Der Kris-Dolch

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Durch einen Beitrag über Indonesien bin ich auf die Idee für eine magische Waffe gekommen, die man auf Midgard wohl in Mingaphit oder Rawindra finden würde:

Der Kris-Dolch

Dies ist eine traditionelle Waffe, die grundsätzlich in diesen Ländern recht äufig anzutreffen ist. Es handelt sich um Dolche mit leicht gebogenem Griff, deren Klinge wie eine Schlangenlinie aussieht. Sie sind eher unscheinbar als reich verziert, denn ihr Wert liegt in ihren magischen Fähigkeiten. Es heißt, der Geist des Vorbesitzers wache über den Träger der Waffe und warne ihn vor Gefahren, indem er in seiner Scheide rasselt. Da ein Kris-Dolch diese Eigenschaft aber schon von Beginn an hat, hängt sie wohl eher von den Fähigkeiten seiner Erschaffer ab.
Im einzelnen ergeben sich die folgenden Werte:

Je mehr dieser Eigenschaften ein Kris-Dolch hat, desto seltener ist er. Der Dolch gibt die Informationen automatisch, ohne Rücksicht auf den Willen seines Trägers. Daher können die Eigenschaften auch unabhängig voneinander ausbrennen. Die Stufen 3 und 4 sind jedoch von den ersten beiden abhängig, eine eingeschränkte Funktion (nur noch Grad von übernatürlichen Gefahren o. ä.) ist allerdings möglich. Der PW:ABW wird auf jeden Fall vom Spielleiter verdeckt ausgeführt.

Im Kampf gibt es keine Vorteile gegenüber gewöhnlichen Dolchen. Ein Kris-Dolch Stufe 1 kostet im Herkunftsland ab 100 GS aufwärts, im Ausland noch mehr. Da Kris-Dolche sehr begehrt sind, werden sie oft gefälscht. Viele Fälschungen gelangen ins Ausland oder werden zumindest an unerfahrene Ausländer zu auffällig günstigen Preisen verkauft.

Nachtrag:
Wir haben über die Kris- Dolche noch mal nachgedacht, und dabei ist uns eine Ergänzung eingefallen. Also:

Erstmal ein Nachtrag, ein Kris gilt als magischer Dolch mit Schadensbonus +1.

In Rawindra gibt es eine spezielle Variante der Kris- Dolche. Sie wird aus den Eckzähnen der dort im Dschungel lebenden Riesenechsen gefertigt. Sie haben die gleichen Eigenschaften wie ein normaler Kris, geben jedoch bei der Warnung vor Gefahr kein Geräusch von sich, sondern warnen ihren Besitzer auf mentaler Basis.

Dafür kosten sie auch das 5 - 10fache eines normalen Kris, da sie nur selten auf den Markt gelangen. Meist behält derjenige, der die Riesenechse erlegt hat auch ihre Eckzähne als Zeichen seines kämpferischen und jägerischen Geschicks und läßt sich daraus einen Kris fertigen (oder tut es selbst, wenn er kann). Ein solches Symbol verleiht seinem Träger hohes Ansehen. Die drei übrigen werden eventuell zum besonders wertvollen Geschenk, verkauft werden sie selten.

Die Bindung zwischen Kris und Träger ist hier besonders ausgeprägt. Der Kris entfaltet seine Eigenschaften in der Hand eines neuen Herrn nur, wenn dieser nicht seinen Vorbesitzer getötet hat. Außerdem muß dieser sich mit dem Kris selbst eine Wunde zufügen (-2W6 AP, -1W6 LP), um diesen nun an sich zu binden. Selbst dann besteht noch eine 15% Chance, daß der Kris ihn ablehnt.

Ist der neue Besitzer ein direkter Nachkomme des alten, sinkt die Ablehnung auf 10%. Allerdings ist es in einigen Regionen des Landes üblich, den Kris auch im Tode bei seinem Herrn zu belassen. Wenn dessen Totenruhe gestört wird, weckt der Kris den Geist seines Herrn, der sich dann mit ihm verteidigt und die Störenfriede zu vertreiben sucht.

Dermot the Dark

und
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Thayet die Katze

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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