Alba

Alba, das im Herzen Vesternesses liegt, trägt eine kulturelle Besonderheit, die zurückzuführen ist auf die geschichtliche Entwicklung und die späteren Einflüsse im Zeitalter, der sogenannten "Neuzeit"; diese Besonderheit zeigt sich in der kulturellen Zerrissenheit des Landes. Aufgrund dieser Zerrissenheit ist Alba grob in zwei Spähren zu unterteilen, in denen sich das Leben einfach unterschiedlich abspielt: Zum Einen, in den isolatorisch geprägten Norden, speziell dem rauhen Hochland der Offerten und dem Vorgebirge des Pengannion. Und zum Anderen, in den, in den Tiefen des Alten Waldes und den weitläufigen "Lowlands" liegenden, weltoffeneren "Süden" des Landes. Der Unterschied zwischen diesen beiden Spähren in der Lebensweise, der dort ansässigen Menschen, wird jedem unvoreingenommenen Betrachter, der ganz Alba bereiste, offenkundig. Der Norden ist in seiner geistigen Haltung konservativ und hält seit eh und je, an den überlieferten Traditionen seiner Vorfahren fest, seien sie nun Gut oder Schlecht; die Menschen dort, sind von hartgesottener, kämpferischer Natur, tagtäglich bedacht, ihrer ungastlichen, wilden Umwelt die Stirn zu bieten, um ihr karges und einfaches Leben zu leben; sie sind zum größten Teil festgefahren in ihren Ansichten und daher oft intolerant gegenüber anderen, fremden Einflüssen; sie denken noch in den alten Bahnen und sind der eigenen Gemeinschaft bis in den Tod verbunden, denn das Rückgrat dieser nordalbischen Gesellschaft ist das traditionelle Clansystem. Nur die eigenen Werte und Tugenden werden akzeptiert So kommt es, daß der Süden von ihnen ignoriert oder gar verachtet wird, da er ihrer Meinung nach, die eigene Identität über Bord geworfen hat und nun nur noch über eine "Zusammengepanschte" verfügt, die von äußeren, verunreinigenden Einflüssen geprägt wurde. Nirgendwo anders in Alba ist die Clanverbundenheit- die Verbundenheit zum eigenen Blute- so stark wie im Norden des Landes Der Süden des Landes in seiner geistig offeneren Haltung, schaut wiederum mit mitleidigem Blick auf den Norden herab, weil dieser so starrsinnig und uneinsichtig an der nach ihrer Meinung veralteten Lebensweise festhält. Zwar existiert auch hier im Süden noch das Clansystem, doch ist die Blutsbande längst nicht mehr so stark wie im Norden und ein durchreisender Fremder könnte zuweilen glauben es handele sich um ein feudalistisch geprägtes Land wie z.B. Erainn. Diese Annahme ist dann auch gar nicht so weit hergeholt, denn immerhin regiert von Beornanburgh aus, der "König" Albas. Dieser König, ein Mitglied des Clans der Mac Beorn, hat jedoch mehr repräsentativen Status, als wirkliche Macht in seinem Amt; er wird von den Lairds des Südens respektiert und anerkannt, von denen im Norden als solcher ignoriert und als normales Clanoberhaupt betrachtet und behandelt. Diese Nicht-Achtung wird im Süden als flegelhaftes, provokatives Verhalten bewertet, aber vom derzeitigen König und Clanoberhaupt der Mac Beorn, dem alten Cedric Mac Beorn akzeptiert, der mit seiner Politik, auf Versöhnung mit dem Norden aus ist; dunklen Gerüchten zufolge, soll es in Süd-Alba aber auch mächtige Andersdenkende geben, die die Politik des alten Mac Beorn äußerst gering wertschätzen und nach einer starken Hand verlangen, die den ungehobelten "Barbaren" im Norden Respekt beibringen möge und vielleicht noch ein bißchen mehr. Durch diese Unterschiede bedingt, zeigt sich die Gesellschaft im Norden gemäß alter Traditionen auch noch kriegerischer als die im Süden; so liegen offene Streitigkeiten und daraus resultierende Blutsfehden in Nord-Alba noch an der Tagesordnung, während im Süden diese offene Aggression mehr oder weniger der Diplomatie und dem Intrigenspiel gewichen ist. Ergänzende Anmerkungen: Um noch einmal ganz konkret auf die Spielercharaktere einzugehen, werden z.B. Zauberkundige in der Gruppe feststellen müssen, das sie im Norden mit äußerstem Argwohn betrachtet werden und beim leisesten Verdacht schwarzmagischer Tätigkeit sich einem lynchbegierigen Mob gegenüberfinden werden, der in seiner Absicht dann wohl kaum noch umgestimmt werden könnte. ["Ach ja, waren das feine Buben...... und bis zu diesem unerfreulichen Zeitpunkt, eine so erfolgreiche Abenteuergruppe!" - Anm. d. Autors] In Nord-Alba existieren keine Gilden, und schon gar keine Magiergilden; Magier, die dort leben tun dies, ohne organisiert zu sein und nur zu oft beschränken sie sich auf die Aufgaben eines Gelehrten oder wenn es hochkommt auf die eines Beraters des ansässigen Clanoberhauptes, obwohl die Lairds im Norden zu diesem Zweck eher auf die Priesterschaft oder aber in weit weniger Fällen, auf einen Druiden zurückgreifen. Im "Süden" Albas existieren Gilden und speziell auch Magiergilden; zu nennen wäre in diesem Zusammenhang die oberste Instanz der Magiergilden in "Alba" - den "Rat der Sieben", der von Beornanburgh aus eine Auge auf die magiebegabten Individuen innerhalb Albas hat.Weiterhin sollte der Spielleiter beachten, das aufgrund der gesellschaftlichen aber auch der territorialen Unterschiede, die Ansiedlungen der Menschen im Norden wesentlich kleiner sind und auch verstreuter über das Land verteilt liegen als die im Süden.

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