Matrix dt.

Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Entwicklung der Matrix aus geschichtlicher Sicht und beschreibt den Einfluß auf das wirkliche Leben.
Das Kapitel Computerinterfaces befaßt sich mit der Hardware¸ die den Zugang ins Netz ermöglicht. Den Nutzern der Matrix wird sich im dritten Kapitel gewidemet. Es geht um Eigenschaften¸ Fertigkeiten¸ Gaben und Handicaps die in ihrer Auswirkung und regeltechnischen Darstellung erläutert werden.
Weiter geht's mit der Darstellung von Zugangsmöglichkeiten über jede Art von Verbindung und Paßwortkonten.
Es würde hier zu weit gehen alles was die folgenden Kapitel bieten darzustellen¸ darum nur ein kurzer Überblick. Es geht um Gitter und Hosts¸ Cyberterminalkonstruktion¸ Utilities¸ Programmierung¸ Systemoperationen¸ Matrixsicherheit und Matrixrecherche.
Diesen Teil des Quellenbandes könnte man mit 'How to hack the Matrix?' überscchreiben und er ist als solcher recht technisch gehalten.
Der Hardcoredecker wird hier sicher seine Freude haben.
Der in meinen Augen spannendere Teil widmet sich dem Geschehen in der Matrix und der Darstellung der virtuellen Welt innerhalb des Datenlimbus und den Herrschern über den Datenlimbus.
Die Erschaffung und die Handhabung von Otaku werden detailliert erläutert und mit einem entsprechenden Regelwerk versehen. Autonome Programme innerhalb der Matrix werden unter besonderer Betrachtung von KI's¸ die wie NSC behandelt werden¸ dargestellt.
Schließlich geht es noch um Provider¸ Softwarekönige und Piraten¸ sowie die sogenannten anderen Mächte.
Zum Schluß gibt's Tabellen und Kopiervorlagen für Otaku und Matrixcharaktere.
Der Band ist durchgehend in Schwarz/weiß bzw. Graustufen illustriert und die Grafiken wissen zu gefallen.
Fazit:
Shadowrun Matrix vereint zahlreiche bekannte Regeln¸ die auf das Level von 3.01D gehoben werden¸ und führt neue ein. Eine Fülle von Informationen stürmt auf den Leser ein. Hier kommen in erster Linie Fans der Hintergrundwelt von Shadowrun auf ihre Kosten¸ inwieweit sich die Unzahl der Regeln anwenden läßt. Bleibt abzuwarten und wird von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich sein.
Generell ein gut gelungener Quellenband¸ der in das Deckerbücherregal gehört. Also eine 7 auf der Skala bis 10¸ überwiegend durch den hohen Preis verursacht.
Eine Rezension von: Christoph Böhler