Eine Rezension aus
Wer von euch möchte schon in einer Welt leben¸ in der über 90% der Bevölkerung Werwölfe sind - und dann auch noch zu den wenigen Menschen gehören? Mit einer solchen Welt hätte ich persönlich absolut kein Problem¸ nur würde ich lieber zu den Lykanthropen gehören wollen… Die 'Glatthäute" in dieser von Kit Whitfield erschaffenen Welt haben nur eine Daseinsberechtigung: sie arbeiten für die ASÜLA¸ eine Art Polizei¸ die dafür sorgt¸ dass in Vollmondnächten die Ausgangssperre eingehalten wird. Lola¸ die ihre Geschichte in WOLFSSPUR in Ich-Form erzählt¸ ist dort als Anwältin tätig und hat es nun ausgerechnet mit einem Werwolf zu tun¸ der ihrem Bekannten Johnny die Hand abgebissen hat. Als Johnny dann wenig später tot aufgefunden wird¸ erhärtet sich in Lola der Verdacht¸ dass hier irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht… Um dem düsteren Geheimnis auf die Schliche zu kommen benötigt sie ausgerechnet die Hilfe des 'Lykos".
WOLFSSPUR ist definitiv ein deprimierendes¸ erdrückendes Buch¸ in dem es um mehr geht als um eine einfache Fantasy Story. Die heile Welt gibt es nicht¸ auch hier müssen sich die Charaktere mit Themen wie Diskriminierung herumschlagen und ganz nebenbei hinter das Geheimnis kommen und versuchen ihre Gefühle füreinander in den Griff zu bekommen.
Einen Hang zum Abgedrehten braucht man auf jeden Fall um Gefallen an dem Roman zu finden¸ ich jedenfalls freunde mich mit dem Gedanken einer solchen Welt schon mal an…