Waffen

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Hallo Leute,
ich möchte mich heute mal über die Gewichtung der verschiedenen Waffen in Midgard auslassen.
Sieht man sich einmal die Schäden an, die Nahkampfwaffen verursachen, stellt man ganz klar fest, daß die Klingenwaffen einen höheren Schaden verursachen, als die Schlagwaffen.
In meinen Augen liegt hier die Sache aber falsch. Ich beziehe mich hier auf eine Ausgabe der P.M. Perspektive 'Welt der Ritter'. In dieser Ausgabe werden die Waffen des Mittelalters kurz beschrieben.

Das Schwert
Es wird als edelste Waffe des Ritters (hier wohl Abenteurer) beschrieben, äußerst wertvoll und relativ bruchempfindlich (nur die besten Waffenschmiede konnten harten und elastischen Stahl herstellen. Der edle Recke benutzte diese Waffe nur im Zweikampf gegen andere Ritter oder relativ leicht gerüstete.

Die Schlagwaffen
Morgenstern, Streithammer, Streitkolben und Streitaxt waren die gefürchtetsten Waffen des Mittelalters. Diese Massivwaffen waren in der Lage die Knochen auch durch schwere Rüstungen zu zerschlagen. Als gefährlichste Waffe wird hier der Streitkolben genannt. Der Streithammer wurde benutzt, um mit der Spitze in die Rüstung zu haken und einen Reiter vom Pferd zu reißen.
Benutzt wurden diese Waffen im Kampfgetümmel, wenn ein Schwert zu gefährdet war.
Alles in allem kann man sagen, daß die Schlagwaffen die gefährlicheren waren als die Klingenwaffen. Auch die Preise sprechen eine deutliche Sprache : ein Langschwert kostet 100 GS eine Schlagwaffe 12 - 25 GS.
Was das lernen angeht liegt das Schwert auch zu günstig. (Fast) Jeder neu erschaffene Abenteurer kann ein Schwert für 1 LP erwerben. Die Schlagwaffen liegen in derselben Kategorie.

Sieht man sich die Bewaffnung der Abenteurer an, stellt man fest, daß fast jeder ein Schwert hat, wenige aber nur Schlagwaffen. Das kommt wohl daher, daß diese Waffen laut Regeln eben mehr Schaden verursachen. Auch die Gefahr, daß sein Schwert zerbricht ist einfach zu gering. Nur bei einem kritischen Fehler:Angriff besteht eine geringe Chance, daß die feine Stahlklinge zerbricht. (Auf der anderen Seite: Wie kann ein massiver Streitkolben aus Stahl zerbrechen? Ich breche mir höchstens die Flossen, wenn ich mit voller Wucht gegen etwas massives schlage.)

Ich möchte daher folgende Vorschläge zur Diskussion stellen:

  1. Die Langschwerter (Anderthalbhänder) abschwächen (z.B. 1W6 (1W6+1))
  2. Die Schlagwaffen heraufsetzen (alle um einen Bonus von +1)
  3. Die Chance, daß ein Schwert im Kampf zerbricht heraufsetzen (Eine Möglichkeit wäre, die Qualität mit W% zu bestimmen die gleichzeitig auch den Bruchfaktor angibt. Bei einem schweren Treffer und einer gelungenen Abwehr wird ein Prüfwurf gegen die Qualität fällig. Bei Mißlingen hat man eben zwei Klingen. Eine mit Griff und eine ohne.)
  4. Die Preise für gute Schwerter extrem heraufsetzen (z.B. 100 + Qualität in GS, Verzierungen gehen extra)
  5. Der Fairneß halber sollten auch die Schlagwaffen teurer werden und zwar und das doppelte. Dafür hat man eine Waffe, die fast unzerstörbar sind (Fast heißt, daß ein Vollmetallstreikolben eben nicht kaputt geht. Ein Streithammer mit einem dünnen Stiel oder die Kette des Morgensterns brechen eher. Dafür fällen einem die Teile eher aus der Hand.)

Wo ich gerade die Preisliste auf dem Sichtschirm anschaue: Welcher Abenteurer hat eigentlich schon ein gepolstertes Unterkleid? Meines Erachtens das wichtigste Rüstungsteil. Während die Rüstung das Durchdringen verhindert (und damit die Gefahr des Verlustes eines Körperteils), dient doch das Unterkleid dazu, die Wucht des Schlages zu dämpfen und zu verteilen und somit Knochenbrüche verhindert. Das hieße eigentlich, daß ein Treffer auf eine Rüstung ohne Unterkleid auf alle Fälle einen Knochenbruch nach sich zieht.
Auch auf die Größe der Rüstung hat das Einfluß: die Rüstungen wurden immer so angefertigt, daß noch Platz für das Unterkleid war. Das hieße für Midgard: eine mittelgroße Rüstung paßt nur einem großen Abenteurer ohne Unterkleid, also eine Nummer größer.

Das verführt mich zu einem Exkurs in Richtung Helme:
Was für Helme werden eigentlich verwendet? Topfhelme, Kübelhelme, Stechhelme oder Bügelhelme ?
Topfhelme sitzen nämlich fast auf der Schädeldecke auf, wird keine gefütterte Kapuze getragen und ein Kopftreffer (von oben) führte unweigerlich zur Ohnmacht. Die Kübelhelme ließen da schon ein paar Zentimeter Platz.

Na, ich seh schon. Das ganze führt ins Unermeßliche.
Möge Laran mit euch sein. (Der benutzt aber nur sein Schwert)

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Dhugal

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