Webster's Magische Artefakte

"Der Wächter der Frauen"

Mit dem Ende der Sritra-Tyrannei vor ungefähr 350 Jahren begannen die Menschen von Rawindra langsam, auch die großen Urwaldgebiete im Inneren des Landes wieder neu zu besiedeln. Die Bevölkerung der küstennahen Gebiete hatte nun endlich wieder einen nahezu ungefährdeten Zugang zu den unendlich erscheinenden Wäldern mit ihren reichen Vorkommen an Tieren und vor allem Pflanzen.

Seit über vier Jahrhunderten hatten so zum Beispiel die Alchimisten, Kräuterfrauen und natürlich auch die Händler auf viele wertvolle, nützliche und seltene Pflanzenarten verzichten müßten, die nur im Inneren des Landes gediehen und deren Ernte ein viel zu großes Risiko in den von den Echsenwesen beherrschten Landen dargestellt hätte.

Als erste der angesprochen Gruppen begannen die - meist noch dem schamanistischen Glauben anhängenden - Kräuterfrauen, sich auf die Suche nach den heilkräftigen Früchten und Wurzeln zu machen, von denen sie meist nur noch aus Erzählungen ihrer Vorfahren wußten. Da diese Frauen aber auch in den küstennahen Gebieten des Landes, die vom Joch der Sritra einigermassen verschont blieben, noch genügend Respekt und Anerkennung bei den Anhängern der "modernen" Götter genossen (viele der Naturgeister, die von der Bevölkerung schamanistischen Glaubens noch heute verehrt werden, haben inzwischen in der rawindischen Gesellschaft den Status von Halbgöttern bzw. mehr oder weniger freundlich gesinnten Geistern und Dämonen), befürchteten deren Bewohner, daß diese weisen Frauen das Opfer der manchmal immer noch auftretenden versprengten Reste des Echsenvolkes werden könnten.

Zum Schutz der kräuter- und heilkundigen Frauen, die den Mut aufbrachten, die immer noch gefährlichen Wälder zu betreten, schufen rawindische Schamanen/Thaumaturgen in dieser Zeit Artefakte, die jenen zum Schutz gegen unbekannte Gefahren auf ihren Streifzügen im Wald dienen sollten. Der rawindische Name für diese Art von Schutzamuletten lautete übersetzt "Wächter der Frauen". Hier nun eines davon:

Eine kleine Statuette (ca. 6 * 3 * 3 cm) aus der hierzulande seltenen kanthanischen Jade stellt eine zusammengerollte, schlafende Katze dar. Auf dem Boden der Figur kann man - bei günstigem Blickwinkel und der richtigen Beleuchtung (EW:Wahrnehmung) - feinste Gravierungen in Zauberrunen und Rawindi erkennen. Die Runen können einem Eingeweihten sagen, daß in diesem Artefakt die Seelen dreier "Katzen" eingebunden sind und wie man sie für sich nutzen kann (EW:Zauberkunde-2), die Gravierung in Rawindi bezeichnen die Schlüsselworte "Wache, Katze". Jede WEIBLICHE Person, die "Wissen von der Magie" sowie einen der Zauber "Macht über das Selbst" oder "Segnen" (auf sich selbst) beherrscht, kann sich durch Konzentration unter Anwendung des entsprechenden Zaubers auf diesen "Leibwächter" einschwören und braucht dann nur noch die Schlüsselworte (in Rawindi) auszusprechen, damit ihr eine dieser Katzen zu Hilfe kommt:

Geistertiger
Gr5 18 LP - AP Resistenz wie die Herrin des Artefakts
TR RW 90 HGW 90 B 36 Abwehr +13
Angriff: 2*Tatze+10 (1W6+1), im Handgemenge zusätzlich Biß+10 (1W6+2) und Hinterpfoten+10 (1W6+1)
Bes.: Schleichen+9, Tarnen+9

Geisterleopard
Gr5 14 LP - AP Resistenz wie die Herrin des Artefakts
TR RW 90 HGW 80 B 36 Abwehr +13
Angriff: 2*Tatze+9 (1W6), im Handgemenge zusätzlich Biß+9 (1W6+1) und Hinterpfoten+9 (1W6)
Bes.: Schleichen+12, Tarnen+12

Geisterluchs
Gr2 9 LP - AP Resistenz wie die Herrin des Artefakts
OR RW 95 HGW 70 B 36 Abwehr +12
Angriff: 2*Tatze+8 (1W6-1), im Handgemenge zusätzlich Biß+8 (1W6)
Bes.: Schleichen+15, Tarnen+15, WM-2 auf gegnerischen Angriff

Die Wächterkatzen stehen in einer lockeren geistigen Verbindung mit der Artefaktträgerin, so daß sie zwischen Freund und Feind unterscheiden und EINFACHE Anweisungen befolgen können, und kämpfen bis zu ihrer Vernichtung, höchstens aber 2 Minuten (12 Runden) für ihre Herrin, anschließend entscheidet ein PW:ABW20, ob die Seele wieder in das Artefakt gebunden wird.

Brennt der "Wächter" aus, entscheidet ein EW:psyZR, ob die befreite Katzenseele ihrerseits die Trägerin angreift (nicht bei Vernichtung der Geisterkatze, diese Seele ist frei und das Artefakt beinhaltet nur noch die übrigen Geister). Wendet ein Mann das Artefakt an, brennt es automatisch aus (wobei ihm allerdings noch drei EW:psyZR-6 zusteht). Welche der drei Katzen erscheint, kann selbst die Trägerin nicht bestimmen, der SpL würfelt dazu mit W3. Die Katzen brauchen jeweils zwei volle Runden zum materialisieren und sind nur durch schwere Treffer mit einer magischen, silbernen oder geweihten Waffe zu treffen!

Die Statuette weist eine magische und eine finstere Ausstrahlung auf, die daher rührt, daß die drei Katzengeister gegen ihren freien Willen in das Artefakt gebannt wurden und somit quasi untot sind.

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