Giftmischer

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'Heute muß ich besonders aufpassen, wenn ich dieses Hexenmilch und den Grünspan genauer untersuche', denkt sich Lettrotes, während er die Beschreibungen der beiden Pflanzen durchliest.

"Hey Ixal, Du mußt mir mal bei Gelegenheit erzählen, wie Du auf diese doch außergewöhnliche Hexenmilch gestoßen bist. Vor allem würde mich mal interessieren, ob Du das alles selbst schon überprüft hast, was die Wirkung betrifft, " sagt Lettrotes mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Dafür bist Du doch jetzt zuständig, " ruft Ixal aus der Bibliothek, "und wenn Du es unbedingt an Dir selbst testen willst, bitte schön. Ich bringe Dich dann zum Heiler."

Lächelnd bereitet Lettrotes die Apparaturen vor und betrachtet neugierig die Flechte namens Grünspan im Glaskolben vor ihm.

"Also ich kenne jemanden, dem würde es nichts ausmachen, sich vom Grünspan befallen zu lassen. Der ist schon wahrlich keine Schönheit und dadurch kann es fast nur besser werden.", grinst Lettrotes und Ixal erwidert: "Über wen lästerst Du denn jetzt schon wieder?".

"Na über meinen alten Kumpel Isonowitsch, den Waldläufer. Dem möchte ich nachts nicht allein im Wald begegnen. Und wenn er dann noch mit diesem Grünspan 'bekleidet' ist, ....". "Wird mal Zeit, daß Du ihn mir vorstellst, aber jetzt sieh zu, daß Du fertig wirst, denn der neue Giftmischer muß fertig werden.", entgegnet Ixal.

Und das ist sie dann auch, die
Ausgabe 7

  • Hexenmilch
  • Grünspan
  • Hexenmilch

    Hexenmilch ist eine Wiesenpflanze, deren Blätter aus einem einzigen Stengel entwachsen. Sie hat runde Blätter, die zu fünft jeweils an einem kleineren Nebenstengel wachsen. Die Blüten dieser Pflanze sind hellgrün, so daß die Pflanze auf eine Wiese kaum auffällt. Im Herbst, wenn das Kraut abgeblüht ist, finden sich kleine bläulich schimmernde Samenkapseln an der Pflanze. Diese Samenkapseln haben kleine Widerhaken, die sich in Gewebe und Fell festsetzen. Gibt es auf der Wiese keine weitere Pflanze dieser Art, so daß nach einigen Jahren, sich immer noch keine Samenkapsel gebildet hat, so kann die Pflanze sich ein einziges Mal selbst bestäuben und stirbt dann mit einer einzigen Samenkapsel ab.

    Vork.: in den gemäßigten Breiten, auf Mischwiesen, selten.

    Verw.: Wird die frische Pflanze abgebrochen, so quillt aus dem Stengel ein weißer Saft. Der Saft selber ist in diesem Zustand leicht giftig (1W6-2 LP). Interessant wird es erst, wenn man eine Pflanze findet, welche sich selbst bestäubt hat und die Samenkapsel sich noch an der Pflanze befindet. Wird die Kapsel nun in ein Gefäß gegeben und mit Barjokraut und etwas Serjanblut verkocht, so daß eine bräunliche Masse übrigbleibt, so ist dies nun Gift, welches einen eher unauffälligen Geschmack von Barjokraut hat (Schaden 1W6 bis 2W6, je nach Größe der Pflanze). Eine Vergiftung äußert sich zuerst in Unwohlsein und starken Kopfschmerzen. Später beginnt die Haut sich zu verfärben (grünlich) und in diesem Stadium kann die Vergiftung erkannt werden. Nach 1W10 Tagen klingen die Beschwerden ab. Bei jeder weiteren Dosis wirkt das Gift allerdings stärker und ab der 4. Dosis ist keine Rettung mehr möglich, das Opfer stirbt unter Qualen innerhalb eines Tages. Rettung ist dann nur noch mit gleichzeitiger Anwendung von "Allheilung" und "Bannen von Gift" möglich. (Anm. wird beim Verkochen der Pflanze kein Barjokraut verwendet, so erhält man kein Gift sondern eine abscheulich riechende und schmeckende Masse).

    Ixal

    Grünspan

    Art: grüne Flechte

    Vorkommen: selten in Dschungelgebieten

    Verwendung: Bei Hautkontakt mit der Flechte oder mit den auf Gegenständen sitzenden Sporen siedelt sich diese mit 90%er Wahrscheinlichkeit auf der Haut an und fängt an sich langsam auszubreiten. (20% des Körpers täglich, durch ständiges abrubbeln der Flechte halbiert sich die Wachstumsgeschwindigkeit). Ist ein Mensch überwuchert wird die Hautatmung leicht behindert und sein APMax sinkt um 10%. Dafür schützt die Flechte wie eine zweite Haut und schützt 1LP&(1AP bei leichten Treffern). Das Aussehen sinkt auf 10%, di e PA auf 50%.

    In Städte werden infizierte Personen nicht eingelassen, auch wird niemand in den Vorkommensgebieten von solchen Personen Geld oder Gegenstände annehmen. Die Flechte läßt sich durch mehrtägiges ständiges Einölen des ganzen Körpers und sorgfältiges Reinigen (Kochen) aller Sachen bekämpfen. Während der Behandlungsdauer von 2W3 Tagen sinkt das APMax auf die Hälfte und das LPMax sinkt täglich um 1 (Hautatmung!) (der Zauber Reinigen zerstört die Flechte).

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    Doberon & Pymar

    Die Giftmischer sind und bleiben:

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    Wil & Letti

    Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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