Die Exil Huatlanti auf Vesternesse

Wie ja im Nahuatlan- Quellenbuch sowie in der Neuauflage des Abenteuers "Hurakans Heimkehr" (Das zweite Abenteuer in "Die Krone der Drachen") nachzulesen ist, hat sich im Jahre 1825nL ein Teil des Nahuatlantischen Kriegeradels im südlichen Vesternesse angesiedelt. Es handelt sich hierbei in Erster Linie um die Stadt Quiphuc sowie einige kleinere Siedlungen im umliegenden Hochland. Da dies nun bereits ca. 600 Jahre zurückliegt, ist durchaus anzunehmen, daß sich die Kultur der Exil- Huatlanti im Laufe dieser Zeit gewandelt hat und nur noch teilweise der im Nahuatlan-Buch beschriebenen Entspricht.

1. Gesellschaftliche Struktur: Bei den Meisten der Exil- Huatlanti handelt es sich um Nachkommen des ehemaligen Kriegeradels. Im Laufe der Zeit hat sich aus dieser reinen Adelsgesellschaft natürlich wieder eine Art Feudalgesellschaft gebildet. Allerdings gibt es unter den Exil- Hautlanti keine Unfreien, da der Zusammenhalt zwischen den Schichten noch immer sehr gross ist. Die Zusammensetzung der Bevölkerungsschichten ist demnach: 40% Volk, 40% Mittelschicht und 20% Adel.

2. Glaube und Kult: Die Exil Huatlanti verehren die fünf Lichtgötter in ihrer Ursprünglichen nicht pervertierten Form. Sie kennen keine Menschenopfer und für ihre Priester gelten die normalen Lernschemata. Verständlicherweise hält sich die Verehrung Iquibalams in Grenzen, weshalb weder Tempel noch Priester oder Ordenskrieger Iquibalams existieren. Die Verehrung Iquibalams wird von den Priestern der übrigen vier Lichtgötter mit übernommen. Es existieren aber durchaus einige wenige Heiligtümer und Priesterinnen der Iquibalam untergeordneten Göttin Coyolxauquih. Selbstverständlich existieren auch unter den Exil- Huatlanti Caotxil, die hier allerdings genauso verfolgt werden, wie in Nahuatlan selbst.

3. Kontakt zu anderen Völkern: Auch wenn sich die Exil- Huatlanti weitgehend abgeschottet haben, haben sie doch Handelsbeziehungen zu ihren Nachbarn in Erainn, Chryseia und Alba sowie zu den Küstenstaaten und Eschar. Fremden gegenüber sind die meisten Exil- Hautlanti ängstlich und reserviert; hat sich ein Fremder jedoch erst einmal das Vertrauen eines Angehörigen des Adels verdient (z.B. im Abenteuer "Hurakans Heimkehr"), so wird in dieser in der Exil- Hauntlantischen Gesellschaft einfuhren und ihm auch den Kontakt zu weiteren Exil- Hautlanti ermöglichen.

4. Schrift und Sprache: Die beiden Nahuatlantischen Sprachen haben sich im Laufe der Jahrhunderte weitestgehend auseinanderentwickelt, so daß sich eine Person, die Exil- Nahua auf Stufe 3 oder 4 beherrscht, in Nahuatlan fühlt wie ein Kölner in Bayern. Es ist ihr bei konzentriertem Zuhören durchaus möglich, das Thema eines Gespräches mitzubekommen, nicht aber Einzelheiten zu verstehen. Versucht sie sich, in Nahuatlan verständlich zu machen, so wird dies gehandhabt, als spräche sie Nahua auf Stufe 2. Da die Betonung in Exil- Nahua bei weitem nicht mehr so kompliziert ist, wie in Nahua, läßt sich Exil- Nahua auch für nicht Hautlanti für 100FP auf Stufe 4 erlernen. Aufgrund Erainnischer Einflüsse haben die Exil- Hautlanti ihre Schrift von der alten Symbolschrift auf eine neue Lautschrift umgestellt, die genauso zu erlernen ist, wie alle anderen Schriften des Kontinents. Die alte Symbolschrift wird nur noch in theologischen Schriften verwendet und daher auch nur noch von Priestern beherrscht, die sich aber strikt weigern werden, diese einem "ungläubigen" beizubringen. Ein Abenteurer, der die Lautschrift der Exil- Hautlanti beherrscht, kann mit einem in Symbolschrift geschriebenen Text natürlich nichts anfangen.

5. Waffen: Genau wie ihre "Brüder und Schwestern jenseits des Eisernen Vorhangs" kennen die Exil- Hautlanti keine Waffen, die vollständig aus Metall gefertigt sind. Da Obsidian auf Vesternesse jedoch sehr selten ist, wird es häufig durch Eisen oder Bronze ersetzt. Es existieren demnach alle in Nahuatlan üblichen Waffen, die sich jedoch im verwendeten Material unterscheiden.

6. Spielerfiguren aus Exil- Nahuatlan: Grundsätzlich können Exil- Nahuatlanti alle Charakterklassen der Huatlanti haben, und es gelten auch grundsätzlich die Regeln aus dem Nahuatlan- Buch. Einzige Ausnahme bilden Priester und Ordenskrieger, die (wie schon erwähnt) nicht Iquibalam anhängen dürfen und bezüglich ihrer Zaubersprüche wie nicht- Huatlanti behandelt werden. Priesterinnen der Coyolxauquih werden wie PK gehandhabt, und sind wie auch die Ordenskriegerinnen der Coyolxauquih ausschließlich weiblich.

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Axel Schneider

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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