No One Lives Forever 2: Agentin in unheimlicher Mission

Ist eine Mischung von knallharter Action aller Half life und dem Feeling von Austin Powers.
Unsere Heldin ist Mitglied des streng geheimen GeheimGeimdienstes UNITY.
Auf dem gesamten Globus muss die mit Hightech und angenehmen Rundungen ausgestattete Agentin (mal wieder) die Welt und zuerst das britische Empire retten.
Denn die Bösewichter der Organisation HARM versuchen (wieder mal) die Weltherrschaft an sich zu reissen.
Nicht wirklich neu der Plot¸ aber welcher ist das schon.
Wer sich jetzt einen EGO Shooter vorstellt¸ liegt nicht so ganz falsch¸ aber trotzdem daneben.. Neben dem reichhaltigen Waffenarsenal¸ das von der Armbrust bis zur Panzerfaust reicht¸ findet sich auch meist ein harmloser weniger gewalttätiger Weg zur Lösung eines Problems.
Unsere Agentin kann nicht nur den Abzug durchreissen¸ Sie kann schleichen¸ sich verstecken¸ Bomben entschärfen und diverse technische Gimmicks benutzen. Das muss sie in einigen Leveln auch¸ denn damit es weitergeht¸ wollen diverse Vorrichtungen repariert oder zerstört werden.
Letztlich liegt die Entscheidung über die Vorgehensweise in den meisten Leveln ganz auf Seiten des Spielers.
Die Story selbst ist in 15 Kapitel unterteilt¸ die ihrerseits wieder einige Untermissionen beherbergen. Sie führt den Spieler um die ganze Welt¸ so das er sich nicht über gleichbleibende Kulissen zu beklagen braucht¸ die Schauplätze sind mehr als abwechslungsreich.
Als Beispiele seien hier Sibirien¸ Indien oder auch eine Unterwasserbasis genannt.
Die KI ist erfreulich gut. So wird es belohnt¸ wenn man den eher verstohlenen Weg geht. Denn der zu freigiebige Einsatz der geballten Feuerkraft ruft nur zusätzliche Gegner herbei und auch die Überwachungskameras sind mehr als Dekoration.
Dafür hat sie auch massenhaft Möglichkeiten¸ zum einen kann sie schleichen¸ sich verstecken¸ aber auch Gegner mit Geräuschen in die falsche Richtung locken.
Rein gegnermässig weist so gut wie jedes Level eine Art Obermotz auf¸ dem natürlich eine ganze Armada von Fussvolk zur Seite steht.
Da wären Beispielsweise Ninjas¸ genetisch optimierte Supersoldaten oder russische Elitesöldner.
Die Gegner sind ziemlich hart und reichlich clever. Sie holen Verstärkung¸ drücken den Alarm und werfen sich selbstverständlich in Deckung.
Dabei nimmt sich das Spiel nicht gar so ernst wie Beispielweise Half life. Es gibt auch reichlich Gags am Rande¸ die zum besonderen Flair beitragen.
Das Design:
Schmucke Grafik¸ und sehr realistische Bewegungen und Stürze der Gegner bieten einen wirklichen Augenschmaus. Sowohl die Kulisse als auch die Figuren selbst sind gleichermassen gut gestaltet.
Allerdings sollte für den vollen Genuss schon ein kräftiger PC sein Werk verrichten¸ auf einem 800 Athlon ist es zwar spielbar¸ aber nicht wirklich schön anzusehen.
Einzig die Ladezeiten stellen auch bei schnellen Rechnern einen kleinen Wermutstropfen dar.
Die Geräuscheffekte sind sehr gut und als Musikkulisse bekommt man 60ger Jahre Musik geboten. Eben Austin Powers like.
Fazit:
Ein sehr gelungenes Spiel. Wer 'Der Meisterdieb' und 'Half Life' mochte ist hier genau richtig.
Wer dazu noch Austin Powers mag noch mehr..
So ich geh mir jetzt ne PinaColada mixen und dann wird ich noch ein wenig weiter Geheimakten sammeln um die Welt zu retten.
Eine Rezension von: Christoph Böhler