften einer gewissen Regelmäßigkeit.

Die Spielrunde
In jeder Runde hat jeder Spieler der Reihe nach die Möglichkeit zwischen zwei Aktionen zu wählen:

Wird eine der vier Prämienkarten gezogen, wird der Wert einer Gesellschaft über die bereits auf dem Spielbrett befindlichen Lokomotiven ermittelt und anschließend die beiden Nutznießer der Gewinnausschüttung über die Zahl der ausgespielten Aktien ermittelt. Dabei spielt die Union Pacific eine Sonderrolle (Tabelle), da sie ja keine eigenen Lokomotiven hat.

Das Spielende
Das Spiel endet sobald die 4. Prämienausschüttung vollendet wurde. Der reichste Eisenbahn-Baron gewinnt das Spiel.

Natürlich gibt es noch verschiedene Sonderfälle und Regelvarianten, um das Spiel für zwei Spieler, bzw. langfristig interessant zu machen.

Union Pacific ist für Spieler ab 12 Jahren empfohlen (ich finde das zu hoch angesetzt) und eine Spielrunde ist dauert etwa 1 ½ Stunden.

Fazit:
  • Kaufen?
  • Union Pacific ist ein weiterer Taktik-Spaß von Amigo, der mit schönem Spielprinzip, guter Umsetzung und gutem Preis-Leistung-Verhältnis aufwarten kann. Meine Spielrunde war angenehm überrascht, weil der erste Eindruck des Spielfelds doch eher ernüchternd ist. Einem der Spieler gefiel Union Pacific sogar besser als Tikal, was wohl wesentlich an der anderen Thematik lag. Aber immerhin. Gefallen hat es uns auf jeden Fall allen gut. Das Spielprinzip ist ausgewogen, so daß meist bis zur letzten Runde spannend bleibt, wer nun gewinnt. Glück und Taktik geben sich hier die Hand - ohne das eine, nützt auch das andere nicht viel.

    Dogio the Witch

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