Donsay Abbey

Moin Dogio !
Erstmal ein großes Lob für deinen "Midgard-Digest". Loben fällt erfahrungsgemäß immer sehr schwer, weshalb du wahrscheinlich so wenig Feedback von solch stummen Lesern wie mir bekommst. Also in meinem Namen und meiner Gruppe: DANKE und GROSSARTIG !
Seitdem ich mit Ingo und Robert an dem Robin-Round-Abenteuer schreibe, das im MD ausgeschrieben wurde, habe ich beschlossen auch noch andere Sachen an dich zu schicken, vielleicht kannst du ja was davon gebrauchen...

Volker

Da die erste Version von Donsay Abbey noch sehr fehlerhaft war, wurde noch einmal Korrektur gelesen. Ich hoffe, daß es jetzt etwas besser ist.
Demnächst wird es auch ein Abenteuer für Donsay geben. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Szenarien, die ihr für das Kloster schreibt, zuschickt. Ich bin gespannt.
Volker

Einleitung
Seit Umberto Eco mit seinen Roman "Der Name der Rose" eine abgelegene Klosteranlage zum Schauplatz seiner Kriminalgeschichte machte, wurde dieses Thema immer wieder als Vorbild für Abenteuer benutzt.
Donsay Abbey ist ebenfalls nach diesem Vorbild entstanden. Da es nicht original für Alba beschrieben wurde mußte ich es an einigen Stellen anpassen, wobei mir das Quellenbuch für Alba "Clan und Krone", von Thomas Kreutz und Ludger Fischer sehr geholfen hat, vielen Dank an die beiden.

Die Schüler des heiligen Yorric
Wie ihr großes Leitbild stehen auch die Schüler des heiligen Yorric mitten im Leben. Man findet ihre Klöster oft in der Nähe von Ansiedlungen, wo sie den Einwohnern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Viele Schüler des heiligen Yorric üben außerdem ein Gewerbe aus. Hierin vollbringen sie dank der ausgezeichneten Ausbildung in den Klöstern oft beachtliche Leistungen. Nicht wenige der Albai haben ihre einfachen Kenntnisse der Schrift an einer der zahlreichen Schulen dieser Klöster erworben. Die Bibliotheken des Ordens werden die meisten Bücher innerhalb Albas kopiert.
(aus "Clan und Krone", Quellenbuch für Alba von Thomas Kreutz und Ludger Fischer, Pegasus Press)

Das Martyrium des heiligen Yorric

Der Ordensbegründer, der Yorricier Yorric MacRathgar, wurde im Jahre 2141 nL in Thame geboren. Mit sechs Jahren wurde er von seinem, dem niederen Adel angehörigen, Vater in das Kloster der Dheis Albi der Stadt gegeben, wo Yorric wohlbehütet aufwuchs. Seine Leidenschaften wurden die Wissenschaft und das Lehren.
Im Jahre 2182 nEP wurde er als Vertreter der Kirgh Albai in das Dorf Ledhedge entsandt. Dort sah er, daß keiner der Menschen lesen konnte, weder Albisch noch Altoqua alt, im dem das Tome y Toqui geschrieben war, was für ihn der stärkste Halt im Leben war. In Yorric wuchs die Auffassung, daß jeder die heiligen Worte der Götter lesen können und dürfen sollte, und so kam es, daß er die Bürger von Ledhedge Lesen und Schreiben lehrte.
Als der Abt von Thame davon erfuhr, sah er die gehobene Position und Autorität der Kirgh in Gefahr. Wenn das einfache Volk die Worte der Götter lesen konnte, würde dies unweigerlich zu Machteinbußen der Priesterschaft führen. So ließ er Yorric zu sich kommen und forderte ihn auf, sein Lehren sofort einzustellen. Doch Bruder Yorric sah keine Sünde in seinem Handeln und widersprach dem Abt, woraufhin dieser Yorric zum Ketzer erklärte und die heilige Inquisition anrief.
Die Verhöre waren lang und schmerzvoll, doch Yorric widerrief nicht. Daß sein Martyrium so große Bedeutung erlangte, verdankte er seinem Novizen Cohnwyn. Dieser ritt nach Ledhedge, um den Bürgern die Kunde von der Qual ihres Lehrers zu bringen. Mehr als hundert Menschen machten sich sofort auf den Weg in die Stadt Thame, um Yorric beizustehen. Sie wanderten in großer Eile, von der Angst getrieben, sie könnten zu spät kommen, schließlich dauerte die Folter schon mehrere Tage an. Doch Yorrics Wille war stärker als die eisernen Werkzeuge der Inquisition und sein Geist war ungebrochen, als die Bürger aus Ledhedge die Stadt erreichten. Vor der Burg des Syre riefen sie nach Gerechtigkeit und Gnade für ihren Priester, doch die Wache des Herrschers sollte den Mob auseinander treiben. Es kam zum Kampf, und Cohnwyn, der nicht weichen wollte, wurde von den Wachen niedergestochen. Dies verursachte einen allgemeinen Aufruhr unter den Menschen der Stadt, und für jeden Vertriebenen oder Verhafteten standen plötzlich zehn andere und forderten Gerechtigkeit, ging es doch um das Recht des einfachen Mannes, Lesen und Schreiben zu lernen. Schon bald kam es in der ganzen Stadt zu Menschenansammlungen und weiteren Auseinandersetzungen mit der Wache. Nun konnte Syre Cailrod MacRathgar nicht mehr seine Augen vor dem, was dort vor sich ging, verschließen und wendete sich an die Kirche. Doch die Inquisition der Kirgh Albai ließ nicht von Yorric und erklärte die Aufstände zur weltlichen Angelegenheit, also zu einem Problem des Syres. Als dieser nun versuchte, das Volk zu beruhigen, wurden der Machthaber und seine Wachen mit faulem Obst und Eiern beworfen, was eine regelrechte Schlacht zwischen den Soldaten und den Städtern zur Folge hatte. Es gab auf beiden Seiten Tote zu beklagen. Syre Cailrod drängte die Kirche erneut, Yorric gehen zu lassen, er bot Geld, Land und sogar Macht, wenn doch bloß der Tumult beendet würde. Doch nichts half, am 12.Tag des dritten Monats des Jahres 2184 nL erlag der Körper Yorrics den Qualen der Folter, seine Seele aber wanderte strahlend und ungebrochen in Ylathors Totenreich.
Das Chaos, das in Thame ausbrach, als der Tod des Märtyrers bekannt wurde, war verheerend. Häuser von Priestern wurden in Brand gesteckt und weitere blutige Schlachten auf den Straßen geführt. Der Aufstand gipfelte darin, daß die aufgebrachten Massen die Priester der Inquisition, darunter den Abt von Thame, aus ihren Häusern zerrten und auf dem Marktplatz zu Tode steinigten.
Die Unruhen hatten sich mittlerweile auf das Umland und weitere Städte ausgeweitet. Die Tatsache, daß es dem einfachen Volk verweigert werden sollte, Lesen und Schreiben zu lernen, es also bewußt dumm gehalten wurde, führte im Gebiet um Thame zum Volksaufstand.
Viel zu spät mischte sich Laird MacRathgar ein, indem er ein Gesetz erließ, das jedem Bürger von Thame gestattete, Lesen und Schreiben zu erlernen. Viele Menschen waren für dieses Recht gestorben. Die Kirgh Albi hatte diesen Kampf verloren, doch Erzbischof Aborm MacBeorn, der damalig höchste Kirghlaird war kein dummer Mann und sah in dem neuen Gesetz eine Gelegenheit, den Ruf der Kirche wieder zu stärken und sogar ihren Einfluß zu vergrößern. Er erklärte die Mitglieder der Thame-Inquisition zu verwirrten Opfern finsterer Dämonen und Yorric zu einem Heiligen, der dem Bösen widerstand. Er gründete den Orden der Yorricier, welcher sich fortan um den Unterricht der Menschen Albas kümmern sollte. Der König vergab drei Parzellen für die Klöster des neuen Ordens, und langsam stellte sich der Frieden wieder ein. Der erste Abt der Yorricier wurde Cohnwyn, der Schüler des Märtyrers, der trotz seiner schweren Verstümmelung den Orden noch viele Dekaden anführte.

Über die Jahrhunderte hinweg ist das Lehren in den Hintergrund getreten, und die Suche und das Erhalten von Wissen ist der Hauptaspekt des Ordens. Die Anhänger leben meist in den Ordensklöster und widmen sich ihren Studien. Nur selten wird ein Bruder in die Fremde auf eine Forschungsreise geschickt.
Jedes Kloster hat eine Bibliothek und ein Skriptorium, in dem alle Bücher, derer die Yorricier habhaft werden können, kopiert werden. Oft werden erst schnelle, formlose Abschriften angefertigt, die dann in monatelanger Arbeit neu geschrieben und mit Illustrationen und Bemerkungen versehen werden.
Das größte Heiligtum des Ordens ist Bruder Yorrics eigenhändige Abschrift des Tome y Toqui. Der Foliant wird in der Abbey von Thame aufbewahrt, hier liegt auch der Leichnam des Märtyrers begraben.
Die Yorricier pflegen einen einfachen, pragmatischen Lebenswandel, sie kleiden sich entsprechend in einfache graue Roben und leben im Zölibat .
In den großen Klosteranlagen betreiben die Yorricier häufig die Künste des Brauens und Brennens.
Die Menschen, die im Herrschaftsgebiet der Yorricierklöster leben, werden von den Ordensbrüdern im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet.
In einigen Städten unterhalten die Yorricier Schulen.
Der Orden wird zur Zeit von Abt Erocan geleitet.

Die (kurze) Geschichte von Donsay
Die Burg von Donsay ist eine der alten Festungen, die nach dem großen Twyneddinkrieg 1984-1989 nL zur Sicherung der Grenze der Nordmarken erbaut wurden. Nachdem der Krieg entschieden war und die Nordmarken gesicherte albische Gebiete waren (2327 nL), wurden die meisten der Burgen aufgegeben oder als Lehnssitz an Adlige, vor allem MacRathgar, gegeben, die dem Clan treu gedient hatten.
Die Burg Donsay war während der Grenzkriege teilweise zerstört worden und stand fast fünfzig Jahre leer. Das Burgdorf löste sich auf und die Wehranlage verfiel zunehmend.
Das Leben kehrte nach erst Donsay zurück, als die Burg und das umliegende Land im Jahre 2375 nL im Rahmen politischer Verhandlungen zwischen dem Staat und der Kirgh Albai an den Orden der Yorricier übertragen wurde. Der Oberste der Yorricier entsandte eine Gruppe junger Priester unter der Leitung von Pater Grofan nach Donsay. Auch Bauern und Handwerker wurden von der Kirche umgesiedelt, um beim Wiederaufbau des Dorfes und der Burg zu helfen. Viele Jahre harter Arbeit folgten doch heute wird die alte Burg als Kloster der Yorricier genutzt, und das Dorf hat mittlerweile 252 Einwohner.

Tagesablauf im Kloster der Yorricier
Zu jeder Stunde wird die Glocke von Donsay geläutet, wofür die Laienbrüder verantwortlich sind. Hierfür haben sie in ihrem Raum eine Sanduhr, die eine Stunde bemißt.
Die Anzahl der Glockenschläge entspricht der Stunde des Tages, wobei jedoch zweimal von 1 bis 12 und nicht einmal bis 24 gezählt wird.

Das Klostertum von Donsy Abbey
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Das Klostertum umfaßt die Klosterburg samt Gutshof und das Dorf Donsay mit 252 Einwohnern, die in 26 Familien leben. Es umfaßt:

Der Gutshof
Der Gutshof wird von 14 Laienbrüdern unter der Aufsicht von Vogt Ron MacAran geführt. Sie bestellen die Felder des Hofes, versorgen die 13 Kühe, 11 Schweine und 3 Pferde des Klosters und pflegen die beiden Forellenteiche.
Im Nordflügel des Haupthauses befinden sich die Stube und die Küche, sowie die Unterkünfte der Laienbrüder und des Vogtes. Der Ostflügel dient als Stall. Zu den Nebengebäuden gehört die Scheune, das Stellhaus, das auch als Werkstatt genutzt wird, und ein weiterer Stall für das Federvieh.
Außerdem gehören eine Koppel und die Windmühle zum Gutshof.
Besucher, die zum Kloster wollen, geben ihre Reittiere am Gutshof ab und legen den Rest des Weges zu Fuß zurück.

Die Klosterburg
Die Außenseiten der Mauern und Türme waren einst verputzt und gekalkt worden, um das Erklettern zu erschweren, doch heute bröckelt dieser Putz zunehmend ab, und der grau-rote Stein, aus dem die Burg gemauert wurde, kommt darunter zum Vorschein.

Das Torhaus

Das Torhaus stammt noch aus alten Zeiten. Es wurde während des Krieges zwar beschädigt, konnte von den Yorriciern jedoch wieder aufgebaut werden.

Erdgeschoß
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, der Boden besteht aus gestampfter Erde und die Decken sind aus Balken und Holzbohlen.

T1: Torgang
Über die Zugbrücke, die über den schmalen Burggraben führt, gelangt man in das Torhaus. Der Graben führt schon seit langer Zeit kein Wasser mehr und ist mittlerweile mit Farnen und Efeu, der auch die Außenmauer emporklettert, überwuchert.
Das doppelflügelige Tor ist aus dicken Eichenbohlen gezimmert und mit Eisen beschlagen. Es kann zusätzlich mit einem Fallgitter gesichert werden, die Winde hierfür befindet sich im oberen Windenraum im 2. Stock (T6). Im Außentor wurde von den Yorriciern eine kleinere Tür eingesetzt, sie wird bei Bedarf von der Torwache geöffnet. Das Haupttor bleibt normalerweise verschlossen.
Der Torgang ist 3 Meter breit, 6 Meter lang und fast 4 Meter hoch.
An der Ost- und der Westwand sind je zwei Fackelhalter in den Stein geschlagen.
Es führen mit Eisen verstärke Türen in den Stall (T3) und in die Wachstube (T2), sie können von innen jeweils mit stabilen Riegeln verschlossen werden.
In der Ostwand hängt in einer Nische eine Alarmglocke, die von der Wachstube und dem Torgang aus geläutet werden kann. Zumeist wird nur die kleine Tür benutzt.
Das Innentor, welches wie das Außentor gebaut ist und mit einem Fallgitter gesichert werden kann, führt auf den unteren Hof und steht immer offen.

T2: Wachstube
In diesem Raum steht ein Tisch mit vier Hockern, ein Waffenständer mit vier Speeren und ebenso vielen Armbrüsten. In einer Ecke ist ein kleiner Holzschrein des Xan aufgestellt, so daß die Wachen während der Dienstzeit ihre Gebete sprechen können. In der Westwand hängt eine Alarmglocke, die sowohl von der Wachstube als auch vom Torgang aus geläutet werden kann. In der Südwand befinden sich drei Schießscharten zum unteren Hof. Zwei stabile Türen führen in den Torgang, eine weitere in den Ostturm (O1), beide sind mit stabilen Riegeln verschließbar.

T3: Pferdestall
Im Stall wurde einst das Pferd des Burgherrn versorgt, alle anderen Pferde waren im Gutshof untergebracht. Heute steht hier das Pferd des Excutors. Des weiteren befinden sich eine Haferkiste, Sattelzeug und ein Karren mit Mistgabel im Raum. Der Boden ist mit Stroh bestreut. Zwei dicke, mit Eisenbeschlägen verstärkte Eichentüren führen in den Torgang (T1) und in den Westturm (W1), beide sind mit stabilen Riegeln verschließbar.

1. Stock
Alle Wände sind aus grau-rotem Stein gemauert, alle Böden und Decken bestehen aus Balken und Holzbohlen.

T4: unterer Windenraum
In diesem Raum stehen die Winden für die Zugbrücke. Obwohl sie zur Zeit kaum benutzt werden, sind sie in einem guten Zustand. Um die Zugbrücke hochzuziehen, muß an jeder Winde mit mindestens St 80 gearbeitet werden. In den Boden sind mit Holzklappen versehene Mordlöcher eingelassen, durch die der Torgang beschossen werden kann. Das Fallgitter ragt im hochgezogenen Zustand in diesen Raum hinein. Die Mauer hat Schießscharten nach außen und auf den unteren Hof. An den Wänden stehen Ständer mit Übungswaffen aus Holz, da dieser Raum den Wachen bei schlechtem Wetter als Trainingsraum dient. Ein Gang führt zum Ostturm (O2) und zur Waffenkammer (T5), eine stabile Tür in den Westturm (W2) ist mit einem stabilen Riegel zu verschließen.

T5: Waffenkammer
Die Tür zur Waffenkammer ist verschlossen, den einzigen Schlüssel besitzt der Excutor. In dem kleinen Raum sind Armbrüste, Schwerter, Schilde, Bögen und Speere auf hölzernen Waffenständern aufgereiht. Dolche, Pfeile und Bolzen werden in zwei Truhen aufbewahrt.

2. Stock
Alle Wände sind aus grau-rotem Stein gemauert, alle Böden und die Decke bestehen aus Balken und Holzbohlen.

T6: oberer Windenraum
In diesem Raum stehen die Winden, mit denen man die Fallgitter vom Torgang hoch in den unteren Windenraum (T4) ziehen kann. Des weiteren dient der Raum als Unterkunft für die Wachen. An den Wänden stehen zehn schmale Pritschen, jeweils mit einer dünnen Strohmatratze, einer Wolldecke und einer kleinen Kleidertruhe. Mitten im Raum steht ein Tisch mit zwei Bänken. Meistens finden sich halb leere Teller und Besteck vergangener Mahlzeiten oder ein Tonkrug mit Bier samt Zinnbechern auf dem Tisch. Die Mauer hat Schießscharten nach außen und auf den unteren Hof, die mit Pergamenthäuten ausgespannt sind.
Ein mit einer kurzen Treppe beginnender Gang führt zum Ostturm (O3) und zur Kammer des Excutors (T7).
Eine stabile Tür führt in den Westturm (W3). Sie kann vom Windenraum aus mit einem Riegel versperrt werden.

T7: Kammer des Excutors
Die Tür zu diesem Raum ist mit einem guten Schloß gesichert und stets verschlossen. Den einzigen Schlüssel besitzt der Excutor. Der Raum des Wachhauptmannes wird durch einen schwereren Schreibtisch aus dunklem Holz beherrscht, dahinter steht ein bequemer Stuhl mit Lederbezug und ein kleines Regal. In den Schubladen des Tisches befindet sich neben Papier, Tinte und Federn ein ledergebundenes Buch, in dem der Excutor seine persönliche Chronik führt. Außerdem finden sich einige Briefe von fernen Verwandten und 154 GS in einer Metallkassette.
Ein einfaches Bett und ein Schrank sind neben dem Waffenständer, auf dem ein sehr gut gearbeitetes Schwert und eine Plattenrüstung ausgestellt sind, die restlichen Möbel in dieser Kammer.
Die Schießscharten in der Außenmauer sind mit Pergament ausgespannt und können innen zusätzlich mit Holzbohlen verschlossen werden.

3. Stock
Alle Wände sind aus grau-rotem Stein, alle Böden bestehen aus Balken und Holzbohlen, darauf wurden Steinplatten ausgelegt.

T8: überdachte Wehrplattform
Die Wehrplattform ist mit einem flachen Dach versehen, dessen hölzerner Dachstuhl mit Schieferschindeln gedeckt ist. Es kann, für den Fall, daß es Feuer fängt, schnell abgerissen und über die Außenmauer gekippt werden. An der Außenmauer sind einige Felsbrocken aufgehäuft, lange Stangen zum Abstoßen von Leitern liegen an der Südmauer. Ein Kohlenbecken steht im Zentrum der Plattform.
Durch eine kleine, nicht verschließbare Tür gelangt man in den kleinen Wachturm, in dem eine Leiter auf die fast fünf Meter höher gelegene Plattform (T8a) führt. Der Boden ist aus Holz und das Dach mit Schieferschindeln gedeckt. Hier hängt eine Alarmglocke.
Eine kurze Treppe führt auf die freie Wehrplattform (T9), die ca. ein Meter höher gelegen ist. Eine Tür führt in den Westturm (W4), sie ist mit einem Riegel von innen zu verschließen..
Von den Zinnen bis zum Boden des Burggrabens sind es zwölf Meter, bis zum unteren Hof zehn Meter.

T9: Wehrplattform
Diese Plattform ist nicht überdacht. An der Außenmauer liegen drei Haufen Felsbrocken bereit, einige drei Meter lange Stangen zum Abstoßen von Leitern liegen an der Südwand. Eine Treppe führt einen Meter hinab auf die überdachte Wehrplattform (T8). Durch eine Tür gelangt man in den Ostturm (O4), sie ist mit einem Riegel von innen zu verschließen.
Die Außenmauer ist hier dreizehn Meter, die Mauer zum unteren Hof elf Meter hoch.

Der Westturm

Der Westturm wurde im Krieg nur wenig am obersten Stockwerk beschädigt und konnte von den Yorriciern leicht ausgebessert werden. Die Wände wurden aus grau-rotem Stein gemauert. Die Böden und Decken aus Balken und Holzbohlen wurden ebenfalls erneuert.
Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.

W1: Zisterne
Im Zentrum des Raumes ist ein ein Meter durchmessendes Wassersammelbecken zwei Meter nach unten in den Fels getrieben. Um das Becken herum führt ein knapp ein Meter breiter Steg aus Steinplatten, der zum Becken hin durch eine schmale, kniehohe Mauer abgeschlossen wird.
Die Zisterne erhält ihr Wasser von den Dächern des Torhauses und des Zellenhauses. Es wird über Dachrinnen zum Westturm geleitet und gelangt dort durch einen zwanzig Zentimeter durchmessenden Schacht in der Westseite der Turmmauer hinab in die Zisterne. Der Schacht endet mit einer kleinen Öffnung in Bodenhöhe und mündet in einen schmalen Kanal, der das Wasser quer über den Steg, durch die niedrige Mauer in das Wassersammelbecken leitet.
Auf dem Steg steht ein Eimer bereit, er ist mit einem fünf Meter langen Seil an einem Eisenring befestigt, der sich in Bauchhöhe an der nördlichen Außenmauer befindet.
Direkt an der Südseite des Raumes ist in Kopfhöhe ein eiserner Fackelhalter in die Wand geschlagen worden. Östlich neben dem Halter führt eine Wendeltreppe hinauf in das Erdgeschoß des Westturmes (W2). Westlich neben dem Fackelhalter ist in der Wand eine Geheimtür verborgen. Sie kann geöffnet werden, indem man den Fackelhalter dreht und gleichzeitig an dem Eisenring zieht. Eine einzelne Person kann dies mittels des Seiles tun, an dem der Eimer hängt. Durch die Geheimtür gelangt man in einen Geheimgang (U11), der zur Ausfallkammer (U9) führt.
Eine dicke metallverstärkte Eichentür, die von der Turmseite aus mit einem stabilen Riegel versperrt werden kann, führt in den Stall (T3).

W2: Lagerraum
Der kleine Raum wird als Lagerstätte für Stroh und Heu genutzt, das für das Pferd des Excutor im Stall (T3) benötigt wird. Die Ballen und Säcke sind von der West- zur Nordseite des Raumes bis unter die Decke gestapelt.
Durch eine stabile Tür in der Ostseite der Wand gelangt man in den unteren Windenraum (T4), von wo aus man die Tür mit einem stabilen Riegel verschließen kann.
Eine Wendeltreppe im Südosten des Raumes führt nach unten in die Zisterne (W1) und nach oben in den ersten Wehrraum (W3) des Westturmes.

W3: erster Wehrraum des Westturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Nordostseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Durch eine stabile Tür in der Ostseite der Wand gelangt man in den oberen Windenraum (T6), von wo aus man die Tür mit einem stabilen Riegel verschließen kann.
Eine ebenso stabile Tür, die auf der Turmseite mit einem Riegel verschlossen werden kann, führt auf den oberen Zellenflur (Z15).
Eine Wendeltreppe im Südosten des Raumes führt nach unten in einen Lagerraum(W2) und nach oben in den zweiten Wehrraum (W4) des Westturmes.

W4: zweiter Wehrraum des Westturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Nordostseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Durch eine stabile Tür in der Ostseite der Wand gelangt man auf die überdachte Wehrplattform (T8). Die Tür kann von der Turmseite aus mit einem Riegel verschlossen werden.
Eine Wendeltreppe im Südosten des Raumes führt nach unten in den ersten Wehrraum (W3) und nach oben auf die Wehrplattform des Westturmes (W5).

W5: Wehrplattform des Westturmes

Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt. Der Turm ist mit einem einfachen hölzernen Dachstuhl versehen, der mit Schieferschindeln gedeckt ist. Im Falle eines Feuers kann das Dach über die Außenmauer gekippt werden. Ein Kohlenbecken steht im Zentrum der Plattform.
Die Ballista, die einst auf der Plattform stand, wurde im Krieg zerstört und von den Yorriciern nicht ersetzt. Nur noch Halteringe in einigen der Zinnen deuten auf ihre vergangene Existenz.
Eine Wendeltreppe im Südosten der Plattform führt nach unten in den zweiten Wehrraum (W4) des Westturmes.

Der Ostturm

Der Ostturm wurde im Krieg fast vollständig zerstört. Er wurde von den Yorriciern aus grauem Stein wieder aufgebaut. Die Böden und Decken aus Balken und Holzbohlen mußten ebenfalls erneuert werden.
Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.

O1: Zisterne
Im Zentrum des Raumes ist ein ein Meter durchmessendes Wassersammelbecken zwei Meter nach unten in den Fels getrieben. Um das Becken herum führt ein knapp ein Meter breiter Steg aus Steinplatten, der zum Becken hin durch eine schmale, kniehohe Mauer abgeschlossen wird.
Die Zisterne erhält ihr Wasser von dem Dach des Haupthauses. Es wird über Dachrinnen zum Osturm geleitet und gelangt dort durch einen zwanzig Zentimeter durchmessenden Schacht in der Südseite der Turmmauer hinab in die Zisterne. Der Schacht endet mit einer kleinen Öffnung in Bodenhöhe und mündet in einen kleinen Kanal, der das Wasser quer über den Steg durch die kleine Mauer in das Wassersammelbecken leitet.
Auf dem Steg steht ein Eimer bereit, der mit einem fünf Meter langen Seil an einem Eisenring, der sich in Bauchhöhe in der nördlichen Außenmauer befindet, befestigt ist.
An der Ostseite des Raumes ist in kopfhöhe ein eiserner Fackelhalter in die Wand geschlagen worden. Im der Südseite des Raumes führt eine Wendeltreppe hinauf in das Erdgeschoß des Ostturmes (O2).
Eine dicke, metallverstärkte Eichentür, die von der Turmseite aus mit einem stabilen Riegel versperrt werden kann, führt in die Wachstube (T2), eine weitere auf den unteren Hof

O2: leerer Raum
Der kleine Raum ist leer.
Durch eine stabile Tür in der Westseite der Wand gelangt man in einen Flur, der zur Waffenkammer (T5) und in den unteren Windenraum (T4) führt. Von der Flurseite aus kann die Tür mit einem stabilen Riegel verschlossen werden.
Eine Wendeltreppe im Süden des Raumes führt nach unten in die Zisterne (O1) und nach oben in den ersten Wehrraum (O3) des Ostturmes.

O3: erster Wehrraum des Ostturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Südwestseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Durch eine stabile Tür in der Westseite der Wand gelangt man in einen Flur, der zum Raum des Excutors und in den oberen Windenraum (T6) führt. Die Tür ist von der Flurseite aus mit einem stabilen Riegel zu versperren.
Zwei weitere, mit eisernen Beschlägen verstärkte Türen, die von der Turmseite mit Riegeln verschlossen werden können, führen auf den Wehrgang der Ostmauer und die Außenmauer des Ostzwingers.
Eine Wendeltreppe im Südteil des Raumes führt nach unten in einen leeren Raum (O2) und nach oben in den zweiten Wehrraum (O4) des Ostturmes.

O4: zweiter Wehrraum des Ostturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Nordostseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Durch eine stabile Tür in der Westseite der Wand gelangt man auf die Wehrplattform (T9). Die Tür kann von beiden Seiten unabhängig voneinander mit einem Riegel verschlossen werden.
Eine Wendeltreppe im Südteil des Raumes führt nach unten in den ersten Wehrraum (O3) und nach oben auf die Wehrplattform des Ostturmes (O5).

O5: Wehrplattform des Ostturmes
Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt. Der Turm ist mit einem einfachen hölzernen Dachstuhl versehen, der mit Schieferschindeln gedeckt ist. Im Falle eines Feuers kann das Dach über die Außenmauer gekippt werden. Ein Kohlenbecken steht im Zentrum der Plattform.
Eine Wendeltreppe im Südosten der Plattform führt nach unten in den zweiten Wehrraum (O4) des Ostturmes.

Der untere Hof

P1: Hof
Der Boden besteht aus gestampfter Erde. Beherrscht wird der Hof von dem Glockenturm der Klosterkirche, der majestätische fünfzehn Meter emporragt. Seine großen Buntglasfenster schimmern derart bewegend im Licht der Sonne, daß viele Gäste, die das erstemal nach Donsay Abbey kommen, ehrfürchtig vor dem Turm verharren.
Auf dem unteren Hof steht ein kleines Brunnenhaus (P2).
Eine Treppe führt an der Westmauer des Haupthauses hinauf auf den mittleren Hof.
Durch eine Öffnung im Südostteil der Hofmauern gelangt man in die Schmiede (P4) der Burg.
Eine einfache Tür mit schlichtem Holzriegel führt im Südwesten in einen Stall (P3).
Eine dicke metallverstärkte Eichentür, die von der Turmseite aus mit einem stabilen Riegel versperrt werden kann, führt in die Zisterne des Ostturmes (O1).
Das doppelflügelige Tor, das in den Torgang (T1) führt, ist aus dicken Eichenbohlen gezimmert und mit Eisen beschlagen. Es  steht praktisch immer offen.

P2: Brunnenhaus
Der Brunnen wurde von den Yorriciern gegraben, um eine größere Unabhängigkeit von den Zisternen zu erreichen. Das kleine Haus ist aus grau-rotem Stein gemauert und das Dach ist mit Holzschindeln gedeckt. Im Zentrum des Raumes steht ein ein Meter hoher, gemauerter Brunnenring, der sich als Schacht mehr als zehn Meter in die Tiefe fortsetzt. Über dem Schacht wurde ein Holzgestell mit Winde aufgebaut, an dem ein Seil mit einem Eimer hängt.

P3: Stall
Der Stall wird heute für Schweine genutzt, entsprechend ist der Boden ist voller Mist. Es leben immer drei bis fünf Tiere in dem Stall, die hin und wieder auf den unteren Hof oder auf die Wiesen vor der Burg getrieben werden. Ein Futtertrog steht an der Ostwand des Raumes. Darüber sind drei Haken für Werkzeuge in die Wand geschlagen, an denen ein Reisigbesen, eine Forke und eine Fangschlinge hängen.
In der Südwand ist eine Geheimtür verborgen, die in einen Geheimgang (U8) führt. Um die Tür zu öffnen, muß man den linken der Haken nach links und den rechten gleichzeitig nach recht drehen, allein bewegen sie sich nicht. Die Geheimtür öffnet sich jedoch nur einen kleinen Spalt. Wird sie weiter geöffnet, so löst man eine Speerfalle (EW+14, 2W6) in der Decke des Geheimganges aus, die schräg durch die geöffnete Tür zielt. Die Falle löst heute jedoch nur noch mit 50% Wahrscheinlichkeit aus, da der Mechanismus eingerostet ist. Um die Falle zu entschärfen, muß man den mittleren Haken nach unten ziehen, nachdem die Tür mit den anderen Haken geöffnet wurde, ansonsten bewegt er sich nicht. Die Geheimtür öffnet sich in den Geheimgang hinein, so daß keine Schleifspuren auf dem Boden des Stalles gefunden werden können.

P4: Schmiede
Einst wurden hier Waffen und Rüstungen geschmiedet und Schlachtrösser beschlagen, heute dient der Raum als Werkstatt für die täglichen Arbeiten, die auf dem Kloster anfallen. Laienbruder Rahmain ist hier oft anzutreffen. Er hat die alte Esse in der Südecke des Raumes wieder hergerichtet und übt sich nun in der Kunst des Schmiedens. Sein bisher bestes Werk ist das Eisengittertor zum Friedhof in der Mittelmauer des Zwingers, feinere Arbeiten fallen ihm jedoch noch sehr schwer.
Neben der Esse und dem Amboß befindet sich jede Menge Werkzeug wie Hämmer, Meißel, Biegeeisen und Zangen in verschiedenen Größen und Formen, Blasebälge, Ketten und Kühlwassereimer in der Schmiede. In der Nordostecke liegt ein großer Haufen alten Metalls, das Laienbruder Rahmain gesammelt hat, um daran zu üben. Darunter befindet sich alles, vom verbogenen Hufeisen bis zum kaputten Wagenrad.
Durch eine Öffnung in der Nordwestwand gelangt man auf den unteren Hof.

Der Mittelhof

Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt.
Der kleine Hof ist meist in den Schatten des Bergfriedes oder der Klosterkirche getaucht. Nur zur Mittagsstunde fällt Sonnenlicht auf den Boden.
Die Tür zum Gästehaus verfügt über ein gutes Schloß, ist jedoch selten verriegelt. Die Schlüssel haben der Kellerer und der Abt.
Die schwere Holztür zum Zellenhaus ist mit einem einfachen Schloß gesichert, sie wird jedoch nie abgeschlossen. Den Schlüssel hat der Kellerer.
Eine Treppe führt an der Westmauer des Haupthauses hinab auf den unteren Hof (P1). Eine weitere Treppe führt durch die Mauer zwischen Klosterkirche und Burgfried hinauf auf den oberen Hof.

Das Gästehaus

Dieses Gebäude wurde vor fünfzehn Jahren von den Yorriciern komplett neu gebaut, entsprechend gut ist die Bausubstanz.

Das Erdgeschoß
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert.Der Boden besteht aus gestampfter Erde und die Decken sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert. Die Fenster sind alle mit Pergament ausgespannt und haben Fensterläden.

G1: Gasthalle
Die Tür zum Gästehaus verfügt über ein gutes Schloß, ist jedoch selten verriegelt. Die Schlüssel haben der Kellerer und der Abt.
In diesem Flur steht ein schwerer Eichentisch mit mehreren bequemen Holzstühlen. Hier nehmen Gäste ihre Mahlzeiten ein oder verbringen kalte Tage und lange Nächte. Der Kamin in der Nordwestecke verbreitet hierfür wohlige Wärme. Der Raum dient dem Abt als Empfangs- und Verhandlungsraum.
Ein Gang führt zu den Zimmern im Erdgeschoß, eine Treppe in den ersten Stock.

G2: Zimmer des Abtes
Die Tür hat ein einfaches Schloß. Den Schlüssel hat der Abt, der ihn jedoch selten benutzt.
In diesem Raum schläft Abt Gawan. Der alte Priester hat dieses Zimmer wegen des Kamins gewählt. Ein schmales Bett mit Strohmatratze und Decke, ein Tisch mit Stuhl und eine Kleidertruhe sind alle Möbel diesem Raum. Auf dem Tisch steht eine Waschschüssel, eine Öllampe und meistens ein Buch. In den abgeschlossenen Schubladen des Tisches befindet sich Schreibzeug und das Siegel der Abtei, sowie eine Metallkassette mit 100GS. Die Truhe hat kein Schloß. Darin befinden sich zwei Roben und ein Paar Schuhe, sowie die Briefe, die der Abt von befreundeten Priestern und von der Obrigkeit erhalten hat. In einem kleinem Lederbeutel lagert Gawan einige Samen, die er im nächsten Frühjahr einsähen will.

G3: Zimmer des Priors
Die Tür hat ein einfaches Schloß und ist meist verschlossen. Den Schlüssel hat der Prior.
In dem Zimmer des Priors Bareld, der die Geschäfte und Verpflichtungen der Abtei kontrolliert, steht ein Schreibtisch, auf dem sich Listen, Steuerbücher und Verträge häufen. In einer Kleidertruhe befindet sich eine gute Robe und die Korrespondenz des Priors. Außerdem liegt darin ein schwerer Dolch und eine silberne Laterne, Erinnerungen an die Tage, die er zusammen mit einigen Brüdern auf Pilgerfahrten verbracht hat.
Das Bett wirkt viel zu klein für den großen Priester. Das Kohlenbecken benutzt Prior Bareld nie, weil er Angst vor einem Feuer hat, das seine Aufzeichnungen vernichten würde.

Erster Stock
Alle Wände sind aus Fachwerk gebaut und der Boden und die Decke bestehen aus Balken und Holzbohlen. Die Fenster sind alle mit Pergament ausgespannt und haben Fensterläden.
Der schmale Flur führt zu den Gästezimmern (G4-G7), die Treppe hinab in die Gasthalle und eine Klappe in der Decke führt auf den niedrigen Dachboden, auf dem ein paar alte Möbel gelagert werden. Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.

G4: Gästezimmer
Die Tür hat ein einfaches Schloß. Der Schlüssel wird einem der Gäste, der das Zimmer bezieht, vom Kellerer ausgehändigt.
An den Wänden stehen vier schmale Betten mit einfacher Matratze, Decke und einen Schemel. Links neben der Tür steht ein kleiner Tisch mit einer Waschschüssel und einem Kerzenständer aus Ton. Ein Kohlenbecken steht auf einem Gestell an der Südwand.

G5: Gästezimmer
Die Tür hat ein einfaches Schloß. Der Schlüssel wird einem der Gäste, der das Zimmer bezieht, vom Kellerer ausgehändigt. Dieses Zweibettzimmer kann mit dem kleinem Kamin in der Nordwestecke beheizt werden. Ein Tisch mit drei Schemeln, einem Kerzenständer und einer Waschschüssel sowie zwei kleinere abschließbare Truhen komplettieren die Einrichtung des Raumes.

G6: Gästezimmer
Die Tür hat ein einfaches Schloß. Der Schlüssel wird einem der Gäste, der das Zimmer bezieht, vom Kellerer ausgehändigt. Zwei recht bequeme Betten, ein Gestell mit einer Waschschüssel, ein Tisch mit zwei Stühlen und eine geräumige, abschließbare Truhe bilden die Einrichtung dieses Zimmers. Mit dem kleinem Kamin in der Südwestecke kann der Raum beheizt werden.

G7: Gästezimmer
Die Tür hat ein einfaches Schloß. Der Schlüssel wird dem Gast, der das Zimmer bezieht, vom Kellerer ausgehändigt.
Das Einbettzimmer ist gemütlich mit einem Lehnstuhl und einem alten Sekretär eingerichtet. Das Bett ist bequem und die Kleidertruhe geräumig. Auf einem breiten Regalbrett an der Ostwand steht ein Kohlenbecken und eine Waschschüssel.

Das Zellenhaus

Der obere Teil der Westmauer wurde im Krieg teilweise zerstört. Die Yorricier bauten sie wieder auf und setzten das Zellenhaus direkt an die Mauer, wobei der alte Wehrgang zum überdachten Flur wurde. Der hölzerne Dachstuhl ist mit Bohlen gedeckt.

Erdgeschoß
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, alle Böden sind mit Steinplatten ausgelegt und die Decken sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.

Z1: unterer Zellenflur
Die schwere Holztür zum Mittelhof ist mit einem einfachen Schloß gesichert, sie wird jedoch nie abgeschlossen. Den Schlüssel hat der Kellerer. Zwei Öllampen an der Westwand erhellen den fensterlosen Gang. Die Wendeltreppe am Südende des Flures führt hinauf auf den oberen Zellenflur (Z15), die Treppe in der nördlichen Westwand führt hinab zum Novizenflur (Z11).

Z2-Z10: Zellen der Nonnen
Alle Zellen haben die gleiche, schlichte Einrichtung: ein schmales Bett mit Strohmatratze und Decke, eine Kleidertruhe mit einigen Kleidungsstücken und ein paar persönliche Dingen und einen kleinen Tisch mit Stuhl. Die meisten Mönche und Nonnen haben einen Kerzenständer oder eine kleine Öllaterne in ihrer Zelle. Zum Waschen gehen die Ordensmitglieder in die Zisterne im Ostturm (O1).
Die Türen sind von einfacher Bauart und können von innen mit einem Riegel verschlossen werden.
Die Zellen Z2 und Z8-Z10 haben mit Pergament ausgespannte Fenster mit Fensterladen.

Z2: Schwester Marriath (Subpriorin)
Z3: Schwester Taenell (Skriptorium)
Z4: Schwester Reaminn (Skriptorium)
Z5: Schwester Amralia (pflegebedürftiger Rentnerin)
Z6: Schwester Lillia (Hospital)
Z7: Schwester Trayllyn (Brauerei)
Z8: Schwester Bamylla (Skriptorium)
Z9: Schwester Terred (Buchbinderin)
Z10: Schwester Hendria (Skriptorium)

Untergeschoß
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, alle Böden bestehen aus gestampfter Erde und die Decken sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.

Z11: Novizenflur
Über die Wendeltreppe gelangt man auf den unteren Zellenflur (Z1). Als man die Wendeltreppe baute, brach man beinahe in den Geheimgang ein, der vom Westtrum (W1) zur Zisterne des Burgfried führt. Der Gang blieb jedoch unentdeckt. Eine Öllampe an der Westwand erhellt den Flur.

Z12-Z14: Zellen der Novizen
Die Zellen sind mit zwei schmalen Betten mit Strohmatratze und Decke und zwei kleinen Kleidertruhen mit einigen Kleidungsstücken und ein paar persönliche Dingen eingerichtet. In allen drei Zellen ist ein Kerzenhalter an der Westwand befestigt. Die Räume haben jeweils ein mit Pergament ausgespanntes Fenster mit Fensterladen zum unteren Hof.
Zum Waschen gehen die Novizen in die Zisterne im Ostturm (O1).
Die Türen sind von einfacher Bauart und können von innen mit einem Riegel verschlossen werden.

Z12: Novizin Merklyn (Skriptorium), Novizin Mienn (Hospital)
Z13: Novize Fraymar (Brauerei), Novize Herwold (Küche)
Z14: Novize Jerde (Buchbinderei), Novize Trold (Bibliothek)

Erster Stock
Alle Wände sind aus Fachwerk gebaut und der Boden und die Decke besteht aus Balken und Holzbohlen.

Z15: oberer Zellenflur
Die Außenmauer des ehemaligen Wehrgangs der Westmauer wurde mit Fachwerk erhöht und zusammen mit dem Zellentrakt überdacht. In das Fachwerk wurden vier Pergamentfenster mit Fensterläden eingebaut. Über die Treppe in der Südmauer gelangt man auf den unteren Zellenflur. Eine schwere Tür am Nordende des Ganges führt über eine kurze Treppe in den Westturm (W3). Sie kann von der Turmseite aus mit einem stabilen Riegel abgesperrt werden. Der nördliche der beiden kleinen Stichflure hat ein mit Pergament ausgespanntes Fenster mit Fensterladen zum unteren Hof.

Z16-Z29: Zellen der Mönche
Alle Zellen haben die gleiche, schlichte Einrichtung: ein schmales Bett mit Strohmatratze und Decke, eine Kleidertruhe mit einigen Kleidungsstücken und ein paar persönlichen Dingen und einen kleinen Tisch mit Stuhl. Die meisten Mönche und Nonnen haben einen Kerzenständer oder eine kleine Öllaterne in ihrer Zelle. Zum Waschen gehen die Ordensmitglieder in die Zisterne im Ostturm (O1).
Die Türen sind von einfacher Bauart und können von innen mit einem Riegel verschlossen werden.
Die Zellen Z16 haben Z17 zum Mittelhof, die Zellen Z28 und Z29 zum unteren Hof, ein Pergamentfenster mit Fensterrahmen.

Z16: Bruder Dorfat (Bibliothekar)
Z17: Bruder Troben (Tintenmischer)
Z18: Bruder Told (Buchbinderei)
Z19: Bruder Berdyn (Bibliotheksgehilfe)
Z20: Bruder Hornned (Gehilfe des Priors)
Z21: Bruder Fayell (Skriptorium)
Z22: Bruder Dunrain (Brauerei)
Z23: Bruder Garth (Buchbinderei)
Z24: Bruder Cirbald (Skriptorium)
Z25: Bruder Brandir (Skriptorium)
Z26: Bruder Cordwyn (Koch)
Z27: Bruder Orreld (Gehilfe des Kellerers)
Z28: Bruder Norlord (Kellerer)
Z29: Bruder Lerdoth (Rentner)

Der obere Hof

Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt und wird jeden Morgen, noch bevor die Sonne aufgeht, von einem der Laienbrüder ordentlich gefegt.
Im Nordteil des Hofes kann man über eine ein Meter hohe Mauer auf den unteren Hof (P1) schauen, der fünf Meter tiefer liegt als der obere Hof.
Eine Treppe führt durch die Mauer zwischen Klosterkirche und Burgfried hinab auf den Mittelhof.
Im Ostende der Südmauer führt eine besonders dicke und mit Eisen beschlagene Tür, die mit einem stabilen Holzbalken versperrt werden kann, in einen Mauerdurchgang, der eine Treppe hinabführt und an einer Geheimtür zum Zwinger endet. Die Geheimtür ist von innen sofort zu erkennen und zu öffnen. Von außen muß man, um die Tür zu öffnen, einen Stein, der sich links neben der Tür und in Brusthöhe befindet, ein Stück aus der Mauer herausziehen.
Die schwere Holztür zu Werkstatt (N1) der Nebengebäude ist mit einem Schloß gesichert, die Schlüssel hierzu haben der Kellerer und Rograd, einer der Laienbrüder.
Im Schlachthaus (N2) riecht es immer nach Blut und Gedärmen, die durch die große Eingangsöffnung auf den oberen Hof ziehen.
Die stabile Tür zum Brauhaus (N3) ist mit Eisenbeschlägen verstärkt. Einen Schlüssel zu dem guten Schloß haben der Kellerer, Schwester Trayllyn und Bruder Dunrain, die das Brauhaus nachts gewissenhaft verschließen.
Die einfache Tür zum Backhaus (N5) ist, außer beim Backen, verschlossen. Die Schlüssel haben der Koch Bruder Cordwyn und der Kellerer.
Eine metallbeschlagene Holztür führt in das Erdgeschoß des Südturmes, der als Abort (S2) genutzt wird. Sie ist mit zwei unabhängigen Riegeln von innen oder außen zu verschließen.
Über eine Holztreppe, die an der Südmauer des Haupthauses hinauf auf einen Absatz führt, erreicht man die Tür zum Raum der Laienbrüder (H8). Sie ist einfach gearbeitet und von innen mit einem Riegel zu verschließen.
Eine einfache Tür mit einfachem Schloß führt in die Küche (H2). Die Schlüssel haben der Koch und der Kellerer. Cordwyn verschließt nachts alle Türen zur Küche.
Die Tür zum Speisesaal (H1) ist stabil gearbeitet und trotz eines einfachen Schlosses nie verschlossen. Den Schlüssel hat der Kellerer.
Eine Holztreppe an der Südwestmauer des Haupthauses führt hinauf auf einen Absatz, zur Tür des Hospitales (H4). Die Tür ist einfach gearbeitet, hat jedoch ein gutes Schloß. Der Hospitarius besitzt den einzigen Schlüssel, mit dem er die Tür verschließt, wenn er einen Patienten untersucht.
Die Klosterkirche (K1) betritt man durch eine mit Bronze beschlagene doppelflüglige Tür aus dunklem Kirschholz im Nordosten des Bauwerks, sie ist nie verschlossen.

Die Nebengebäude

Die Nebengebäude sind im Krieg komplett niedergebrannt, so daß sie von den Yorriciern neu errichtet werden mußten.
Alle Wände, außer der Südwand, die durch die Burgmauer gegeben ist, sind aus Fachwerk. Alle Böden, bis auf den des Backhauses (N5), bestehen aus gestampfter Erde. Das Backhaus wurde mit Steinplatten ausgelegt.
Die giebellose Decke hat an der Burgmauer eine Höhe von dreieinhalb Metern, an der Nordmauer ist sie noch zweieinhalb Meter hoch. Das Dach ist mit Holzbohlen gedeckt.

N1: Lager/Werkstatt
Die schwere Holztür zum oberen Hof ist mit einem Schloß gesichert, die Schlüssel hierzu haben der Kellerer und Rograd, einer der Laienbrüder.
In diesem Raum werden Geräte und Werkzeuge gelagert, die man für die Arbeiten in dem Kloster benötigt. Es finden sich dort  eine Schubkarre, eine zehn Meter lange Eisenkette, ein Flaschenzug, einige stabile Eimer, drei verschiedene Leitern, Seile, Werkzeuge wie Spaten, Hacken, Forken, Reisigbesen , Schneeschaufeln und Äxte, Säcke aus groben Sackleinen, eine flache Holzwanne zum Lehm rühren, vier Paar Holzschuhe, Hämmer, ein Faß voll Nägel, eine Zange und ein Brecheisen, ein kleiner Tontopf mit Leim, einige grobe Pinsel, eine 5x5m große Plane aus festem Tuch, Sägen, ein Handpflug, geflochtene Körbe und Kiepen und ein altes Faß. Außerdem stehen hier einige Baumaterialien wie Balken, Bretter und Kalk zum Streichen des Fachwerks.

N2: Schlachthaus
Im Schlachthaus riecht es immer nach Blut und Gedärmen, die durch die große Eingangsöffnung in der Nordwand auf den oberen Hof ziehen.
Im Zentrum des Raumes steht ein großer Holztrog, in dem das Blut der Tiere aufgefangen wird, die, an einem Haken von der Decke hängend, geschlachtet werden. Der Boden um den Trog herum ist durch verspritztes Blut geschwärzt. Die Messer, Fleischerbeile und -sägen hängen in einem hölzernen Messerblock an dem Auffangtrog. Für kleinere Tiere steht in der Nordwestecke ein Holzstumpf mit einem Beil.
Unter der Decke hängen einige Eisenhaken, um Tiere oder Tierhälften daran abhängen zu lassen. Einige kleinere Tiere wie Hühner, Hasen oder Kaninchen hängen immer an Haken an der Nordwand. In der Südostecke steht ein Tisch mit einem Trog, und einigen Holzstäben zum Stopfen von Würsten. Die Därme hierfür hängen über einem Gestell an der Südwand zum trocknen.
Über einer Feuerstelle ohne Abzug wird in einem kleinem Metallkessel aus Knochen Leim gekocht.

N3: Brauhaus
Die stabile Tür in der Nordwand ist mit Eisenbeschlägen verstärkt und führt auf den oberen Hof. Zu dem guten Schloß haben der Kellerer, Schwester Trayllyn und Bruder Dunrain, die das Brauhaus nachts gewissenhaft verschließen, einen Schlüssel.
Im Brauhaus herrscht immer ein unüberschaubares Chaos aus Wannen, Eimern, großen Rührlöffeln, Fässern, Bottichen, Säcken mit Malz und Gerste, und allem, was man sonst zum Bierbrauen benötigt. Die einzigen, die sich im Brauhaus zurechtfinden, sind Schwester Trayllyn und Bruder Dunrain.
Zwischen den verschiedenen Ansätzen in den Bottichen und dem fertigen Bier in mittelgroßen Fässern steht ein großer Holztisch mit einigen Schemeln, der zum Vorbereiten der einzelnen Bierbestandteile, dem Niederschreiben und Verbessern von Rezepten und vor allem zum Probetrinken dient. Entsprechend ist er mit Eimern und Schalen, Tontöpfen voll Gewürzen, einer Balkenwaage aus Messing samt Gewichten, einem mit Bier bekleckerten Rezeptbuch, Tinte und Federn, einer Öllaterne, einigen Bierhumpen aus Holz mit Messingbeschlag und einem Ständer für ein kleines Probefaß vollgestellt.
In der Südostecke ist eine Feuerstelle an die Wand gemauert, über der an einem Metallgestell ein großer Kessel hängt.
Im Brauhaus riecht es stark nach frischem Bier, Malz und gegorener Gerste.
Eine offene Treppe in der Nordostecke führt hinab in einen Lagerraum (N4), der auch durch eine Bodenluke im Westteil des Raumes erreichbar ist. Die Luke ist 1x1 Meter groß und mit einer Falltür abgedeckt. Darüber hängt ein Flaschenzug mit Trageriemen für die Bierfässer von der Decke.
Das Fenster zum oberen Hof ist mit Pergamenthaut ausgespannt, es steht tagsüber meist offen.

N4: Lagerraum unter der Brauerei
Der Lagerraum stammt noch aus alten Tagen. Alle Wände wurden mit grau-rotem Stein ausgemauert, der Boden wurde mit Steinplatten ausgelegt und die Felsdecke mit Holzbalken abgestützt.
An der Nord- und Südwand liegen, in zwei Reihen übereinander, große Holzfässer, in denen Bier gelagert ist.
Die Fässer werden normalerweise im Brauhaus (N3) gefüllt und dann durch die Luke in der Decke der Raumes mittels eines Flaschenzuges in den Lagerraum herabgelassen. Für den Verbrauch wird das Bier dann in Tonkrüge oder kleine Fässer abgefüllt.
Auf einem Tisch im Gang zwischen den beiden Fässerreihen liegen ein paar Zapfhähne und ein Holzhammer sowie einige Humpen bereit.
Eine Treppe führt in der Nordostecke hinauf in das Brauhaus (N3).

N5: Backhaus
Die einfache Tür zum oberen Hof ist, außer beim Backen, verschlossen. Die Schlüssel haben der Koch und der Kellerer.
Der große Steinofen in der Südwestecke beherrscht diesen Raum. Er reicht vom Boden bis zur Decke und hat eine Kantenlänge von fast zwei Meter. Er wird durch eine Öffnung in Bodenhöhe befeuert und hat zwei separate Backkammern. Des weiteren befinden sich ein Trog zum Teigrühren, ein Arbeitstisch und eine einfache Waage, die auf ca. ein Kilogram geeicht ist, in diesem Raum. Einige Eimer für Wasser und Holzschieber stehen in der Nordostecke. Auf einem schmalen Bord stehen einige Tontöpfe mit Gewürzen und Sauerteigansatz sowie ein Bronzetopf mit Salz.
Mehrere Mehlsäcke sind an der Südwand aufgestapelt.
Das Backhaus hat zwei Fenster, die nur mit Fensterläden von innen verschlossen werden können. Nur wenn im Raum gebacken wird, sind die Fenster offen.

Der Südturm

Der Südturm wurde im Krieg beschädigt, konnte von den Yorriciern jedoch leicht restauriert werden. Die Wände wurden aus grau-rotem Stein gemauert. Die Decken aus Balken und Holzbohlen wurden ebenfalls erneuert.
Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt. Im gesamten Turm riecht es nach Urin und Exkrementen, da der Kerker als Jauchegrube genutzt wird..

S1: Kerker
Der dunkle Kerker ist kalt, feucht und dreckig. Heute wird er, da der Orden selten Gefangene hat, als Abort benutzt. Entsprechend ist der Lehmboden jetzt völlig bedeckt mit verfaulendem Exkrement.
Der Raum ist drei Meter hoch und nur über eine Falltür in der Decke zugänglich. Eine Leiter steht im Erdgeschoß des Südturmes hierfür bereit. Die metallbeschlagene Falltür hat auf der Kerkerseite weder Schloß, noch Scharniere.

S2: Abort
Der Boden besteht aus gestampfter Erde. Der kleine Raum wird als Abort (in den Kerker (W1) benutzt. Durch eine Falltür im Südteil des Raumes hat man Zugang zum Kerker (S1). Eine Leiter hierfür steht neben der Falltür, die mit einem Vorhängeschloß oder einem Riegel verschlossen werden könnte. Beides fehlt jedoch mittlerweile, da der Kerker als Abort dient. Es wurde ein 30cm durchmessendes Loch in die Falltür gesägt, das mit einem Holzdeckel verschlossen werden kann. Eine Treppe im Nordwesten führt hinauf in den ersten Wehrraum des Südturmes (S3). Eine metallbeschlagene Holztür führt nach Westen auf den oberen Hof. Sie ist mit zwei unabhängigen Riegeln von innen oder außen zu verschließen.

S3: erster Wehrraum des Südturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Nordostseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Durch eine stabile Tür in der Ostseite der Wand gelangt man auf den mittleren Wehrgang des Burgzwingers. Die Tür ist mit einem stabilen Riegel von innen zu verschließen.
Eine ebenso stabile Tür, die von der Turmseite mit einem Riegel verschlossen werden kann, führt auf den Wehrgang der Ostmauer der Burg.
Eine Wendeltreppe im Nordwesten des Raumes führt nach unten in das Erdgeschoß (S2) und nach oben in den zweiten Wehrraum (S4) des Südturmes.

S4: zweiter Wehrraum des Südturmes
In der Außenmauer des Turmes sind Schießscharten eingearbeitet. Zwei schwere Armbrüste samt Spannkurbeln hängen an einem Gestell an der Nordostseite des Raumes. Eine kleine Kiste mit dreißig Bolzen steht darunter auf dem Boden.
Eine Wendeltreppe im Nordwesten des Raumes führt nach unten in den ersten Wehrraum (W2) und nach oben auf die Wehrplattform des Südturmes (S5).

S5: Wehrplattform des Südturmes
Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt. Der Turm ist mit einem einfachen hölzernen Dachstuhl versehen, der mit Schieferschindeln gedeckt ist. Im Falle eines Feuers kann das Dach über die Außenmauer gekippt werden. Ein Kohlenbecken steht auf der Plattform.
Auf der Plattform ist eine Ballista auf einem Eisengestell montiert. Sie stammt noch aus dem Krieg, und wird heute von den Yorriciern nicht mehr genutzt. Entsprechend ist das Gestell, auf dem die Ballista gedreht werden kann, verrostet, die Sehne verrottet, die Spannkurbel nicht mehr vorhanden und keine Bolzen vorrätig. Um die Ballista mit einer neuen Sehne zu versehen und zu spannen, benötigt man eine Gesamtstärke von 200 oder eine neue Spannkurbel. Zwei der normalen Kurbeln für Armbrüste können mit ein wenig Geschick improvisiert angebaut werden.
Eine Wendeltreppe im Nordwesten der Plattform führt nach unten in den zweiten Wehrraum (S4) des Südturmes.

Das Haupthaus

Das ehemalige Garnisonsgebäude wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Die Yorricier richteten das stabile Erdgeschoß wieder her und setzten einen leichteren ersten Stock aus Fachwerk darauf.

Erdgeschoß
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, alle Böden sind mit Steinplatten ausgelegt und die Decken sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.

H1: Speisesaal
Die Räume des Erdgeschoß wurde von den Yorriciern zu einem großen Speisesaal zusammengefaßt. Vier gemauerte Säulen stützen die Decke ab. Eine große u-förmige Tafel aus dunkler Eiche beherrscht diesen Raum. An den beiden gegenüberliegenden Seiten sitzen die Mönche und Schwestern auf langen Bänken, während an der kurzen Seite im Nordwesten die Obersten des Klosters (Abt, Prior, Subprior, Bibliothekar, Keller, Hospitarius und Excutor) ihre Plätze haben. In der westlichen Ecke ist ein hölzernes Stehpult aufgestellt, an dem bei jeder Mahlzeit ein Mönch aus dem Tome y Toqui oder anderen religiösen Büchern des Pantheons vorliest. In einem Schrank an der Nordostwand werden Tonteller und Schüsseln, Holzbretter, Zinnbecher und Besteck von einfacher Machart gelagert.
An der Südwestwand befindet sich ein großer Kamin, der praktisch immer befeuert ist.
Die Fenster zum unteren und zum oberen Hof sind alle aus Bleiglas und können geöffnet werden. Die Muster der Scheiben ergeben keinen offensichtlichen Sinn.
Die Tür in der kurzen Südwand ist stabil gearbeitet und trotz eines einfachen Schlosses nie verschlossen. Sie führt auf den oberen Hof. Den Schlüssel hat der Kellerer.
Die Tür in der Südostwand ist ebenfalls ein stabiles Stück und hat ein einfaches Schloß. Sie führt in die Küche (H2) und entsprechend hat der Koch einen Schlüssel. Ein weiterer ist im Besitz des Kellerers. Der Koch Cordwyn schließt die Tür jede Nacht ab.

H2: Küche
Die Küche ist das Reich von Bruder Cordwyn dem Koch, der hier mit seinen Gehilfen, dem Novizen Herwold und dem Laienbruder Falmir, alle Mahlzeiten für die Klosterbewohner zubereitet.
Ein großer eiserner Herd steht an der Westwand, während an den restlichen Wänden ringsherum Regale und kleine Tische stehen, in und auf denen Lebensmittel, Gewürze, Kochgeschirr, Messer, Töpfe und Pfannen gelagert werden.
Ein großer Zuber dient zum Abwaschen des dreckigen Geschirrs. Außerdem finden sich ein Butterfaß und einige Zinneimer zum Wasser holen.
Das mit einer Pergamenthaut ausgespanntes Fenster mit Fensterladen in der Südwand ist zum oberen Hof gerichtet.
Eine steile Holztreppe in der Nordostecke führt hinab in den Vorratskeller (H3). Der Treppenzugang wird normalerweise mit einer Falltür abgedeckt und mit einem Vorhängeschloß gesichert. Zwei einfache Türen mit einfachen Schlössern führen in den Speisesaal (H1) und auf den oberen Hof. Die Schlüssel haben der Koch und der Kellerer. Bruder Cordwyn verschließt nachts alle Türen zu der Küche.

H3: Vorratskeller
Die Wände und die Decke wurden grob aus dem Fels gehauen und in diesem Zustand belassen. Der Boden wurde mit Steinplatten ausgelegt. Der Raum ist erstaunlich trocken.
An den Wänden des Raumes stehen Regale, die mit eingemachtem Obst, Honigkrügen, getrocknetem Fleisch, Käserädern und Säcken voll getrockneter Erbsen, Bohnen und Linsen gefüllt sind. Unter der Decke hängen gepökelte Schinken und geräucherte Würste und an der Südwand stehen Kisten voller Äpfel und Birnen und eine große Kartoffelkiste. Fast dreißig Tonflaschen mit gutem Wein sind ganz oben in den Regalen gelagert.
In einer abgeschlossenen Kiste werden Salz und einige Gewürze sowie vier Metallflaschen mit feinstem Brandwein gelagert.
Eine Treppe führt hinauf in die Küche (H2). Sie kann mit einer Falltür verschlossen werden. Ein Schloß gibt es auf der Kellerseite nicht.

Erster Stock
Das erste Stockwerk wurde bei den Erweiterungsarbeiten der Yorriciern vor fünfzehn Jahren aus Fachwerk auf die Mauern des alten Erdgeschosses gesetzt.
Alle Wände sind aus Fachwerk, die Böden und Decken bestehen aus Balken und Holzbohlen. Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.

H4: Arbeitsraum des Hospitarius
Dieser Raum dient dem Hospitarius Cariath als Arbeits- und Behandlungsraum. Im Zentrum des Raumes steht ein großer Eichentisch, auf dem ein Mensch ausgestreckt liegen kann. Er dient als Untersuchungstrage, aber auch als Arbeitstisch, wenn der Heilkundige neue Arzneien herstellt, die in Regalen an der Südostwand in Töpfen, Tiegeln und kleinen Beuteln gelagert werden. Von der Decke hängen zusammengebundene Kräuter zum Trocknen, und verschiedene Weine und Liköre, die mit Heilpflanzen versetzt sind, lagern zusammen mit sauberen Tüchern und Verbänden in einem kleinen Schrank in der Nordecke. Vor dem kleinen Fenster zum unteren Hof, das mit einer milchigen Glasscheibe versehen ist und einen Fensterladen hat, steht ein kleiner Schreibtisch. Auf diesem befinden sich neben einigen ledergebundenen Büchern über Kräuter- und Heilkunde sowie Aufzeichnungen über die behandelten Patienten, einige feine silberne Werkzeuge, die der Hospitarius bei seinen Untersuchungen und Behandlungen benutzt. In den Schubladen liegen Papier, Tinte und Federn bereit.
In der Südecke des Raumes steht ein kleiner Ofen, um den Raum zu beheizen und um Wasser für die Behandlungen zu kochen.
Der Raum hat drei Türen. Die Tür in der Südostwand ist einfach gearbeitet und hat kein Schloß. Sie führt in das Krankenzimmer (H6). Die Tür in der Südwestwand ist ebenfalls einfach gearbeitet, hat jedoch ein gutes Schloß. Der Hospitarius besitzt den einzigen Schlüssel, mit dem er die Tür verschließt, wenn er einen Patienten untersucht. Durch die Tür gelangt man auf den Absatz einer Treppe, die an der Südwestmauer des Haupthauses hinab auf den oberen Hof führt. Die einfache Tür in der Ostecke führt in die Schlafkammer des Hospitarius (H5). Sie hat ein gutes Schloß.

H5: Schlafkammer des Hospitarius
In der engen Kammer schläft der Heilkundige, um immer nah bei seinen Patienten sein zu können. Eine kleine Öffnung in der Südwestwand, direkt über einem schmalen Holzbett verbindet die Kammer mit dem Krankenzimmer (H6). Sie kann mit einer Holzklappe geschlossen werden.
An der Nordostwand, unter einem pergamentbespannten Fenster, steht ein kleiner, sehr alter Schreibtisch. Darauf liegen verschiedene Zeichnungen und Niederschriften über Pflanzen und Kräuter, sowie die Rezepturen von Arzneien, die noch in der Erprobung sind. Eine Öllaterne und eine Sanduhr finden sich dort ebenfalls. Verschiedene Tinten und Federn zum Schreiben und Zeichnen sowie Papier liegen in einem kleinen Regal an der Wand unter dem Fenster. In dem abschließbaren Fach des Tisches lagert der Heilkundige das Skript des Buches über Heilpflanzen und Krankheiten, das er seit einigen Jahren schreibt und  das sein Lebenswerk ist. Unter den Zeichnungen befinden sich auch einige anatomische Skizzen, die nach den Dogmen der Kirche verbotenes Wissen darstellen. Außerdem hält er hier einige Arzneien, die bei falscher Anwendung schwerwiegende Folgen haben können, und ein Buch über Giftkunde verschlossen. Vor dem Tisch steht ein bequemer Holzstuhl.
Eine Kleidertruhe beinhaltet ein paar alte Kleidungsstücke und ein Tagebuch, das von den Reisen des Heilkundigen in vergangenen Tagen berichtet. Ein alter Kampfstab steht in einer Ecke, daneben liegen einige einfache Pressen aus Holzbrettern, mit denen Bruder Cariath Pflanzen konserviert.
An den Wänden hängen die Bilder verschiedener Pflanzen und Kräuter in glaslosen Holzrahmen.
Eine einfache Tür mit gutem Schloß führt in den Arbeitsraum des Hospitarius (H4). Wenn er nicht in der Kammer ist verschließt er die Tür, zu der sonst niemand einen Schlüssel hat.

H6: Krankenzimmer
Jeweils sechs schmale Betten mit Strohmatratze und Decke stehen mit der Kopfseite an der Nordost- und an der Südwestwand. Zwei davon sind stets von Bruder Jerrald und Schwester Leil belegt, die beide sehr alt und pflegebedürftig sind. Die restlichen zehn Krankenbetten sind meist zur Hälfte mit Patienten aus dem Kloster und den umliegenden Dörfern belegt. Die Fähigkeiten des Hospitarius Cariath sind weit bekannt. Bei der Pflege der Kranken helfen ihm Schwester Lillia und die Novizin Mienn, von denen immer eine bei den Patienten wacht, in schweren Fällen auch nachts. In dem Raum riecht es immer etwas säuerlich nach Fäkalien, Schweiß und Blut.
In der Westecke des Raumes steht ein Ofen zum Heizen des Raumes und zum Erwärmen von Mahlzeiten und Badewasser für die Zuber im Baderaum (H7). An der Südostwand steht ein Tisch, auf dem saubere Tücher, Verbände, Salben und Wasser bereit liegen.
Die vier Fenster in der Südwestwand sind alle mit Milchglasscheiben und Fensterläden versehen und können geöffnet werden.
Zwei einfache Türen ohne Schloß führen in den Raum des Hospitarius (H4) und in den Baderaum (H7)

H7: Baderaum
Drei hölzerne Badezuber stehen an der Nordostwand. In ihnen bereiten der Hospitarius und seine Gehilfen Heilbäder mit Kräutern und Ölen. Diese werden, zusammen mit sauberen Leinentüchern, Seife, Schwämmen und Bürsten, in einem Regal an der Südwestwand gelagert. Vor jedem der Zuber steht ein Stuhl für die Kleidung des Badenden.
Das Badewasser wird von den Laienbrüdern aus dem Brunnen (P1) des unteren Hofes geholt und auf dem Ofen im Krankenzimmer erhitzt.
Der Dampf des Badewassers kann durch schmale Schlitze unter der Decke in der Nordostwand nach draußen entweichen.
Eine einfache Tür ohne Schloß führt durch die Südwestwand in das Krankenzimmer (H6)

H8: Raum der Laienbrüder
In diesem Raum schlafen und wohnen die Laienbrüder des Klosters. Es stehen sechs einfache Holzbetten an den Wänden, zu denen jeweils eine Kleidertruhe gehört. Eine der Truhen ist zur Hälfte mit kunstvollen Schnitzereien verziert. Ein massiver, quadratischer Tisch mit vier kleinen Bänken steht im Zentrum des Zimmers. Auf dem Tisch steht immer ein Krug mit dünnem Bier und einige Tonbecher, sowie ein Kerzenständer aus Eisen. In einem Regal an der Ostwand steht einfaches Geschirr, außerdem liegen hier Karten und Würfel, sowie drei Holzflöten und eine kleine Trommel, mit denen sich die Laienbrüder die Abende vertreiben. Neben dem Regal hängen vier einfache Bilder, die die Umgebung des Klosters zeigen. Sie stammen von Frenald, einem mittlerweile verstorbenen Laienbruder.
An der Westwand steht ein kleiner Herd und ein Regal mit ein paar Töpfen, Pfannen und anderen Küchengeräten. Hier kochen sich die Laienbrüder ihre kargen, aber ausreichenden Mahlzeiten, da sie nicht mit den Ordensmitgliedern speisen. Auf einem kleinen Tisch neben der Tür steht eine Sanduhr, deren Sand in genau einer Stunde durchläuft. Nach dieser Uhr wird die Glocke von Donsay geläutet (s.o.). Einer der Laienbrüder hat immer Uhrendienst.
Die Fenster in der West- und Südwand sind mit Pergament ausgespannt und haben Fensterläden.
Die Tür in der Südwand ist einfach gearbeitet und von innen mit einem Riegel zu verschließen. Durch sie gelangt man auf den Absatz einer Holztreppe, die an der Südmauer des Haupthauses hinab auf den oberen Hof führt.

Die Klosterkirche

Der alte Palas wurde in der Vergangenheit fast vollständig zerstört. Nur die Grundmauern standen noch, als die Anlage von den Yorriciern übernommen wurde. Diese bauten das Haus wieder auf und weihten es den Göttern.
Die Klosterkirche ist vom oberen Hof aus fast zehn Meter hoch.

K1: Klosterkirche

Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt und der Dachstuhl ruht auf gemauerten Bögen. Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.
Man betritt die Kirche durch eine mit Bronze beschlagene doppelflügelige Tür aus dunklem Kirschholz im Nordosten des Bauwerks, sie ist nie verschlossen.
Der Boden für das zweite Stockwerk wurde nicht wieder eingezogen, so daß das Hauptschiff nun gute acht Meter hoch ist. Der Boden wurde sauber mit Steinplatten ausgelegt. Die neue Decke wurde auf gemauerte Bogensäulen gestützt und mit Fresken aus der Geschichten des Ordens verziert. Neun Reihen Holzbänke, die durch einen Mittelgang getrennt sind, bieten für fast einhundert Menschen Platz. In der einen Nische im Nordosten steht eine ein Meter große Holzstatue von Yorric auf einem Sockel, auf dem die Mönche oft Gedenk- und Bittkerze aufstellen. An der Südwand wurde ein großer Kamin, der noch aus den Zeiten stammt, als der Raum als Palas diente, wieder hergerichtet. Im Kaminsims ist ein verborgener Mechanismus eingebaut, mit dem sich ein geheimes Fach im Boden des Kamins öffnen läßt. Hier werden die finanziellen Mittel des Kloster (z.B. 5000GS) aufbewahrt.
Die Bleiglasfenster in den Ost- und Westwänden zeigen Mönche bei den Arbeiten im Kloster: auf dem Feld, im Hospital, im Skriptorium und beim Beten. Sie können nicht geöffnet werden.
Der unter der Plattform liegende Altarraum wird von einem hohen Bogen, der aus kunstvoll behauenem Granit gefertigt wurde, von dem Hauptschiff abgetrennt. Die beiden Bleiglasfenster des Altarraumes zeigen Yorric als Lehrer und Priester. Sie können nicht geöffnet werden. Hinter dem Altar aus grauem Marmor stehen die mannshohen Statuen von Xan, Vana, Dwyllan, Irindar und Thurion, den Göttern des Dheis Albi. In einer großen Schale aus Bronze, die an drei Ketten von der Decke herab vor den Buntglasfenstern hängt, lodert stets ein Feuer, dessen Schein man in klaren Nächten durch die bunten Fenster oft meilenweit sehen kann. Neben den Fenstern hängen die Seile zum Läuten der Glocke von Donsay und zum Herablassen der Feuerschale.
Eine Treppe im Südwesten des Raumes führt nach oben zum Zugang des Burgfried, eine weitere im Nordwesten hinauf in die Glockenkammer. Die doppelflügelige Tür in der Ostwand ist verschossen und führt in die alte Kapelle (K3). Die Schlüssel haben der Abt, der Prior und der Excutor.

K2: Glockenkammer
Der Turm ist aus grau-rotem Stein gemauert. Der Boden ist mit Holzbohlen ausgelegt und das Dach mit Schieferschindeln gedeckt. Die Tür zur Glockenkammer hat kein Schloß. In der Kammer über dem Altarraum hängt die bronzene Glocke von Donsay, ein Geschenk der Kirche von Deorstead. Sie hat einen Basisdurchmesser von mehr als einem Meter und wiegt fast 2000kg. Die Seile, mit denen sie geläutet wird, hängen durch Öffnungen im Boden in den Altarraum herab. Die Kammer liegt über dem Dach des Hauptschiffes und hat Öffnungen in alle vier Himmelsrichtungen. Der Abstand vom Fenster in der Nordwand bis auf den unteren Hof beträgt fast fünfzehn Meter.
Häufig nisten in der Kammer Tauben und andere Vögel, so daß die Glocke und der Boden regelmäßig von Novizen gereinigt werden muß. Eine Strafe, die meist für geringe Sünden verhängt wird.
Eine Wendeltreppe führt hinab in das Hautschiff der Klosterkirche (K1)

K3: Totenkapelle
Die Kapelle stammt noch aus alten Zeiten, sie ist das einzige Gebäude neben dem Burgfried, das nach dem Grenzkrieg noch intakt war. Sie dient heute als Totenkapelle.
Alle Wände sind aus rot-grauem Stein gemauert, alle Böden sind mit Steinplatten ausgelegt und die Decke ruht auf Steinbögen. Das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt.
Die doppelflügelige Tür in der Westwand, die in die Klosterkirche (K1) führt, ist, wenn niemand in der Kapelle ist, verschlossen. Die Schlüssel haben der Abt, der Prior und der Excutor.
Die Bleiglasfenster zeigen, in der Nordwand beginnend, fortlaufend die Lebensgeschichte der Menschen: die Geburt, die Kindheit, die Arbeit und den Tod. Die Fenster sind nicht zu öffnen. Links und rechts vom Mittelgang stehen je drei schmale, reich verzierte Bänke.
Auf dem Altar in der Nische in der Nordwand steht, von einem permanenten Bannen von Licht-Zauber umgeben, die Statue von Ylathor dem Dunklen.
Durch die verschlossene Tür in der Südwand gelangt man in die Gruft der Burg. Den Schlüssel hat der Abt. Die Tür aus alten Tagen ist aus Eiche gefertigt und mit Bronze beschlagen, in der Mitte ist die Mondsichel, das Zeichen von Ylathor aus Steinkohle eingearbeitet. Hinter der Tür führt eine Treppe hinab in den alten Totengang (U1), der zur Aufbahrungskammer (U2) führt.

Der Burgfried

Der Burgfried hat den Krieg fast unbeschadet überstanden. Der Turm hat einen Durchmesser von zehn Metern und eine durchschnittliche Wanddicke von zwei Metern. An der Außenseite ist er fünfzehn Meter hoch. Der dritte Stock wurde von den Yorriciern beim Wiederaufbau komplett neu gebaut.
Der Turm ist aus grau-rotem Stein gemauert und das Dach ist mit Schieferschindeln gedeckt. Alle Decken sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.

F1: Zisterne
Im Zentrum des Raumes ist ein vier Meter durchmessendes Wassersammelbecken drei Meter nach unten in den Fels getrieben. Um das Becken herum führt ein knapp ein Meter breiter Steg aus Steinplatten, der zum Becken hin durch eine schmale, kniehohe Mauer abgeschlossen wird.
Die Zisterne erhält ihr Wasser von den Dächern des Burgfried, des Zellenhauses, des Gästehauses und der Nebengebäude. Es wird über Dachrinnen zum Burgfried geleitet und gelangt dort durch einen zwanzig Zentimeter durchmessenden Schacht in der Ostseite der Burgfriedmauer hinab in die Zisterne. Der Schacht endet mit einer kleinen Öffnung in Bodenhöhe und mündet in einen kleinen Kanal, der das Wasser quer über den Steg durch die kleine Mauer in das Wassersammelbecken leitet.
Auf dem Steg steht ein Eimer bereit, der mit einem fünf Meter langen Seil an einem Eisenring hängt, der in Bauchhöhe in der südlichen Außenmauer befestigt ist.
Direkt an der Nordseite des Raumes ist in Kopfhöhe ein eiserner Fackelhalter in die Wand geschlagen worden. Östlich neben dem Halter führt eine Wendeltreppe hinauf in das Erdgeschoß des Burgfried, wo die Buchbinderwerkstatt (F2) untergebracht ist. Westlich neben dem Fackelhalter ist in der Wand eine Geheimtür verborgen. Sie kann geöffnet werden, indem man den Fackelhalter dreht und gleichzeitig an dem Eisenring zieht. Eine einzelne Person kann dies mittels des Seiles tun, an dem der Eimer hängt. Durch die Geheimtür gelangt man in einen Geheimgang (U10), der zur Ausfallkammer (U9) führt.

F2: Werkstatt der Buchbinder
Der Boden und die Decke sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.
Im Erdgeschoß befindet sich die Buchbinderwerkstatt, in der alle Materialien für das Skriptorium hergestellt und die kopierten Werke gebunden werden.
An der Außenmauer, vor den erweiterten Schießscharten, stehen vier hölzerne Werkbänke, über jeder hängt eine Öllampe. Die Schießscharten sind mit Pergamenthäuten ausgespannt.
Auf einer stehen Wannen und Siebe zum Papierschöpfen, und eine Presse zum Trocknen der Bögen. In einer flachen Holzschachtel liegen einige Symbole, Siegel und Wappen aus dünnem Silberdraht. Sie dienen dazu, Wasserzeichen in das Papier zu prägen.
Unter der Werkbank stehen Tontöpfe mit Leim, Kalk und etwas Salz, Die feinen Holz- und Pflanzenfasern sind in Säcken an der Ostwand gestapelt. Ein Holzlineal, ein kleines, aber sehr scharfes Messer und ein glattgeschliffenes Brett dienen zum Zuschneiden der Papierbögen.
Auf der zweiten Werkbank werden neue Tinten und Farben aus Pflanzenfarben, Blut und gemörserten Mineralien gemischt. Hierfür stehen zwei Mörser aus Ton und Messing, einige tönerne Rührschalen, etliche Löffel, Scheffel und Rührer und eine feine Balkenwaage aus Messing bereit. In einem Regal an der Wand über dem Tisch steht eine Vielzahl verschiedener Töpfe, Säcke und Tiegel, in denen die Materialien aufbewahrt werden. Die fertigen Tinten und Farben werden in kleine Ton-, Metall- oder, besonders wertvolle, in Glasphiolen mit breiter Öffnung abgefüllt.
In einer Holzschachtel werden geschnitzte Kiele und Roßhaar zum Binden neuer Pinsel aufbewahrt.
Auf dem dritten Tisch werden die einzelnen Blätter der Bücher, die im Skriptorium (F3) geschrieben werden, gebunden und auf die gleiche Größe geschnitten. Es stehen Töpfe mit dünnem Leim samt Pinseln, ein scharfes Messer und ein Lineal, ein verstellbarer Holzrahmen und einige Silbernadeln mit Zwirn auf dem Tisch.
Auf der letzten Werkbank befindet sich alles, um ein Buch in Leder zu binden. Feines Leder, Leim, Nadel und Faden, sowie Prägestempel, Gravurwerkzeug und eine kleine Metallkassette mit Blattsilber und -gold sind zu finden. Oft liegen hier auch alte Folianten, die aufgearbeitet werden müssen.
Im Zentrum des Raumes steht ein weiterer Tisch mit drei Stühlen, der als Ablage benutzt wird.
Die Wendeltreppe in der Nordseite der Turmwand führt hinab in die im Keller gelegene Zisterne (F1) und hinauf in das Skriptorium (F3).

F3: Skriptorium
Der Boden und die Decke sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert.
Die sechs Pulte der Schreiber stehen senkrecht zu den erweiterten Schießscharten, die neue Fenster mit Milchglasscheiben haben, so daß das Licht von der Seite auf die schrägen Arbeitsflächen fällt. An jedem der Pulte können zwei Schreiber oder Illustratoren arbeiten, die sich gegenüber sitzen. Die beiden angekippten Arbeitsflächen treffen in der Mitte zu einem ebenen Ablagebord zusammen, auf dem Tinte, Farben, Pinsel, Federn samt Federmesser und eine Öllampe stehen.
An ihren festen Arbeitsplätzen arbeiten die Nonnen und Mönche oft monatelang an der Abschrift und Illustrationen eines Buches.
Im Zentrum des Raumes steht ein schwerer, runder Holztisch, auf dem immer einige Bücher liegen, die die Schreiber bei ihrer Arbeit zum Nachschlagen und zum Vergleich benutzen.
Die Wendeltreppe in der Nordseite der Turmwand führt hinab in die Buchbinderwerkstatt (F2) und hinauf in die Bibliothek (F4).
Durch eine schwere mit Metallbeschlägen verstärkte Tür im Nordosten des Raumes gelangt man in einen Gang, der in die Klosterkirche (K1) führt. Die Schlüssel zu dem guten Schloß der Tür haben der Bibliothekar, der Prior und der Abt.

F4: Bibliothek
Der Boden und die Decke sind aus Balken und Holzbohlen gezimmert, der Boden wurde zusätzlich mit Steinplatten ausgelegt.
Die wuchtigen Holzregale, die bis unter die drei Meter hohe Decke reichen, stehen, zum Zentrum des Raumes hin ausgerichtet, mit einer Schmalseite  zwischen jeweils zwei Schießscharten an der Außenwand. Die Schießscharten wurden mit Milchglasscheiben verschlossen.
In den Regalen stehen insgesamt über dreihundert dicke ledergebundene Folianten über religiöse Themen, wissenschaftliche Werke über Kräuter, Astronomie oder Naturkunde. Aber auch philosophische Werke und Berichte über fremde Länder und Völker sind hier zu finden. Ein großer Teil der Bücher behandelt alltägliche Dinge wie Gartenbau, Tierzucht, Handwerk oder Heilkunst. Im großen und ganzen wird jedes Gebiet, das frei von Verwerflichkeiten ist, in einem der Bücher behandelt. Keines der Bücher hat eine magische Wirkung oder dieses Thema zum Inhalt. Gästen wird es meistens gestattet, Bücher unter Aufsicht in der Bibliothek zu lesen, verliehen werden die Folianten nicht.
Im Zentrum der Bibliothek ist ein runder, drei Meter durchmessender Platz ausgespart. Dort steht ein runder, reich verzierter Eichentisch, auf dem Bücher eingesehen werden können. Eine Öllampe ist fest in der Mitte des Tisches befestigt.
Die Wendeltreppe in der Nordseite der Turmwand führt hinab in das Skriptorium (F3) und hinauf in die verschlossene Bibliothek (F5). An dem Treppenabsatz steht Tag und Nacht eine Wache.

F5: verschlossene Bibliothek
Schriften und Texte über magische, dämonische oder ketzerische Themen werden in der verschlossenen Bibliothek im obersten Stockwerk des Burgfried aufbewahrt. Der Raum wurde von den Yorriciern speziell dafür gebaut. Die Mauern, der Steinboden und die gemauerte kuppenförmige Decke sind mit einem Netz aus Metall durchzogen, um die magische Wirkung einiger der Bücher zu kontrollieren.
An der Wand des Raumes stehen ringsherum massive Regale, in denen Werke mit gefährliches Wissen aufbewahrt werden. Einige der Folianten sind extra in metallbeschlagenen Kisten und Truhen geschlossen, andere sind mit dicken Bändern aus Eisen und massigen Schlössern gesichert. Fast fünfzig Bücher mit mehr oder weniger finsterem Inhalt ruhen in diesem Raum.
Im Zentrum des Raumes steht ein eisernes Lesepult.
Der Orden der Yorricier bewahrt das böse Wissen, um es gegen die Mächte des Chaos und der Finsternis einzusetzen
Doch nur jene, die fest und sicher im Glauben sind, erhalten Einblick in diese Werke, wenn dies nicht mehr zu vermeiden ist und dazu dient, die Diener des Chaos von der Welt der Sterblichen zu bannen.
Die Eisentür im Norden des Raumes ist mit zwei separaten und sehr guten Schlössern gesichert. Zu jedem der Schlösser gibt es nur einen Schlüssel, die vom Abt und dem Bibliothekar aufbewahrt werden. Nur gemeinsam können sie die Tür zur verschlossenen Bibliothek öffnen.
Hinter der Tür führt eine Treppe hinab in die Bibliothek (F4) und eine schwere verschlossene Tür auf den mit Steinplatten ausgelegten Balkon des Burgfried von dem aus man in jede Richtung viele Meilen weit sehen kann. Den Schlüssel zum Balkon hat die Wache, die am Absatz der Wendeltreppe in der Bibliothek (F4) postiert ist.
Vom Balkon hinab bis zum Boden sind es fast dreizehn Meter. Bis auf das Dach des Zellenhauses und des Verbindungsganges zur Klosterkirche sind es fünf Meter, bis zum Dach der Nebengebäude acht Meter.

Die geheimen Gewölbe

U1: Der alte Totengang
Eine Treppe und ein Gang verbinden die Totenkapelle (K3) mit der Aufbahrungskammer (U2). Der Gang ist zwei Meter hoch und einen Meter breit. Die Wände wurde mit grau-rotem Stein ausgemauert, die Decken bestehen aus dem rohen behauenen grauen Fels. Die Böden wurden mit Steinplatten ausgelegt. Am Westende des Ganges befindet sich eine Geheimtür, die in einen Gang (U6) zur Geheimkammer (U7) führt. Um die Tür zu öffnen, muß man gleichzeitig auf zwei Steinplatten links und rechts neben der Tür drücken. Die Tür schwingt nach Westen auf, so daß am Fuß der Treppe zur Kapelle (K3) keine Schleifspuren zu finden sind.

U2: Aufbahrungskammer
Die Kammer ist zwei Meter hoch und wurde direkt aus dem Fels herausgearbeitet. Nur der Boden wurde mit Steinplatten ausgelegt, Wände und Decke bestehen aus behauenem grauen Fels.
In dieser Kammer wurden die Toten nach der Totenwache in der Kapelle kurzzeitig aufgebahrt, bis sie beigesetzt wurden. Hierzu wurde ein Steinsockel von zwei Metern Länge und je einem Meter Höhe und Breite beim Herausschlagen im Zentrum der Kammer stehengelassen. Zwei massive Fackelständer aus Eisen stehen in den nördlichen Ecken des Raumes.
Die Tür in der Westwand ist massiv gearbeitet und mit Bronze beschlagen. Sie führt über den alten Totengang (U1) in die Totenkapelle (K3). Durch die neue Tür aus Kirschholz mit Bronzebeschlägen in der Ostwand gelangt man in den neuen Totengang (U4), der in nordöstlicher Richtung zur Friedhofskapelle (U5) führt. Die Türen sind beide verschlossen, die Schlüssel sind im Besitz des Abtes.
Die doppelflügelige Tür in der Nordwand führt in die Gruft (U3). Sie ist aus dunkler Eiche gefertigt und hat auf Brusthöhe Einlegearbeiten aus schwarzer Steinkohle in Form einer Mondsichel. Sie ist verschlossen und der Schlüssel ist im Besitz des Abtes.

U3: Gruft
Die Gruft stammt noch aus alten Tagen, sie wird heute nicht mehr benutzt.
Die Gruft ist drei Meter hoch und wurde mit Steinplatten ausgelegt. Die Wände, die aus grau-rotem Stein gemauert wurden, wölben sich bogenförmig zur Decke.
Die Gruft wurde seit dem Umbau der Burg nicht mehr betreten, so daß die Luft muffig riecht.
In den vier Ecken des Raumes stehen große eiserne Fackelständer. Es befinden sich fünf Steinsärge im Raum, die mit massiven Platten aus Granit verschlossen sind. Darin ruhen die Überreste von Sire Borgwold MacRathgar, dem ersten Burgherren, die seiner Frau Ferrid NiRathgar und die seiner beiden Söhne Tard und Grored MacRathgar. Im fünften Sarg liegen die Gebeine von Pater Darmin, dem ersten Priester der Burg.
In einer Nische in der Nordwand steht auf einem Sockel eine einen halben Meter große Statue von Ylathor, von einem permanenten Bannen von Licht-Zauber umgeben. Die Figur wurde kunstvoll aus edlem Holz geschnitzt und  mit Kohle geschwärzt.
Die einzige Tür liegt in der Südwand. Sie ist aus dunkler Eiche gefertigt und hat in Brusthöhe Einlegearbeiten aus schwarzer Steinkohle in Form einer Mondsichel. Sie ist verschlossen, der Schlüssel ist im Besitz des Abtes. Durch sie gelangt man in die Aufbahrungskammer (U2).

U4: Der neue Totengang
Diesen Gang haben die Yorricier beim Umbau der Burg neu in den Fels getrieben, um ihre Toten von der Kapelle zur Friedhofskapelle (U3) transportieren zu können. Er ist zwei Meter hoch und einen Meter breit. Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt, die Wände und die Decke sind in dem grob behauenem Stein belassen worden.
Die neue Tür am Südwestende des Ganges ist aus Kirschholz gefertigt und mit Bronzebeschlägen verstärkt, sie führt in die Aufbahrungskammer (U2). Die Tür ist verschlossen, den Schlüssel besitzt der Abt.
Die massive Tür am Nordostende ist schwer mit Eisen verstärkt und ist von innen mit zwei stabilen Riegeln zu sichern.

U5: Friedhofskapelle
Die Friedhofskapelle wurde von den Yorriciern aus grau-rotem Stein mit Schieferschindeldach erbaut, als sie einen Teil des Zwingers zum Friedhof umfunktionierten. Die kleine Kapelle wurde an die östliche Außenmauer der Burg gebaut, die durchbrochen wurde, um den neuen Totengang zur Aufbahrungskammer (U2) zu graben. Die Tür zu diesem Gang ist sehr dick und massiv mit Eisen verstärkt. Von innen kann sie mit zwei stabilen Riegeln verschlossen werden.
In der Kapelle steht ein kleiner Altar mit einer kleinen, schön gearbeiteten und bemalten Statue aus Holz, die Yorric beim Beten zeigt. Viele der Mönche und Nonnen kommen hierher um eine stille Andacht zu halten und um zu meditieren.
Eine Öffnung in der Ostmauer führt auf den Friedhof.

U6: Geheimgang
Der Geheimgang wurde beim Bau der Burg in den Fels getrieben. Decke, Boden und Wände sind alle aus grauem, behauenem Fels. Er ist nur siebzig Zentimeter breit und knapp zwei Meter hoch. Über die Jahre ist der Gang feucht und rutschig geworden.
Am Ostende führt eine Geheimtür in den alten Totengang (U1). Sie ist vom Geheimgang aus sofort zu sehen und zu öffnen.
Am Westende gelangt man durch eine einfache Tür mit einfachem, aber verrostetem Schloß in die Geheimkammer (U7). Die Tür ist verschlossen und wo der Schlüssel heute ist, weiß niemand mehr.

U7: Geheimkammer
Die Kammer ist zwei Meter hoch. Die Decke und die Wände sind grob aus dem grauen Fels geschlagen, während der Boden mit Steinplatten ausgelegt wurde.
Dieser Raum diente als geheimes Versteck und Lagerraum für Dinge, die der Burgherr im Falle einer verdeckten Flucht benötigen würde. Nach Aufgabe der Burg wurde dieser Raum vergessen. Die Yorricier haben keine Kenntnisse über die geheimen Anlagen der Burg.
An der Nordwand hängen zehn mittlerweile verrostete Schwerter und Dolche, ebenso viele Armbrüste und Schilde, die allesamt in schlechtem Zustand sind. Von mehreren leichten Rüstungen sind nur noch verrottetes Leder und ein paar verrostete Metallschnallen übrig geblieben. In zwei Kisten liegen einige Kleidungsstücke, die heute nur noch ein Bettler tragen würde. In einer kleinen, mit einem verrosteten Schloß gesicherten Holzkassette, die mit Metallbeschlägen verstärkt ist, findet man 200 Goldmünzen. Die Lebensmittel und das Wasser, das in den restlichen vier Kisten und Fässern gelagert wurde, sind verdorben.
Die einfachen aber verschlossenen Türen, zu deren verrosteten Schlössern es keine Schlüssel mehr gibt, führen in die Geheimgänge (U6, U8) und den Fluchttunnel (U7a).

U7a: Fluchttunnel
Der Tunnel ist grob in den Fels getrieben worden und führt stetig abwärts. Decke, Boden und Wände sind alle aus grauem, behauenem Fels. Er ist nur siebzig Zentimeter breit und knapp zwei Meter hoch. Über die Jahre ist der Gang feucht und rutschig geworden.
Einst führte er zum Gutshof von Donsay, doch ist er schon während des Krieges eingestürzt.

U8: Geheimgang
Der Geheimgang wurde beim Bau der Burg in den Fels getrieben. Decke, Boden und Wände sind alle aus grauem, behauenem Fels. Er ist nur siebzig Zentimeter breit und knapp zwei Meter hoch. Über die Jahre ist der Gang feucht und rutschig geworden.
Am Westende führt eine Geheimtür in die Ausfallkammer (U9). Sie ist vom Geheimgang aus sofort zu sehen und zu öffnen.
Am Ostende knickt der Gang nach Norden und Süden ab. Die Abzweigung nach Süden führt zu der einfachen Tür der Geheimkammer (U7), die verschlossen ist. Das Schloß ist verrostet und der Schlüssel ist verloren gegangen.
Das kurze Gangstück, das nach Norden hin abgeht, führt zu einer Geheimtür, die von der Gangseite aus sofort zu erkennen und zu öffnen ist. Durch sie gelangt man in den Stall (P3) am unteren Hof.

U9: Die Ausfallkammer
Die Kammer ist zwei Meter hoch. Die Decke und die Wände sind grob aus dem grauen Fels geschlagen, während der Boden mit Steinplatten ausgelegt wurde.
Von hier aus fielen kleinere Truppen durch eine Geheimtür in der westlichen Außenmauer aus. Die Geheimtür ist
von der Kammer aus sofort zu erkennen und zu öffnen, von außen kann sie nicht geöffnet werden.
In der Ostwand ist eine Geheimtür gelegen, die sich in einen Geheimgang (U8) öffnet, weshalb in der Ausfallkammer keine Schleifspuren zu finden sind. Um die Tür zu öffnen, muß man gleichzeitig auf zwei Steinplatten links und rechts neben der Tür drücken.
In der Nord- und Südwand befinden sich Durchgänge, die in zwei Geheimgänge (U10, U11) führen.

U10: Geheimgang
Der Geheimgang wurde beim Bau der Burg in den Fels getrieben. Decke, Boden und Wände sind alle aus grauem, behauenem Fels. Er ist nur siebzig Zentimeter breit und knapp zwei Meter hoch. Über die Jahre ist der Gang feucht und rutschig geworden.
Am Südende führt eine Geheimtür in die Zisterne des Burgfried (F1). Sie ist vom Geheimgang aus sofort zu sehen und zu öffnen. Am Nordende mündet der Gang in die Ausfallkammer (U9).

U11: Geheimgang
Der Geheimgang wurde beim Bau der Burg in den Fels getrieben. Decke, Boden und Wände sind alle aus grauem, behauenem Fels. Er ist nur siebzig Zentimeter breit und knapp zwei Meter hoch. Über die Jahre ist der Gang feucht und rutschig geworden.
Am Nordende führt eine Geheimtür in die Zisterne des Westturmes (W1). Sie ist vom Geheimgang aus sofort zu sehen und zu öffnen. Am Südende mündet der Gang in die Ausfallkammer (U9).

Der Zwinger

Die aus grau-rotem Stein gemauerte, sechs Meter hohe Zwingermauer mußte nur an wenigen Stellen von den Yorriciern ausgebessert werden. Auf ihr verläuft ein Wehrgang, der vom ersten Wehrraum (O3) des Ostturm bis zum Burgfried reicht, der jedoch keinen Zugang zum Wehrgang hat. An den Ecken der Mauer sind Wehrplattformen eingearbeitet.
Der Zwinger wird durch eine Mauer in einen östlichen und einen südlichen Teil getrennt, die ihren Ursprung am Südturm hat. Ein Wehrgang auf der Trennmauer verbindet den ersten Wehrraum des Südturmes (S3) mit der Zwingermauer. Die stabile Tür zum Wehrraum kann von der Turmseite mit einem Riegel verschlossen werden.
In der Mauer ist ein Durchgang mit einem schmiedeeisernen Tor, der die beiden Teile verbindet. Im Südzwinger wurden von Abt Gawan Obstbäume gepflanzt und der Hospitarius Bruder Cariath hat einen Kräutergarten angelegt. Der Boden ist mit Gras bewachsen, das von den Laienbrüdern, außer im Winter, mindestens einmal pro Monat geschnitten wird. Der Ostzwinger dient den Yorriciern als Friedhof für Ordensmitglieder.
Die Grabstellen sind durch behauene Steine und Felsen gekennzeichnet, in die der Name und manchmal auch die Geburts- und Sterbedaten eingemeißelt wurden. Eine kleine Kapelle (U5) wurde von den Yorriciern am Ausgang des neuen Totenganges (U4) gebaut.
Der Boden ist mit Gras bewachsen und wird, wie im Südzwinger, regelmäßig geschnitten.
Die Pflege von Garten und Friedhof obliegt dem Laienbruder Jorold.
Der Zugang zum Zwinger liegt im Ostende der Südmauer. Der Treppengang durch die Mauer hat an der Burginnenseite eine besonders dicke und mit Eisen beschlagene Tür, die mit einem stabilen Holzbalken versperrt werden kann und zum Zwinger hin eine Geheimtür, die von innen sofort erkannt und geöffnet werden kann. Von außen muß man, um die Geheimtür zu öffnen, einen Stein, links neben der Tür und in Brusthöhe gelegen, ein Stück aus der Mauer herausziehen.
 

Die Menschen von Donsay Abbey

Abt Gawan
Der Abt ist ein weiser alter Mann, der jedoch zu mächtigen Wundern fähig ist. Er wurde als dritter, und somit nicht erbberechtigter Sohn von Rod MacAtree schon im Alter von zwölf Jahren dem Orden der Yorricier überantwortet. Er war stets ein fleißiger Schüler und später ein gewissenhafter Priester, der sein Leben in mehreren Gemeinden und Klöstern verbrachte und mehr als ein Dutzend Pilgerfahrten unternahm. Auf einer dieser Fahrten, weit im Süden, wurde Bruder Gawan von den Göttern erleuchtet und fand seinen Frieden. Er kehrte nach Abernoth zurück und ging mit der Gruppe von Priestern, die die Burg Donsay, welche gerade an den Orden gefallen war, zum Kloster aufbauen sollte. Er suchte ein Heim für seine letzten Jahre und wurde zum Prior des neuen Klosters.
Doch schenkten die Götter ihm mehr Zeit auf in der Welt der Sterblichen als den meisten Menschen, so daß Gawan von seinen 95 Lebensjahren nun schon 37 Jahren in Donsay lebt, die letzten zwölf davon als Abt des Klosters.
Mittlerweile hat der alte Mann das Studieren abgeschlossen und philosophiert auf der Basis seines Wissens. Er liebt die Natur und geht häufig im Obstgarten spazieren und läßt sich von den Novizen aus seinen liebsten Büchern vorlesen.
Die weltlichen Dinge des Klosters hat er in die gewissenhaften Hände seines Priors Bruder Bareld gelegt. Dies bedeutet jedoch nicht, das der Abt nicht weiß, was in Donsay vor sich geht. Er verfolgt alle Geschehnisse mit weisem Scharfsinn und handelt mit der Umsicht, eines welterfahrenem und erleuchteten Geistlichen.

Schlafraum: Gästehaus G2

Aussehen : Der alte Mann ist noch gebeugte 1,60 Meter groß und schlank bis dürr. Nur noch wenige ergraute Haare bilden einen dünnen Kranz, und das von Jahren und Wetter gegerbte, blasse Gesicht zeigt tiefe Güte. Seine Augen sind fast blind von den jahrelangen Studien bei schlechtem Licht. Die Hände das Greises sind knochig, aber noch gut beweglich.

Werte:

 

Prior Bareld
Der 51 jährige Priester ist der eigentliche Führer des Klosters, der die Vertretung außerhalb der Mauern übernimmt und interne Angelegenheiten regelt. Abt Gawan hält sich langsam zu alt für weltliche Aufregungen.
Bareld wurde als erster Sohn eines reichen Händlers in Crossing geboren. Er lernte das Geschäftswesen von Kind an und sollte das Geschäft seines Vater übernehmen. Doch als er Mitte Zwanzig war tötete er einen anderen Mann während eines Kampfes, und obwohl ihn die Obrigkeit freisprach, lastete und lastet diese Schuld so sehr auf der Seele von Bareld, das er alles Weltliche hinter sich ließ und dem Orden der Yorricier beitrat. Er verabscheut jede Form von Gewalt.
Seit Bruder Bareld die Klostergeschäfte mit seinen Talenten auf geschäftlichem Gebiet regelt, hat die Gemeinde Donsay keinerlei finanzielle Probleme mehr.
Bareld weiß, daß er der nächste Abt von Donsay sein wird, kann dies jedoch abwarten. Ihn reizt die Verantwortung und das Gefühl die Fäden in der Hand zu halten, der Titel spielt keine so große Rolle für ihn. Er ist ein direkter Mann, rational, pragmatisch und angenehm unbürokratisch. Es gibt nichts schlimmeres für ihn, als zusehen zu müssen, daß die Dinge anders laufen, als er es plante, oder ihm ein Vorgesetzter Vorschriften macht, die er für umständlich oder sinnlos hält. In solchen Fällen kann Bruder Bareld schnell die Fassung verlieren.
Obwohl er das Kloster in allen weltlichen Dingen vertritt und immer den direkten Weg zum Ziel sucht, würde er niemals Abt Gawan hintergehen.

Schlafraum: Gästehaus G3

Aussehen: Pater Bareld ist ca. 1,75 groß, und breit gebaut, Sein rundes gebräuntes Gesicht wird von einem kurzen, schwarzen Vollbart geziert, so daß die klaren blauen Augen einen starken Kontrast bilden. Die schwarzen Haare sind kurz aber dicht. Der Priester macht einen intelligenten und kräftigen Eindruck. Unter seiner Robe entwickelt Bareld langsam aber sicher einen Wohlstandsbauch, was ihn persönlich sehr stört.

Werte:

Bruder Bareld kämpft nur im allergrößten Notfall. Im Zweifel wird er erst einige schwere Treffer einstecken, bevor er angreift. Dies tut er bevorzugt mit dem Stab, wobei er auf die Waffe oder die Extremitäten seines Gegners zielt. Einen Dolch hat er, seitdem er damit einen Menschen tötete, nicht mehr angefaßt, ihm graut davor das sich dies wiederholen könnte.

Fähigkeiten: Geschäftstüchtigkeit, Erste Hilfe, Lesen/Schreiben, Rechnen, Beredsamkeit+10, Heraldik+10, Wahrnehmung+5, Reiten+14, Götter-, Sagen-, Naturkunde +10, Schätzen+12

Wundertaten: Bannen von Dunkelheit, Erkennen d. Wesens d. Dinge, Handauflegen, Reinigen, Heilen von Krankheit, Heilen von Wunden, Segnen, Austreiben des Bösen, Göttlicher Schutz vor Magie, Heilen v. schweren Wunden, Göttliche Eingebung, Weihen, Heiliger Zorn, Laute Stimme, Feuerkugel, Feuerspiel, Feuerwand, Blenden, Blutsbrüderschaft stiften, Heiliges Wort

 

Subprior Marriath
Die junge Schwester ist erst Anfang Dreißig und von Geburt an voden Göttern gesegnet. Sie vollbrachte ihre ersten Wundertaten schon in der Kindheit und ist schon jetzt weiser als viele ältere Mönche und Nonnen es je sein werden. Sie ist die Seele des Klosters, die stets ein offenes Ohr für die Probleme anderer hat und immer bereitwillig hilft wo sie nur kann. Im Kloster ist man sich einig darüber, daß sie sicherlich irgendwann selig gesprochen wird.
Marriath wurde von den Oberen der Kirgh Albai nach Donsay entsannt, weil sie unbequem geworden war. Die junge und erleuchtete Priesterin durchschaute schon früh, daß die Kirche und der Weg der Götter nicht immer dasselbe waren. Sie begann, gegen die Methoden Gottesvertreter zu protestieren und fand schnell Unterstützung im Volk. Die Oberen sperrten sie daraufhin ein und unterzogen sie schrecklichen Prüfungen, um ihre "Besessenheit" zu beweisen, doch mit der Kraft der Götter widerstand sie aller Folter und schließlich schickte man Marriath weit weg, in das Yorricier Kloster Donsay Abbey, fort von den Zentren der Kultur und Religion.
Insgeheim arbeitet Schwester Marriath an einem Buch, das die Mißstände in der Kirche anprangert und nach Reformen verlangt.
Schwester Marriath hält einmal pro Woche den Gottesdienst im Dorf ab und gilt allgemein als Ansprechperson für einfache Leute aus dem Volk. Oft wird sie von den Dörflern geholt, wenn es darum geht ein Kind auf die Welt zu bringen.

Schlafraum: Zellenhaus Z2

Aussehen: Die zart gebaute, 1,67 Meter große Frau ist Anfang Dreißig. Die gütigen grünen Augen harmonieren mit ihrem sanften Gesicht. Ihrem natürlichen Lächeln kann niemand widerstehen.

Werte:

Fähigkeiten: Erste Hilfe, Lesen/Schreiben, Beredsamkeit+10, Götter-, Sagenkunde +13, Heilkunde+12, Körperkunde+4, Kräuterkunde+6, Meditieren+12

Wundertaten : Bannen von Dunkelheit, Erkennen d. Wesens d. Dinge, Handauflegen, Reinigen, Heilen von Krankheit, Heilen von Wunden, Segnen, Austreiben des Bösen, Göttlicher Schutz vor Magie, Heiliger Zorn, Blenden, Lindern von Entkräftigung,
 

Kellerer Nanlor
Der Kellerer ist ein schmieriger dicker Mann, der dringend ein Bad gebrauchen könnte. Jeder weiß, daß er sich immer selbst mit den besten Lebensmitteln versorgt und bestimmt nicht im Zölibat lebt. Er ist im kleinen Rahmen bestechlich und hat ein Talent dafür, alles zu besorgen, was man sucht.
Bruder Nanlor hat viel von der Welt gesehen und gehört, was sich vor allem in seinem recht rauhen Umgangston widerspiegelt. Er reiste lange Jahre als Wache bei Handelszügen mit und kämpfte als Söldner für verschiedene Clans. Er spielte, trank und ließ keine Sünde aus auf seinem Weg durchs Leben.
Niemand weiß, warum der sich Kämpfer im Alter von 40 Jahren ins Kloster begab. Dies ist jetzt sieben Jahre her.
Trotz all seiner Fehler ist Bruder Nanlor fest im Glauben, und wenn er sich auch nicht immer an die Klosterregeln halten mag, würde er es doch niemals verraten.
Gern trifft sich Nanlor abends mit den Laienbrüdern zum Spielen oder mit Bruder Dunrain und Schwester Trayllyn in der Brauerei.
Über die penible Art seines Gehilfen Bruder Orreld macht sich Nanlor häufig lustig, würde ihn jedoch im Zweifel mit seinem Leben verteidigen, weiß er doch, das der junge Bruder ihm schon oft den Rücken gedeckt hat, wenn Fragen bezüglich der Bestände und Lagerinhalte des Kloster aufkamen.

Schlafraum: Zellenhaus Z28

Aussehen: Bruder Nanlor ist 1,70 m groß und dick. Er hat ein rundes, rotes Gesicht und braune fettige Haare. Einige Pusteln und Pickel im zeugen von vernachlässigter Körperpflege. Die Robe des Priester weist selten eine saubere Stelle auf.

Werte:

Fähigkeiten: Erste Hilfe, Lesen/Schreiben, Götter-, Sagenkunde +7, Ballista und Katapult bedienen, Faustkampf, Reiten+15, Trinken, Fälschen+10, Schätzen+7, Schlösser öffnen+6, Wagenlenken+13, Glückspiel+14, Tierkunde+6, Naturkunde+6

Wundertaten: -/-
 

Bibliothekar Dorfat
Bruder Dorfat ist das Produkt einer Liebschaft zwischen dem Priester Claytor und Klara MacNahar, der Frau von Fran MacNahar, einem Gelehrten und Berater von Laird Aelford MacNahar. Als Fran vier Jahre später von der Untreue seiner Frau erfuhr, beschloß er, die Affäre vor der Öffentlichkeit zu vertuschen, seinen Stiefsohn aber sah er als Bastard und ließ ihn seine Verachtung stets mit Wort und Tat spüren.
Als Dorfats Mutter Klara an einer Lungenentzündung starb, war der Junge gerade acht Jahre alt und hatte niemanden mehr, außer seinem Stiefvater, der ihn haßte. Der verstörte Junge begann, sich in die Welt der Bücher zurückzuziehen und verschloß sich immer mehr vor der Außenwelt.
Vier Jahre später erfuhr Claytor von dem Unglück seines Sohnes, und da er ihm nicht direkt helfen konnte, ließ er den Jungen von befreundeten Priestern in den Orden der Yorricier holen. Fran war das Schicksal von Dorfat egal und er gab ihn fort. Von alledem weiß im Kloster niemand.
Heute ist Dorfat ein verschlossener, schüchterner und unsicherer Mensch, der eine Zwangsneurose im Bezug auf seine Bücher entwickelt hat. Er pflegt keinen Umgang mit den anderen Ordensmitgliedern und spricht selbst wenn er aufgefordert wird kaum ein Wort. Er lebt noch immer in und für die Bücher, und würde dafür sogar morden, wenn er es müßte. Wenn einem Fremden Einsicht in die Bücher von Donsay gewährt wird, so läßt er diese Person niemals aus den Augen, und sollte sich der Fremde nicht gebührend benehmen, so beendet Dorfat das Lesen schlicht, indem er, mit steinernem Gesicht, wortlos das Buch schließt und zurück ins Regal stellt. Sollte es zum Streit kommen, wird sich die Wache der Bibliothek zu Gunsten des Bibliothekars einschalten.
Einige der Brüder und Schwestern des Ordens glauben, daß er von den Büchern der verschlossenen Bibliothek beeinflußt wird. Diejenigen, die schon in Donsay lebten, als Dorfat eintraf, können berichten, daß er jedoch schon immer ein gestörtes Verhalten zeigte. Als er zu erstenmal in die Bibliothek kam, soll er sofort angefangen haben zu lesen und fast ein halbes Jahr nicht aufgehört haben. Er aß und schlief kaum und ging nicht zu den Messen. Einige der Ordensmitglieder wollten den Novizen maßregeln, doch Abt Growan entschied, den Jungen in Frieden zu lassen. Nachdem er fast alle Bücher gelesen hatte, begann Dorfat die Bibliothek nach seinen Vorstellungen umzustrukturieren, und geriet an den alten Bibliothekar Walor, der sich derart erregte, daß er an plötzlichem Herzversagen verstarb. Kaum daß Walor beerdigt war, ging Dorfat in die Bibliothek und vollendete seine Arbeit ohne eine Träne vergossen zu haben. Seit diesem Tage ist er der Bibliothekar, gefühlsarm und einsam.

Schlafraum: Zellenhaus Z16

Aussehen: Der Bibliothekar ist groß und hager. Sein blasses schmales Gesicht mit den in tiefen Hohlen liegenden, grauen Augen zeigt keinerlei Gefühl, es bleibt stets eine undurchdringliche Maske. Insgesamt wirkt der blonde Mann Mitte Dreißig sehr gepflegt.

Werte:

Fähigkeiten: Lesen/Schreiben, Rechnen, Heraldik+10, Alchimie, Götter-, Völker-, Rechts-, Sagen-, Gift-, Naturkunde +13, Tier-, Pflanzen-, Kräuterkunde +10, Altoqua alt 4, Chryseisch 4, Twyneddisch 4 , Erainnisch 4 ( alle nur lesen)

Wundertaten: -/-
 

Hospitarius Cariath
(soweit ich weiß, hatte der Hospitarius nichts mit den Kranken zu tun, aber der Name paßt so schön, und klingt besser als Bruder Krankenpfleger)
Cariath, den Hospitarius, ereilte das typische Schicksal eines nicht erbberechtigten Sohnes adliger Herkunft. Um mit einer mächtigen Position in der Kirche die Familie zu stärken, schickte man den Jungen im Jugendalter in ein Kloster. Doch die erhoffte Kariere im Klerus blieb aus, da Cariath schon früh seine Liebe zur Medizin entdeckte. Allerdings war die Tatsache, daß er kranken und verzweifelten Menschen helfen konnte, nie sein wahrer Ansporn. Das Geheimnis des Lebens und die Suche nach den Anworten darauf, wie und warum ein Mensch lebt, atmet, und stirbt, warum er essen und trinken muß und was ihn vom Tier unterscheidet, das waren schon immer seine wahren Motive. Natürlich ist die Suche nach diesem verbotenem Wissen nicht erlaubt, so daß Bruder Cariath schon als junger Priester Probleme mit der Obrigkeit bekam. Nachdem er von der heiligen Inquisition befragt wurde und widerrufen hatte, schob man den jungen Mann nach Donsay Abbey ab, weit weg von den Zentren der Wissenschaft und aus den Augen der Öffentlichkeit. Die Zeichen der Verhöre sind noch heute auf dem Rücken und der Brust des Priesters zu sehen.
Bruder Cariath ist mittlerweile Ende Vierzig und wirkt in einem Gespräch stets kompetent und ruhig. Er hat in seinen langen Jahren als Hospitarius sehr viel über die Menschen und ihre Krankheiten gelernt und ist weit über die Grenzen der Gemeinde Donsay für seine heilkundigen Fähigkeiten bekannt. Aber auch heute noch forscht er im Verborgenem nach den Antworten, was es bedeutet Mensch zu sein, im körperlichen, wie im geistigen Sinne.

Schlafraum: Schlafkammer im Hospital H5

Aussehen: Der Mann im mittleren Alter mit dem grauen Haarkranz ist von großer, normal Statur. Seine blauen Augen wirken klein, da er seine Lider immer etwas zusammenkneift, eine Folge von einsetzender Altersweitsichtigkeit. Wenn er mit jemandem spricht, schaut er seinen Gesprächspartner immer direkt an, als würde er ihn untersuchen und analysieren. Dabei zeigt er stets ein mitfühlendes aber auch recht steifes Lächeln.

Werte:

Fähigkeiten: Erste Hilfe, Lesen/Schreiben, Götter-, Sagenkunde +6, Heilkunde+14, Körperkunde+10, Kräuterkunde+13, Giftkunde+13, Alchimie+8, Naturkunde+8, Menschenkenntnis+9, Wahrnehmung+6

Wundertaten : -/-
 

Excutor Geleach de Soël
Der Hauptmann der Klosterwache stand vor vielen Jahren sehr viel höher in der Hierarchie seines Ordens,doch aufgrund eines Fehlverhaltens wurde Geleach degradiert und als Excutor nach Donsay Abbey, einem abgelegenen und ereignislosen Ort, versetzt. Welche Schuld der mittlerweile über fünfzig Jahre alte Krieger auf sich genommen hat, ist im Kloster niemandem bekannt, doch gibt es verschiedene Gerüchte über Feigheit vor dem Feind bis zum Angriff aus einem Hinterhalt heraus. Geleach spricht nie über seine Vergangenheit, denn noch heute scheint sich der gebrochene alte Mann selbst noch nicht verziehen zu haben.
Seine Aufgaben erfüllt Geleach gewissenhaft und zuverlässig, jedoch auch ohne jede Leidenschaft.
Zu was der Krieger jedoch noch fähig wäre, wenn er jemals seinen Schatten überspringt, ist nicht vorhersehbar.
Trotz seines Alters ist der Excutor ein geschickter Kämpfer und guter Reiter.

Schlafraum: Kammer im Torhaus (T7)

Aussehen: Der Krieger ist von schlanker, drahtiger Gestalt und mittelgroß. Sein Gesicht ist durch Sorgen und Wetter sehr viel faltiger als man es bei einem Mann seines Alters erwarten würde. In dem blaugrauen Augen kann man die gleichgültige Resignation erkennen, die sein Leben bestimmt. Seine Haare sind kurz geschoren und ergraut.

Werte:

Fähigkeiten: Erste Hilfe, Lesen/Schreiben, Götter-, Sagenkunde +5, Ballista und Katapult bedienen, Faustkampf, Reiten+15, Wagenlenken+13, Tierkunde+6, Kampf zu Pferd, Kampf in Vollrüstung, beidhändiger Kampf -2

Wundertaten: -/-

Die Mönche und Nonnen
Schwester Bamylla (Skriptorium) Z8, eine schweigsame, dürre Schwester mittleren Alters, von tiefstem Ernst erfüllt
Schwester Hendria (Skriptorium) Z10, eine hübsche junge Frau, die nicht freiwillig ins Kloster ging
Schwester Lillia (Hospital) Z6, eine intelligente Frau mittleren Alters, die personifizierte Fürsorge
Schwester Reaminn (Scriptorium) Z4, eine kräftig gebaute, Schwester mit schöner Stimme, redet gern
Schwester Taenell (Scriptorium) Z3, eine alte Nonne, war ihr ganzes Leben im Kloster, zutiefst ernst
Schwester Terred (Buchbinderin) Z9, eine praktisch veranlagte, rationale Nonne mittleren Alters
Schwester Trayllyn (Brauerei) Z7, lebensfrohe, übergewichtige Nonne mit dem Herz am rechten Fleck
Schwester Amralia Z5, eine greise Nonne, blind, taub und oft verworren und starrsinnig

Bruder Berdyn (Bibliotheksgehilfe) Z19, junger Mönch, der unter Bibliothekar Dorfat leidet
Bruder Brandir (Skriptorium) Z25, ein penibler Mönch mittleren Alters, der alles mehr als genau macht
Bruder Cirbald (Skriptorium) Z24, ein junger talentierter Schreiber und Zeichner mit Ambitionen
Bruder Cordwyn (Koch) Z26, ein älterer Mönch mit Lebenserfahrung und guter Menschenkenntnis
Bruder Dunrain (Brauerei) Z22, ein älterer hagerer Mönch mit stillem, aber humorvollem Wesen
Bruder Fayell (Skriptorium) Z21, ein junger exzentrischer Mönch, der sich für "auserwählt" hält
Bruder Garth (Buchbinderei) Z23, ein älterer Mönch mit schlichtem Gemüt und schwacher Intelligenz
Bruder Hornned (Gehilfe des Priors) Z20, ein strebsamer, schleimiger Mönch mittleren Alters
Bruder Lerdoth Z29, ein älterer Mönch mit dem IQ eines Kleinkindes, oft völlig verrückt
Bruder Orreld (Gehilfe d. Kellerers) Z27, der ausgleichende Pol zum Kellerer, jung, hager, korrekt
Bruder Told (Buchbinderei) Z18, ein junger Mönch voller Selbstmitleid, redet gern (über sich)
Bruder Troben (Tintenmischer) Z17, älter ruhiger Mönch, der seinen Seelenfrieden gefunden hat

Die Novizen
Novize Fraymar (Brauerei) Z13, 15 Jahre, ist gegen seinen Willen ins Kloster gegeben worden
Novize Herwold (Küche) Z13, 9 Jahre, schüchterner, gehorsamer Junger aus guter Familie
Novize Jerde (Buchbinderei) Z14, 14 Jahre, kräftiger Junge, der lieber zu den Ordenskriegern will
Novize Trold (Bibliothek) Z14, 13 Jahre, schlauer, altkluger Knabe, der sich viel auf sich einbildet
Novizin Merklyn (Skriptorium) Z12, ein großes Talent im Schreiben und Zeichnen mit fröhlicher Natur
Novizin Mienn (Hospital) Z12, 10 Jahre, will so werden wie Schwester Lillia

Die Laienbrüder
Laienbruder Rahmain, älterer Mann von schlichtem Gemüt und langsamer Denkweise, übt sich im Schmieden
Laienbruder Rogard, ein Mann mittleren Alters, dessen Familie an einer Krankheit starb, ist still und fleißig und ein guter Zimmermann
Laienbuder Forric, ein humorvoller Mann, der niemals erklärt hat, woher er sein Wissen übers Schlachten hat und was er noch alles kann
Laienbruder Falmir, der genügsame und sehr intelligente Mann aus der Küche, der vor seinem Eintritt in den Orden ein reicher Händler war
Laienbruder Jorold obliegt die Pflege von Garten und Friedhof, der ältere Mönch neigt zum Sarkasmus
Laienbruder Garwyn, ein junger, kräftiger Mann, der wegen unerfüllter Liebe vor einem Jahr ins Kloster ging

Die Klosterwachen
Bruder Ady de Soël, junger Mann, der sich in Donsay unterfordert fühlt und sich langweilt Bruder Aloch de Soël, ein Mann mittleren Alters, der stets sauber und korrekt ist, auch im Denken Bruder Colwayn de Soël, jung und wild aufs Kämpfen, auch ohne Befehl immer in der ersten Reihe Bruder Galuth de Soël, ein älterer und höchst arroganter Krieger mit nur einem Auge Bruder Gelnur de Soël, jung, still und verschlossen, hat heimlich größte Angst vor einem Kampf Bruder Hollwayn de Soël, der Krieger mittleren Alters hat eine unbeherrschte Natur, laut und nervig Bruder Hulbean de Soël, ein stiller Mann mit der Last einiger Toten auf seiner Seele Bruder Nenryth de Soël, ein erfahrener abgebrühter Kämpfer, der viele Schlachten überlebt hat Bruder Reach de Soël, wie Colwayn ist er kampfgeil Bruder Torrold de Soël, ein junger götterfürchtiger Mann, der glaubt, daß alles vorbestimmt ist

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Volker Sprich

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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