Schriften auf Midgard

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Hallo,
beim Durchblättern der alten MDs bin ich im MD48 auf die Frage nach den Schriften auf Midgard gestoßen. Hier habe ich mal eine kleine Abhandlung dieser Frage, die sicherlich/hoffentlich einige andere auch interessiert. Ich mache dabei auch mal den Versuch, die Lernkosten, bei bekannt sein einer verwandten Schrift, festzulegen. Die angegebenen Prozentwerte geben die Menge an Punkten an, die noch zu bezahlen sind, wenn eine entsprechende Schrift bekannt ist. Wenn keine Prozentwerte angegeben sind, so bedeutet dies immer 100%.

  • Schriftzeichen auf Vesternesse: Einmal gibt es da Atoqua (95% bei Al.), die alte Albische Sprache, die ein eigenes Alphabet besitzt. Des weiteren gibt es auf Vesternesse an lebenden Sprachen Zwergisch (eigene Runen), Elfisch, Erainnisch, Albisch (95% bei At.), Chryseiisch, Twyneddisch. Diese fünf Sprachen haben ein zwar nicht ganz identisches, aber im Grunde sehr ähnliches Alphabet (70% bei Wa., 90% bei Mo.), was bedeutet, das diese fünf Schriften gemeinsam gelernt wurden, wenn man Lesen und Schreiben in einer dieser Sprachen kann. Die Sprache Maralinga hat ein eigenes Alphabet (0% bei NV. und Va.).

  • Schriftzeichen auf Lamaran: Hier sind wohl die größten Unterschiede festzustellen. Während im Norden, in den Küstenstaaten das NeuValinga Alphabet (0% bei Va. und Ma.) dem Maralinga Alphabet (0% bei Ma. und NV) entspricht, sind in Eschar eher arabische Schriftzeichen normal (10% bei Ar.), während es im Ikenga Becken entweder nur eine sehr rudimentäre Hyroglyphenschrift, oder gar keine Schrift existiert. In Buluga gibt es eine recht weit entwickelte Hyroglyphenschrift (60% bei Hu. ), die mit der Hyroglyphenschrift der Hurruti (60% bei Bu.) nicht unverwandt ist. Hurritisch und Luwisch haben das gleiche Alphabet!

  • Schriftzeichen auf Huaxal: Huaxal ist wohl der einheitlichste Kontinent. Neben den sog. Qippi, die eine Knotenschrift bilden, gibt es noch eine Hyroglyphenschrift, die vor allem auf Prachtbauten angebracht wird.

  • Schriftzeichen auf Sirao: Die Waelischen Runen sind eher mit den Vesternessischen Runen verwand (70% bei Ve., 90% bei Mo.), jedoch zu einem Gutteil eigenständig. In Moravod wird ein Alphabet (90% bei Ve. 90% bei Wa.) benutzt, das zwar aus Runen besteht, jedoch nur wenige Ähnlichkeiten mit den Vesternessischen, oder Waelischen Alphabeten hat. Das Alphabet des Medjis ist eine eigene Runenschrift. In der Tegarischen Steppe und Kan Thai Pan, sowie in Minangpahit wird eine Bilderschrift geschrieben, die dem Chinesischen ähnelt. In Aran wird ein Alphabet (10% bei Sc.) verwendet, daß mit dem Scharidischen eng verwandt ist. In Rawindra wird ein eigenständiges Alphabet verwendet.

  • Schriftzeichen sonstiger Inselreiche: Valian hat natürlich das allen Gelehrten bekannte "Maralinga Alphabet" auch heute noch für Valinga (0% bei Ma. und NV) in Benutzung. Die Feuerinseln und die Inseln unter dem Westwind haben noch keine Schrift entwickelt.

    Abkürzungsverzeichnis:

    Ich hoffe, das hilft dem einen oder andern weiter, so das nicht in jeder Sprache Lesen und Schreiben gelernt werden muß. So ist das alles doch viel realistischer und auch besser zu spielen.

    Gruß Jens

    Hallo Leute! Zu den Artikel über die Schriften habe ich jetzt schon mehrere Mails zurück bekommen. Dabei hat mir jemand auch die offizielle Zusammenstellung der Schriften aus dem Gildenbrief geschickt, welche ich nun hier anfügen möchte.

    Buchstabenschriften
    Seemeister: Twyneddisch, Albisch, Maralinga, Erainnisch, Chryseisch, Aranisch, Neu-Valinga, Valinga
    Altoqua: Altoqua
    Tegarisch: Moravisch, Tegarisch, Medjisisch, Berekusch
    Rawindi: Rawindi, Minangpahitisch
    Scharidisch: Scharidisch
    Halftan: Halftan
    Coraniaid: Eldalyn, Hochcoraniaid
    Asad: Asad
    Runenschriften
    Waelska: Waelska, Alt-Waelska
    Dvarska: Dvarska
    Bilderschriften
    Läinisch: Läinisch
    KanThaiTun: 1: Gebrauch, 2. Kanzlei, 3. Zeremonial, 4-6: Alt- & Kunstschriften
    Bulugi: Bulugi
    Nahuatlanisch: Nahuatlanisch
    Gnomenon: Gnomenon
    Meketisch: Meketisch, Alt-Meketisch
    Keilschriften
    Luwisch: Luwisch, Kelwisch, Hurritisch

    Midgard baut auf den Kulturen der Erde auf. Deshalb habe ich mir die historische Entwicklung der Sprache und der Schrift in den entsprechenden Kulturen angesehen (ich bin Historiker und sowas interessiert mich von Haus aus!).
    Was mich z. B. an der Seemeisterschrift stört, ist die Tatsache, daß die Lateinischen Buchstaben sich zwar in den von Rom einst besetzten Gebieten hielten, daß aber zwischenzeitlich durchaus andere Schriftzeichen benutzt wurden, die aber mit der Zeit verschwanden da die meisten des Lesens und Schreibens kundigen über Latein miteinander kommunizierten. Das ist jedoch auf Vesternesse durchaus nicht der Fall.
    Zusätzlich haben die Seemeister wohl nur sehr wenig Einfluß in den nicht-besetzten Gebieten gehabt. Es wäre also sehr erstaunlich, wenn die Twyneddin eine Schrift übernommen hätten, die von ihren Feinden kommt - man sehe sich die Germanen an, oder die Araber. Hier hatte Rom auch seine Vorposten, aber die eigenständige Entwicklung der Schrift ging weiter. Ähnliches gilt für Aran, daß sich ja sehr lange gegen die Seemeister Herrschaft gesträubt hat. Die Griechen sind auch Jahrhundertelang von den Osmanlylar besetzt gewesen und haben doch eine eigene Schrift behalten. Nebenbei bemerkt: Hat jemand schon mal die Alphabete der Deutschen, der Briten, der Norweger, der Franzosen, der Spanier und der Türken verglichen? Hier gibt es schon einige Unterschiede, die sich durchaus beim Schreiben lernen als Problematisch erweisen können. Was ich durchaus als falsch interpretiere, ist die Zuweisung einer Keilschrift auf die Hethiter. Meines Wissenstandes nach, haben die Hethiter keine Keilschrift sondern eine Hyroglyphenschrift geschrieben. Das ich die Schrift der Gnomen und der Halblinge vergessen habe ist traurig. Dazu anzumerken wäre, daß die Halblinge kein eigenständiges Alphabet besitzen, während die Gnome ein vollständig eigenständiges Alphabet besitzen. Ob dies nun als Runen-, Keil-, Bilder-, oder Buchstabenschrift geführt wird bleibt dem Spielleiter überlassen.
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe versucht in dem System auf Verwandschaften zu achten, die die meisten Alphabete trotz eigenständiger Entwicklung der Kultur sich erarbeitet hatten. Deshalb das durchaus komplizierte Lernschemata. Es bringt mehr Realismus in das Spiel und ermöglicht zwar ein rasches, wenn auch etwas realistischeres erlernen vieler Schriften. Inwieweit die SPRACHEN miteinander verwandt sind, sollte man sich auch mal Gedanken machen, denn es ist eigentlich unmöglich, daß jemand der Albisch kann kein einziges Wort Altoqua beherrscht, oder jemand der mit Valinga vertraut ist bei allen Wörtern in Maralinga oder Neu-Valinga vor einem Buch mit sieben Siegeln steht.

    In der Hoffnung auf noch mehr Reaktionen

    Jens

    Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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