Tarkum

Hallo Leute,

ich bastle gerade an einer Fantasywelt und könnte Anregungen und Unterstützung gebrauchen. Wenn Ihr Lust habt, an der Erschaffung dieser Welt mitzuwirken, meldet Euch bei tyrfing@-SPAMSCHUTZ-eliwagar.de. Ich bin für jede Hilfe Dankbar.

Hintergrund:

Angefangen hat das Ganze mit einem Fantasyroman, den ich gerade schreibe - ist etwa zu 2/3 fertig. Deshalb gibt es schon ein paar Gebiete, die grob umrissen feststehen:

  • Im Nordwesten liegt die Halbinsel Albion, ein Land, das England vor König Arthus ähnelt. Die Halbinsel wird durch ein Gebirge vom Festland abgegrenzt. Dort wohnen barbarische Hochlandclans wie die Pikten oder Scoten Schottlands.
  • Von dort läuft ein riesiger Gebirgszug nach Süden an der Küste entlang. Ich habe ihn Bergelmirs Rücken genannt. Dies ist das Reich der Zwerge.
  • Östlich dieses Gebirges fließt ein großer Fluß in Nord- Südrichtung. An seinem Westufer befinden sich einige menschliche Ansiedlungen.
  • Auf der anderen Seite des Flusses beginnt die Taklamakan, eine riesige Grassteppe. Dort leben die Herren der Pferde, Steppenbarbaren, die in Stammesgemeinschaften mit ihren Herden durch die Steppe ziehen.
  • Im Osten wird die Taklamakan durch ein Hügelland begrenzt. Hinter den Hügeln beginnt der Wald von Elgaroth, das Land der Elfen.
  • Nördlich von Elgaroth ragen die Blutzinnen auf, ein hohes Gebirge, in dem die goblinoiden Rassen (Orks, Trolle, Oger und was weiß ich noch) ihre Heimat haben.
  • Am Fuß der Blutzinnen befindet sich in einem Talkessel ein riesiges Schlachtfeld. Hier hat einst eine mörderische Schlacht zwischen den Goblinoiden und den menschlichen Rassen stattgefunden. Heute ist es das Land untoter Kreaturen, die in der Nacht die Gegend auf der Suche nach lebenden Opfern durchstreifen.

© by Blum
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Mehr habe ich bisher noch nicht, da sich der Roman auf diese Schauplätze beschränkt.

Ich würde Tarkum gerne mit eurer Hilfe - zu einer alternativen Fantasywelt ausbauen. Die oben beschriebenen Gegenden sind nur ein kleiner Teil dieser Welt, vielleicht ein Kontinent. Es gibt noch genug Platz, um eurer Kreativität freien Raum zu lassen. Irgendwann könnte dann eine komplett neue Welt entstanden sein, die man in das eigene Rollenspiel integrieren kann zum Beispiel über Weltentore aus der eigenen Welt nach Tarkum.

Nachdem ich den ersten Roman fertiggestellt haben, würde ich gerne weitere Bücher oder Geschichten schreiben, die auf Tarkum spielen.

Ich gebe euch hier mal eine kleine Leseprobe aus meinem Roman, damit Ihr seht, daß ich nicht nur rumspinne, sondern wirklich ernsthaft an der Sache arbeite:

Einleitung

Grimlor betrat zögernd das Refugium seines Meisters. Es konnte gefährlich sein, Tyrfing unangemeldet zu stören. Der alte, grauhaarige Zwerg saß in einem bequemen, mit unzähligen Schnitzereien verzierten Lehnstuhl hinter einem riesigen Arbeitstisch aus Granit. Er beugte sich über eine doppelköpfige Streitaxt, die vor ihm auf der Arbeitsfläche lag. Seine Augen waren geschlossen. Seine großen, schwieligen Hände beschrieben magische Gesten über der Waffe. Ein kaum wahrnehmbares Leuchten schien aus den fleischigen Fingern in das Metall der Waffe zu fließen.

Wenn ich ihn jetzt störe, dachte Grimlor, jagt er mich zum Teufel oder reißt mir gleich selbst den Kopf ab! So wartete er geduldig auf ein Zeichen, das andeutete, daß der Zauberschmied diesen Teil seiner Arbeit abgeschlossen hatte.

Gedankenverloren blickte er sich in der geräumigen Höhle um. An der gegenüberliegenden Wand, hinter dem Arbeitstisch stand die große Esse. Aus ihr drang noch immer das dunkelrote Leuchten der glühenden Kohlen. Wie oft hatte er schon den riesigen Blasebalg betätigt, während sein Meister ein Werkstück schmiedete. Neben der Schmiede stand der Amboß des Meisters, ein großer, runenübersäter Klotz aus einer Speziallegierung, die härter war als jedes Metall, das Grimlor kannte. Hinter dem Amboß hingen Tyrfings Schmiedehämmer in einem hölzernen Gestell, an der Wand. Sie waren aus der gleichen Legierung gefertigt, wie der Amboß und ebenfalls mit magischen Runen versehen. Daneben stand ein großes Holzfaß, das mit Eiswasser gefüllt war. In ihm wurden die Werkstücke nach jedem Arbeitsgang abgekühlt.

An der rechten Wand lehnte ein schweres Regal aus Eichenholz, das die Bibliothek des Meisters enthielt. Große, ledergebundene Bücher bildeten lange Reihen, deren Gewicht die Regalbretter nach unten bog. Die Werke befaßten sich größtenteils mit der Schmiedekunst und verwandten Wissensgebieten. Hier fand man Abhandlungen über Metallurgie, Erzabbau und -Schmelzung, Waffen- und Rüstungskunde, Schmiedetechniken und Werkzeuge zur Metallverarbeitung. Die Schätze der Sammlung standen auf den oberen beiden Regalbrettern. Hier befanden sich große, mit Metall beschlagene Folianten, die das gesamte Wissen der zwergischen Zauberschmiede enthielten. Einige dieser Bücher waren so alt, wie die Kunst der Zauberschmiede selbst, andere hatte sein Meister eigenhändig geschrieben. Bisher hatte Grimlor noch keinen Blick in diese Bücher werfen dürfen. Seine Grundausbildung war noch nicht abgeschlossen.

Neben dem Regal stand ein niedriger Schrank, in dem sich Tyrfings Bar befand. Die meisten Getränke waren für Grimlors Geschmack zu stark. Für Gäste standen hier aber auch Met und Wein bereit.

In der Wand zur Linken war der Durchgang zum Wohnraum des Meisters, einer Höhle, die Grimlor in den langen Jahren seiner Ausbildung nicht ein einziges Mal betreten hatte. Dieser Raum war Tyrfing heilig.

Grimlors Blick wanderte zurück zu dem großen Arbeitstisch. Er war aus einem einzigen, gewachsenen Granitblock gehauen. Die Runen, die in seine Oberfläche gemeißelt und mit Gold und Silber ausgelegt waren, funkelten im roten Schein der glühenden Esse. Einige dieser Runen kannte Grimlor schon, andere würde er erst kennenlernen, wenn seine Grundausbildung beendet sein würde und er seinem Meister einige Zeit als Geselle gedient hatte. Vor dem Arbeitstisch standen zwei hohe Lehnstühle aus Buchenholz. Sie waren, genau wie der Stuhl des Meisters, reich mit Schnitzereien verziert.

Tyrfings rauhe Stimme riß Grimlor aus seinen Gedanken: "Was gibt es, Junge?" Der Meister hatte von seiner Arbeit aufgeblickt und schaute ihn mit seinen harten, eisgrauen Augen an. Ein Blick unter dem man sich nackt fühlt, dachte Grimlor, der bis in die tiefsten, geheimen Abgründe der Seele vordringt. Tyrfing war kein Mann, vor dem man Geheimnisse hatte.

"Ein Elf steht vor den Toren Silberheims. Er wünscht euch zu sprechen, Meister." Die Stirn des Zauberschmiedes runzelte sich zu einer Ansammlung tiefer Schründe und Falten. "Hat er gesagt, was er will?" Grimlor trat unruhig von einem Fuß auf den Anderen. "Er sagte, sein Name sei Kuthalion." Das Gesicht seines Meisters nahm einen überraschten Ausdruck an. "Beschreibe ihn!" Forderte er. Wie beschrieb man einen Elfen? Die sahen doch alle gleich aus! "Er ist groß und schlank, Meister. Er trägt die Kleidung eines Waldläufers: Leder in den Farben der Pflanzen und der Erde." Tyrfing grunzte unwillig. Das paßt auf jeden Elfen, der je auf Tarkum gelebt hat! Beschreibe mir seine Waffen." Da brauchte Grimlor nicht lange zu überlegen. Als Schmied interessierte er sich von Berufswegen für Waffen. "Er trägt ein langes Schwert auf dem Rücken - größer als ein Langschwert, aber kürzer als ein Bihänder. In der Linken hält er einen Bogen aus weißem Holz. An der Hüfte hatte er einen Köcher befestigt. Die Pfeile darin tragen rote Federn." "Ja, das könnte er sein," murmelte der Zauberschmied gedankenverloren. "Führe ihn zu mir."

Damit war Grimlor entlassen. Er verließ die Gemächer seines Meisters und ging durch die dunklen Gänge Silberheims zur Eingangspforte. Die beiden Wächter standen immer noch zwischen dem Elfen und dem Tor. Sie hielten ihre Äxte bereit, versuchten aber gleichzeitig, nicht zu unfreundlich zu wirken.

Keine Chance, dachte Grimlor. Aber sie haben schon recht. Wenn der Elf wirklich ein Bekannter des Meisters ist, sollte man ihn nicht verärgern. Keiner zieht sich gerne Tyrfings Groll zu! Er wandte sich den Wachen zu, die sichtlich erleichtert waren, daß sie nun der Verantwortung für den Elfen enthoben wurden. "Es ist in Ordnung, Alaric. Der Meister wünscht ihn zu sehen."

Zu dem Elfen sagte er: "Wenn Ihr mir bitte folgen wollt, mein Herr. Tyrfing erwartet euch." Die melodische Stimme des Elfen erklang und schien den Gesang der Vögel übertreffen zu wollen. "Geht nur voran, mein Freund. Ich wäre euch allerdings sehr verbunden, wenn Ihr eine Fackel entzünden würdet, damit ich in den dunklen Gängen Eurer Behausung etwas sehen kann." Daran hatte Grimlor nicht gedacht. Elfen konnten zwar gut in der Dunkelheit der Nacht sehen, aber in den finsteren Höhlen Silberheims, die kein Lichtstrahl erhellte, wäre er hilflos wie ein Blinder.

Er ging zu einer Truhe, die neben dem Eingang an der Wand stand. In ihr hatten die Zwerge Laternen, Feuerstein und Stahl verstaut, falls ein Besucher durch die lichtlosen Hallen Silberheims geführt werden sollte. Er entzündete eine Lampe und reichte sie dem Elfen. "Verzeiht meine Gedankenlosigkeit, mein Herr." Kuthalion sah ihm einen Moment prüfend ins Gesicht. Seine rehbraunen Augen schienen, genau wie die des Meisters, direkt in seine Seele zu blicken. Dann lächelte der Elf. "Ich habe es nicht als Beleidigung aufgefaßt." Grimlor nickte. Er ging voran und führte den Fremden zum Refugium seines Meisters.

Eine Kurzgeschichte über den Zauberschmied findet ihr unter www.eliwagar.de/drachenzahn.html. Wenn euch die Sachen gefallen und ihr Lust habt, daran mitzuwirken, mailt an tyrfing@-SPAMSCHUTZ-eliwagar.de. Wie gesagt, ich bin für jede Hilfe dankbar.

Ich hoffe, bald etwas von euch zu hören. Bis dann!

 

md_tyrfi.gif Tyrfing, Sohn des Ahira
Großmeister der Zauberschmiede & Erster Hüter der Eliwagar

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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