Unter dem Weltenbaum 1: Die Sternenbraut
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Eines Tages kommt die Meldung von der Nordgrenze des Landes. Ein unsagbarer¸ alter und böser Feind taucht auf. Selbst die ehemaligen Verbündeten¸ die jetzt Gegner sind¸ fliehen vor dieser Gefahr.
Die Menschen folgen dem Gott Artor. Er ist der Gott des Pfluges und dementsprechend haben die Menschen den Waldbestand gerodet. Lediglich der Wald der schweigenden Frau blieb stehen. Die beiden anderen Völker¸ die Awaren¸ die an die Kelten und den Hirschgott Herne erinnern und die Ikarier¸ die mich eher an südeuropäischen Götterglauben erinnern lassen¸ werden allgemein als die 'Unaussprechlichen' bezeichnet. Die Menschen selbst geben sich dem Gott Artor hin und der Seneschall ist der Erste (Pabst?) unter den Gottesfürchtigen.
Bornheld reitet mit seinem Heer gen Norden¸ um dort gegen den Gegner anzutreten. Währendessen wird Axis mit seinen Kriegern zum Wald der schweigenden Frau gesendet¸ um dort nach Hinweisen auf den Gegner zu suchen. Hier trifft er schliesslich auf insgesamt vier Wächter¸ die bereit sind ihm zu helfen. Die Wächter waren dazu da¸ den fiesen Gegner zu beobachten. Und sie sollen eine uralte Prophezeihung erfüllen. Wenn die drei Völker wieder zusammenarbeiten¸ werden sie es schaffen¸ den Gegner endgültig zu besiegen. Und sie glauben¸ Axis sei der angekündigte 'Sternenmann'.
Axis ist darüber nicht sehr glücklich. Genau wie über die Frauen¸ die ihn begleiten. So ist Faraday bei ihm¸ damit sie mit ihm zusammen zu Bornheld reist. Faraday stimmte ihren Eltern zu¸ als sie mit Bornheld verlobt wurde. Doch inzwischen haben Axis und Faraday Gefallen aneinander gefunden. Und nur die Prophezeihung hält sie davon ab¸ einander zu heiraten und Bornheld zu verlassen.
Sara Douglas ¸ 1957 in Penola¸ Südaustralien geboren¸ arbeitete zunächst als Krankenschwester¸ beevor sie das Studium der historischen Wissenschaften aufnahm. Seit ihrer Promotion ist sie nun Dozentin für Geschichte des Mittelalters.
Sara Douglas hat manchmal Schwierigkeiten¸ Szenen anschaulich zu schildern (oder die Übersetzung ist nicht so gelungen). Dafür überspielt sie ihre Unsicherheit und ihre manchmal nicht so einfallsreiche Erzählung mit australischem Humor. Sicher ist die Erzählung spannend geschrieben¸ aber manches Mal fehlt so ein gewisses Etwas¸ der 'Kick'.
Die beiden Brüder¸ der eine 'gut'¸ der andere 'böse'¸ sind sehr gut dargestellt. Dazu kommt die etwas naive Verlobte und natürlich machtbesessene Mönche¸ die eigentlich ihre eigenen Ziele verfolgen.
Wie dem auch sei. Die Autorin überzeugt mit einem Fantasyroman¸ den ich gerne gelesen habe. Zwar wirft sie einiges der irdischen Geschichte und Mythologie zusammen¸ aber sie bietet einen guten Einstieg in die Fantasy-Literatur. Sie würde ich empfehlen¸ wenn jemand sich neu mit dem Begriff und der Literatur unter der Bezeichnung Fantasy beschäftigen will. empfehlenswert
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355