So¸ da isses. Wenn nun schon sämtliche Clansbücher den aktuellen Situationen angepasst werden¸ dann auch das der Propheten und Wahnsinnigen. Die Hintergründe sind dem nahendem Gehenna angepasst und dieses zieht sich dann auch logischerweise wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Aber mal alles der Reihe nach. Als Einstieg findet man die Darstellung der Vampirwerdung einer jungen Frau¸ welche von dem Malkavianer (logisch¸ iss ja ihr Buch) Dr. Netchurch gezeugt wird. Durch den Text¸ der aussieht wie auf einer alten (wirklich alten!!) Schreibmaschine getippt¸ wirkt das alles schon etwas beunruhigend und... klinisch. Anschließend folgen drei sehr schön aufgemachte Kapitel über die Geschichte der Malks¸ Spielhinweise und einige NSCs. Schon allein das erste Kapitel ist genitös: die Geschichte wird von einem Malkavianer erzählt¸ der sich in dem Kopf eines anderen eingenistet hat! Schon allein dadurch kann man ein sehr gutes Verständnis für die gequälte Natur der Mondkinder entwickeln. Dieser Kainit bewertet nun die Geschichte des Clans auch immer noch¸ was dem ganzen zusätzliche Würze gibt und all die kleinen Nebensächlichkeiten¸ die er so fallen lässt¸ beunruhigen einen dann doch schon sehr. Die "üblichen" Wahnvorstellungen oder doch prophetische Wahrsagereien? Das zweite Kapitel befasst sich dann mit all den Dingen¸ die die Malkavianer zu meinem Lieblingsclan erhebt: Geistesstörungen¸ ihre Ansichten über andere Clans¸ ihre Fähigkeiten (auch jeweils mit der LARP-Umsetzung)¸... Als eine ganz besondere sei da das "Spinnennetz" genannt¸ so eine Art Internet in den Köpfen der Malks¸ in dem alle Mondkindergedanken miteinander verbunden sind. Somit sind die Stimmen in Ihren Köpfen doch realer als so manch Aussenstehender annehmen würde... Auch dieses Kapitel wird von einem Malkavianer und der Stimme in seinem Kopf erzählt. Das dritte stellt dann einige NSCs vor¸ unter anderem die Moiren¸ welche eine Art "Wahrsagerclique" darstellen und so ganz nebenbei auch noch mal Ahnengeheimnisse aufdecken. Ich finde die Idee ganz nützlich¸ da dieses Klüngel erstens gut beschrieben ist und zweitens vielseitig einsetzbar. Alles in allem: ja¸ dieses Buch ist gut. Verdammt gut! Zwar nicht so ganz gut aufgemacht wie das alte (Spiegelseite¸ verkehrt herum¸ ...)¸ aber die exzellente Darstellung¸ welche stets von einem Mondkind ausgeht (bis auf den Regelteil) und die wirklich hervorragenden Bilder tun ihr übriges. Die Bandbreite der Bilder reicht von comichaft gekritzelt über Pinselmalereien bis hin zu den fotoartigen Werken von Christopher Shy (und die sind WIRKLICH beunruhigend...und total genial! Wer sein Mage-Poster kennt weiß was ich meine...) und allen haftet ihnen der leichte Hauch des Wahnsinns an und verfolgt den Leser heimlich still und leise... Nützlich? Oh ja¸ klar¸ vor allem für Malk-Spieler. Aber auch für andere. Schließlich scheinen der Clan des Spiegels mehr über Gehenna und seine Vorzeichen zu wissen als andere jemals angenommen haben. Oder wollen sie uns das nur glauben lassen?? Wer weiss? Findetīs heraus!