Post Mortem
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Post Mortem ist ein First Person Adventure¸ das sich im Stil des Film Noir präsentiert. Im Paris der 20ger Jahre hat unser AlterEgo mit paranormalen Phänomenen und Thrillerelementen zu tun. Die FSK Freigabe ab 16 zeigt schon¸ das dieses Spiel nicht unbedingt für Kinder geeignet ist.
Es hat ein wenig das Flair von Akte X in die 20ger transferiert. Der ehemalige Privatdedektiv Gus McPherson¸ dessen Visionen ihn speziell für mysteriöse Fälle prädestinierten hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen¸ als er selbst als Verdächtiger in einen Fall hineingezogen wurde. Seit dem lebt er als Maler in Paris. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt¸ an dem Sophia auftaucht um ihn zu bitten den Mord an ihrer Schwester und deren Mann zu untersuchen. Der Mord hat¸ wie Gus McPherson richtig vermutet¸ hat rituellen Hintergrund und führt ihn auf die Spur des Templerordens.
Technisches:
Die Installation gestaltet sich problemlos und auch auf verschiedenen Rechnerkonfigurationen gleichermaßen unkompliziert. Nach der Installation¸ die in unterschiedlichem Umfang erfolgen kann¸ muss¸ auch bei kompletter Installation die 2. Cd im Laufwerk bleiben. Etwas was ich persönlich nicht so mag¸ was aber Standart ist.
Das Spiel präsentiert sich in 360 Grad Panoramasicht¸ die nett anzusehen ist und technisch auf aktuellem Niveau. Der veränderliche Cursor zeigt uns Möglichkeiten zur Interaktion und zum Szenenwechsel an. Ein Rechtsklick öffnet am unteren Bildschirmrand eine Leiste¸ die sowohl das scrollbare Inventar als auch die Icons für das Hauptmenü und MacPhersons Notizbuch enthält. Manchmal ist die Scrollererei etwas umständlich¸ ansonsten ist die Steuerung gut zu bedienen und zu begreifen.
Zahlreiche Videos und Animationen werden während des Spielverlaufs präsentiert. Auch diese sind stilistisch passend und wissen zu gefallen. Bereits gesehene Videos können aus dem Hauptmenü heraus immer wieder angesehen werden.
Besonders Lobenswert die lippensynchrone Vertonung¸ die auch schauspielerisch in Ordnung geht. Einziger Wermutstropfen dabei¸ die Dialoge können leider nicht abgekürzt werden¸ wenn man sich im multiple Choise verfahren ein zweites Mal durch den Dialog klickt um vielleicht eine andere Wendung zu erreichen.
Spielerisches
Wichtiger als die Technik ist natürlich das Spiel als solches. Das Spiel ist eindeutig nicht linear. Viele Spiele versprechen das¸ hier wird es eingehalten. Ein Vorteil ja¸ auf der anderen Seite ist es auch möglich sich zu verrennen und dann eben nirgendwo einen Hinweis finden zu können.
Von den Rätseln her werden zahlreiche Variationen geboten¸ Gegenstände finden und benutzen¸ Gegenstände kombinieren¸ Bilder vergleichen¸ Phantomskitzen erstellen¸ Tränke mischen und Schlösser knacken.
Die Dialoge sind wie erwähnt im multiple choise gehalten und können je nach Auswahl wirklich zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Die Kooperation der Gesprächspartner kann man sich erschmeicheln oder auch verscherzen und dann eben auf anderen Wegen zur Lösung kommen¸ was aber geht.
Fazit:
Post Mortem ist ein gelungenes Adventure¸ das durchgehend überzeugt¸ wenn es auch nicht 100% perfekt ist.
Der Schwierigkeitsgrad geht als gehoben durch und wird sicher für einige Stunden Spielspass sorgen.
Ich als alter Adventure Hase mit zirka 14 Jahren Spielerfahrung war sehr davon angetan¸ insbesondere dadurch¸ das man hier nach langem mal wieder ohne hektische Echtzeitparts auskommt. Post Mortem ist empfehlenswert!
