Die Giftmischer Nr. 17 - Ixal und Lettrotes

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Da sitzt man als Kräuterhändler in Torua und wartet so auf Kundschaft und wundert sich doch immer, wieviele Sachen es auf Midgard doch gibt, über die nur wenige Bescheid wissen.
Man kann nicht lange genug suchen, man findet bestimmt immer wieder etwas neues, mit dem man nicht gerechnet hat.
Heute kam wieder Nachricht von Vernet, in dem er die Giftnessel beschreibt und dann kam noch eine Schriftrolle von Schaldor, einer wohl sehr ungewöhnlichen Persönlichkeit. Vielleicht kommt er ja eines Tages auch hierher, Eschar ist ja nicht zu weit weg.
Vielleicht ergibt es sich ja, auch, daß ich mal wieder auf eine Reise gehe, um mal wieder den Wind in den Haaran zu spüren und neue Sachen zu entdecken...

Die Giftmischer - Ixal und Lettrotes

Ausgabe 17

Giftnessel

Aussehen:
Giftnesseln kommen häufig an schattig, bis finsteren Orten vor (oftmals in Höhlen). Da sie nicht von der Fotosynthese abhängig sind, sondern ihre Nährstoffe und Lebensenergie aus dem Boden beziehen, speziell aus Erzen welche darin vorhanden sind, gibt es sie in vielfältigen Farbtönen. Je nach Untergrund schwanken sie zwischen braun (Eisenerze), rot (Kupfer), violettblau (Blei), beige (Silber) oder blaßgelb (Gold). Ähnlich Brennesseln kann diese Gattung bis zu 1.50m hoch werden, hat aber wesentlich weniger Blätter und einen holzigen Stengel. Die Blätter sind gezackt, pelzig und besitzen an den Unterseiten mikroskopische Giftstacheln. Im Blütestadium leuchten (fluoreszierend), an den Blattansätzen, verkümmerte Knospen, welche wie kleine Perlen aussehen, die noch vor dem öffnen wieder absterben (Ihre Farbe ist der Art entsprechend).
Vorkommen:
Höhlen, Grotten und düstere Gemäuer, auf und in Erzvorkommen.
Wirkung:
Kommt die Giftnessel mit der ungeschützten Haut in Kontakt, so dringen winzige Injektionsstacheln in sie ein und verabreichen den mit Metall angereicherten Pflanzensaft. Neben stechendem Schmerz (für 1W6+1 Stunden) und dem anschließenden Juckreiz (1W6+1 Tage) erleidet das betroffene Wesen schweren Giftschaden wenn sein Resistenz misslingt, sonst leicht.

Schaden pro Fläche und Schmerzmalus Juckmalus 1W6-3 Hand, Fuß 1 bzw. 5% 0 bzw. 0% 1W6-1 Gliedmaße 1 5% 1 5% 1W6+1 mehrere Glieder 2 10% 2 10% 1W6+3 halber Leib 3 15% 2 10% 2W6+2 gesamter Leib 4 20% 3 15% 1W6+1 Gesicht 3 15% 3 15% 2W6 Augen 6 30% 4 20% (EW:Ko sonst permanentes Erblinden, nur durch Allheilung aufzuheben)

Die Schäden addieren sich ggf. auf, von den Mali gelten jeweils die höchsten und sie erstrecken sich auf alle EW und die PW: St, Ge und In.
Werden Giftnesseln entflammt, so verbrennen sie langsam und unter großer Rauchentwicklung. Ein Abenteurer der den Rauch atmet erleidet jede Runde 1W3 Punkte schweren Schaden (bzw. leicht bei gelungenem PW:Gift). Der PW ist jede Runde erneut nötig.
Nutzung:
Giftnesseln werden bevorzugt zur Herstellung von schnellwirkenden Giften verwendet. Hochreine Destillate des Pflanzensaftes können z.T. auf der Stelle tödlich wirken (der SL entscheidet), Injektionsgift, variierender Schaden.
Weiterhin kann man auf die Existenz von Erzvorkommen schließen, wenn man Giftnesseln findet. Im Volksmund wird diese Pflanze deshalb auch "Goldnessel" oder "goldenes Gift" genannt.

gez.
Vernet Branka , Hexer (Man sagt, er habe magische Kräfte)


Tabujayounga

Der Tabujayounga ist ein 6-10cm langer Baumfrosch aus den dichten Waldgebieten rund um die zentralen Flüsse. Er läßt sich, auch von ungeübten Tierforschern, sehr leicht entdecken und zeigt sich dem Betrachter gegenüber nur selten scheu. Die Haut des Tabujayounga ist leuchtend rot gefärbt und von 1-3 (je nach Alter des Frosches) dunkelgrünen Streifen, die vom Kopf bis zum Hinterleib verlaufen, verziert. Ein derartig auffälliges Kleid kann sich der Tabujayounga nur dank seiner extremen Giftigkeit erlauben. Bei Gefahr sondert der Frosch, über Hautporen ein Sekret aus, das zu den stärksten bekannten Giften der Welt zählt. Die Schonobi benutzen das Gift des Tabujayounga als Pfeilgift, für die Jagd und den Krieg. Dazu werden die Frösche mit einem Blatt gefangen. Der Frosch reagiert auf eine derartig rüde Behandlung sehr aggressiv und sondert größere Mengen seines gefürchteten Sekrets ab (mit jedem Frosch nur 1 mal am Tag möglich). Nach einer Minute lassen die Jäger den Forsch wieder frei, da er als einer der Totem der Jagd angesehen wird. Vorkommen: in der Nähe der großen Flüsse des Ikenga-Beckens, selten. Wirkung: Mit einem, wie oben erhaltenen, Giftblatt können 1W3+1 Pfeile oder 1W3+2 Wurf- oder Blasrohrpfeile vergiftet werden. Bloßer Hautkontakt mit dem Gift verursacht den Verlust von 2W6+2 AP und LP bei mißlungenem, die Hälfte bei gelungenem, PW: GiT. Ein schwerer Treffer mit einer damit vergifteten Waffe verursacht, zusätzlich zum normalen Schaden der Waffe, 4W6+4 Schadenspunkte durch Gift falls der PW: GiT mißlingt, andernfalls die Hälfte. Die Jagdbeute darf nur in gebratenem oder gekochtem Zustand verzerrt werden, da das Gift dadurch zerstört wird. Andernfalls zieht man sich 1W6+3 Punkte schweren Schaden bei mißlungenem PW: GiT, bzw. die Hälfte bei gelingen des PW, zu. Bei den Giftschäden werden, selbstverständlich, keine Schadenspunkte durch die Rüstung abgefangen.

Schaldor ibn Abaman

Eure Giftmischer

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Wil & Letti

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