Attila: Aus den Tiefen der Steppe

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Hans im Glück Verlag
Birnaustr. 15, 80809 München,
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Homepage: www.hans-im-glueck.de

Name: Attila: Aus den Tiefen der Steppe

Art: Gesellschaftsspiel, ab 10 Jahren,
2-5 Spieler, Spielfeld (A2), 54 Spielkarten,
155 Holzelemente, 30 Plättchen, Punktefeld (A4)
Anleitung, 8 A4-Seiten, farbig

Preis: ca. 45 DM

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Kompatibel zu Midgard

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Preis / Gegenwert

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Attila und seine hunnischen Horden Fallen in Europa ein und treiben die Germanen tiefer in die noch römisch besetzten Gebiete. Da das römische Reich den Zenit seiner Macht längst überschritten hat, hält es den Eindringlingen nur noch kurze Zeit stand. Die Spieler führen in diesem Spiel nicht ein bestimmtes Volk, sondern übernehmen die Rolle von Ratgebern, die versuchen durch geschicktes Taktieren möglichst viele Punkte zu sammeln. Punkte erhält man durch hohen Einfluß bei den einzelnen Völkern, und die Befestigung von Provinzen für ein gerade angeführtes Volk. Als Völker stehen Franken, Goten, Sachsen, Teutonen Vandalen und die Hunnen zu Verfügung.

Das große Spielfeld zeigt einen Ausschnitt Europas rund um das Mittelmeer, der in etwa 25 Provinzen eingeteilt ist. Im Nordosten findet man eine dunklere Grenzlinie, die die "Startlinie" für die sechs eindringenden Völker darstellt und an 6 Provinzen angrenzt.
Bei Spielbeginn können Spielsteine eines Volkes, die farblich zugeordnet sind, nur in eine Provinz an dieser Startlinie eingesetzt werden. Später können auch Provinzen versorgt werden, die an ein Feld angrenzen, in denen schon ein Spielstein dieses Volkes steht. Das Spielgeschehen 'wandert' also von Nordosten nach Südwesten.

Bei Spielbeginn bekommt jeder Spieler 6 Spielkarten von dem gemischten Stapel, der für jedes der 6 Völker 9 Karten enthält, die je einen "Volk-Spielstein" ins Spiel bringen können. Darüber hinaus bekommt jede Spieler noch drei Aktionsplättchen, von denen sich in jeder Runde eines Einsetzen läßt, um a) einen Doppelzug zu machen, b) ein Tausch seiner Handkarten durchzuführen oder c) seinen Einfluß bei einem der Völker zu erhöhen.

Der Spielzug
Ein Spieler kann in seinem Zug eine Spielkarte gegen einen passenden Spielstein eintauschen und diesen in eine Provinz setzen. Jeder gesetzte Spielstein, erhöht den Einfluß des Spielers bei diesem Volk. Verzichtet man auf den Einflußgewinn, kann man auch noch einen zweiten Spielstein des gleichen Volks auf das Spielfeld setzen. Am Ende seines Zuges kann ein Spieler seine Kartenhand vom Stapel aus auffüllen.

In jeder Provinz können allerdings maximal 4 Spielsteine platz finden. Sobald der fünfte Spielstein in eine Provinz gelegt wird, kommt es zum Konflikt. Nach diesem Konflikt wird das Volk (oder die Völker) mit der geringsten Stärke aus der Provinz genommen und die Region gilt als befriedet.
Jeder Spieler hat durch das Auslegen verdeckter Spielkarten die Möglichkeit, die in der Region vertretenen Völker beim Konflikt zu unterstützen.

Die Jahre ziehen ins Land...
Mit jeder Befriedung nähert sich das Spiel seinem Ende. Insgesamt sind 10 Befriedungen möglich, die als Plättchen auf einer "Jahrhundert"-Skala ausliegen. Ein Befriedungsplättchen auf dem Feld "1. Jahrhundert", zwei auf dem zweiten usw. bis zum vierten. Sind alle Plättchen eines Jahrhunderts verwendet, erolgt eine Wertung und das nächste angebrochen. Das aktuelle Jahrhundert hat einen Einfluß auf die Zahl der Einflußpunkte pro gesetzten Spielstein.

Wertung
Der Einfluß jedes Spielers auf ein Volk läßt sich auf einer Extratafel ablesen, auf der jedem Volk eine Einflußskala von 1 bis 22 zugeordnet ist. Durch das Setzen von Spielsteinen eines Volkes steigt der Spieler im Einfluß.
Sobald das letzte Befriedungsplättchen eines Jahrhunderts verwendet wurde, erfolgt eine Wertung, bei der die beiden einflußreichsten Spieler bei den verbliebenen Völkern Punkte erhalten, für jeden Volk-Spielsteinauf dem Spielfeld, bzw. Provinz (mit einem Spielstein dieses Volkes) erhalten.
Diese für den Spielsieg entscheidenden Punkte werden auf dem Rand des Spielfelds aufsummiert, der ebenfalls eine Zählleiste darstellt.

Siegbedingungen
Das Spiel endet, wenn alle Befriedungsplättchen oder Spielsteine eines Volkes verwendet wurden oder der Einfluß eines Spielers den maximalen Einfluß bei einem Volk erreicht. Dann folgt ggf. eine letzte Wertung und die Punkte auf der Spielfeldrand-Skala zeigt den Gewinner.

Technisches
Attila ist ziemlich genial aufgemacht. Die Verpackung macht einen rundum schönen Eindruck und ist so gestaltet, daß die Spielelemente bei einem Transport an ihrem Platz bleiben. Die Illustration des Spielfelds und der Spielkarten sind detailliert und sehr gut gelungen. Die Wiederholungen von Minibildern auf der Einflußtafel macht mich dagegen "wuselig", d.h. ich schaue ungern drauf. Hier hätte ich eine einfache farbig codierte Zahlenskala vorgezogen.
Die Holzelemente sind sauber verarbeitet und werden in einer wieder verschließbaren Tüte geliefert.
Die farbige Anleitung ist vorbildlich illustriert und kurz und deutlich geschrieben.

Fazit:
Das Spielprinzip von Attila ist schnell verstanden, aber in der Umsetzung komplex und vermag daher langfristig zu motivieren.

Dogio the Witch

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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