Den Frieden verlieren (6)
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
An einem anderen Ort geht die Mannschaft des beschädigten Raumschiffes Defiant in eine wacklige allianz mit einem ungewöhnlichen Volk ein¸ in dessen einzigartiger Biologie der Schlüssel zur macht über eine ganze Region des Gamma-Quadranten ruht. Während die Besatzung sich in ein Netz aus Intrigen verstrickt¸ bemühen sich Lieutnant Ezri Dax und Ensign Thirishar ch'Thane darum¸ einen Bürgerkrieg zu verhindern¸ der im Genozid enden könnte. (Klappentext
Auf der Station Deep Space Nine dockt ein cardassianisches Raumschiff an¸ weil die diplomatische Besatzung unter Gul Macet neue Verhandlungen mit einer Delegation von Bajor aufnehmen will. Die guten Absichten scheinen aber jemanden nicht zu behagen und versucht die sich anbahnenden Gespräche zu sabotieren. Dieser jemand unternimmt alles¸ um Gul Macet scheitern zu sehen. Die Stationschefin Kira Nerys¸ selbst in Verhandlungen steckend¸ muss sich sehr anstrengen¸ dass es auf der Station zu keiner Auseinandersetzung kommt.
Normalerweise kann ich diplomatischen Verhandlungen nichts abgewinnen. Aber die Handlung ist doch recht spannend und die Verwicklungen werden gekonnt in Szene gesetzt.
Während Kira Probleme auf der Station hat¸ befindet sich die Defiant im Gamma Quadranten. Das Schiff wird in eine Falle voller Nano-Partikel gelockt und schwer beschädigt. Lediglich einige Vertreter des Volkes der Yrythny können das Schiff retten und zu deren nahe gelegenene Planeten abschleppen. Dort findet die Defiant die Möglichkeit einer Reparatur¸ die sich allerdings ein wenig in die Länge zieht. Die Gastgeber und Retter haben einige Probleme untereinander¸ weil ihr leben von einem fast undurchschauberen Kastensystem getragen wird und Ezri Dax beginnt¸ sich mit guten Ratschlägen und ihren Einmischungen unbeliebt zu machen. Ihr zur Seite steht ch'Thane¸ ein andorianisches Besatzungsmitglied. Thirishar ch'Thane entdeckt dabei genetische Eigenschaften¸ was seiner Rasse helfen könnte¸ den Weg einer aussterbenden Rasse aufzuhalten.
Dieser Graue Geist ist der erste Roman von Heather Jarman. Dies merkt man vor allem daran¸ dass sie Ezri Dax Dinge machen lässt¸ die darauf hindeuten¸ dass die Intelligenz verschwindet. Die Entscheidungen sind nicht ganz so¸ wie Ezri bisher reagierte. Vor allem ist ihre Einmischung ein Verstoss gegen die erste Direktive. Manchmal hat man den Eindruck¸ die erste Direktive ist nur noch eine erste Dekoration¸ so oft wird dagegen verstossen. Heather Jarman greift einige offene Handlungsstränge auf. Diese führen die Geschichte gut weiter und führen mit einigen offenen Handlungssträngen auf Band drei der Reihe zu.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355