Obsidian: Wasteland - Beyond the Outposts

Name: Wasteland - Beyond the Outposts

Art: Quellenband für Obsidian
Quellenbuch für Obsidian: The Age Of Judgement
203 DIN A4-Seiten, farbiges Softcover

ISBN: 0-96712-631-2

Preis: 26 Euro

Kontakt:
Apophis Consortium
EMail: Micah@-SPAMSCHUTZ-apophisconsortium.com
Homepage: www.apophisconsortium.com

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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Der Inhalt
Jenseits der Zone liegt das Wasteland. Während die Zone, eine gigantische Festung, die letzte Zuflucht der Menschheit ist und ihnen Schutz vor den Angriffen der Dämonen bietet, ist das sie umgebende Land wüst, lebensfeindlich und voller Dämonen. Doch auch dort leben Menschen. Zwangsläufig, da sie zum Großteil aus der Zone verbannte Schwerverbrecher sind. In dieser Region, die an die manifestierten Länder der einzelnen Höllenzirkel grenzt, kommt natürlich nicht gerade das Beste im Menschen zum Vorschein. Jeder Tag ist ein neuer Kampf um Überleben, Schwäche wird nicht toleriert. Man muß sich das Ganze so wie bei Mad Max vorstellen, dann hat man’s.
Nur daß bei Mad Max keine Dämonen, Kultisten der Hölle und marodierende Untote Armeen die Einwohner bedrohen. Das Land ist -wie man sieht- höllisch gefährlich und paßt damit in das vom Grundbuch vorgegebene Schema.
Aufgeteilt ist das Buch in fünf Kapitel, die jedesmal von einer mehr oder weniger gelungenen Kurzgeschichte eingeleitet werden. Im ersten Kapitel wird das Wasteland, die umgebenden Länder der Hölle sowie Städte und Siedlungen vorgestellt. Mir persönlich war das alles viel zu kurz. Gerade die Städte werden auf maximal einer Seite abgehandelt, ohne daß dort wichtige Charaktere oder Gebäude der Stadt näher vorgestellt werden. So bleiben die Städte recht farblos. Und das ist schade, werden sie doch oft als Ausgangspunkt und Heimathafen der Spieler dienen.
Kapitel zwei gibt Richtlinien, wie man einen Charakter erschafft und spielt, der im Wasteland aufgewachsen ist oder den es dorthin verschlagen hat. Fahrzeuge, Ausrüstung und einige Waffen gibt es Kapitel drei. Gewohnter Stoff.
Das vorletzte Kapitel stellt die drei großen Militärorganisationen vor, die in den verwüsteten Gegenden für Recht und Ordnung sorgen, mehr oder weniger jedenfalls. Dazu noch Dämonen, neue Kulte und Sekte. Und es wird der achte Kreis der Hölle, Pestilenz, vorgestellt. Kein schöner Kult, soviel sei gesagt.
Kapitel fünf bietet dann Spielleiterinformationen. Regeln, neue Kultkräfte, Artefakte, Storyideen, was man halt in so einem Kapitel erwartet.

Die Aufmachung
Grafisch gibt es dem ganzen Buch nichts zu meckern, der hohe Standard des Grundbuches wird fortgesetzt. Viele Grafiken fangen das Flair gut ein und helfen sehr bei der Vorstellung des Wasteland. Einige wenige sind mir persönlich zwar zu steril und Cyborg-lastig, aber das ist Geschmackssache. Inhaltlich ist am Aufbau diesmal nichts auszusetzen, anders als noch beim Grundbuch. Die Kapitel sind in logischer Reihenfolge angelegt und setzen keine Informationen voraus, die man erst im letzten Kapitel erfährt.
Nur die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler trüben das Bild. Das hätte echt nicht sein müssen, vor allem nicht bei einer US-Firma.

Fazit:
Wasteland: Beyond The Outposts bietet eine Fülle von Informationen und Anregungen, wenn man seine Gruppe einmal in eine extrem lebensfeindliche Umgebung schicken will. Wer als Obsidian-Spieler einmal raus aus der überfüllten Enge der Zone möchte, dem bietet sich hier die Gelegenheit. Ein kreativer Spielleiter wird sicher eine Menge Möglichkeiten finden, seine Spieler in das Wasteland zu schicken. Was mich allerdings wirklich gestört hat, ist der Mangel an NPC’s. Wo sonst andere Rollenspiele mit interessanten Charakteren nur so strotzen, bietet Wasteland nichts, nada, nixe. Das ist schade, da sich solche NPC’s gut als Storyaufhänger eignen und auch viel Atmosphäre vermitteln. Warum die Autoren das in diesem Band nicht getan haben, ist mir ein Rätsel. Gut, dem Spielleiter wird so alle Freiheit gegeben, aber das ist mir eine zu schwache Begründung. Ein zweiter Punkt, der mich störte, ist die Tatsache, daß die Städte so kurz und knapp abgehandelt werden. Sie sind nicht mehr als einige Statistiken, oftmals überflüssige dazu. Oder interessiert es jemanden, wieviel Energie eine Stadt pro Tag erzeugt? Hätte man sich auf einige wenige Städte konzentriert, wären diese sicher lebendiger, farbenfroher, einfach besser geworden.
Wer ein Quellenbuch über verwüstete Regionen mit Mad Max-Feeling sucht, kann hier wohl zugreifen, muß aber noch einen Haufen Arbeit reinstecken, um das Land richtig zum Leben zu erwecken.
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