Wächter 3: Wächter des Zwielichts
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Anton wird von der Nachtwache auf den Fall angesetzt. Aber auch die Tagwache ist mit diesem Fall befasst. Ein alter Bekannter und Nachbar Antons¸ der Vampir¸ wird ebenfalls in die Ermittlungen einbezogen. Der Fall scheint gelöst zu werden¸ Anton fährt in den Urlaub auf eine Datscha (Schrebergarten) wo er unvermutet auf eine mächtige Hexe trifft. Er wird neugierig und sein "Riecher" stösst auf ein Geheimnis der alten Frau. Die Frau ist in Besitz eines Buches¸ das es eigentlich gar nicht geben soll. Das Fuaran soll angeblich Menschen in "Andere" verwandeln können und "Anderen" zu höheren Weihen verhelfen. Und die Inquisition ist immer noch der Meinung¸ dass dieses Buch nie geschrieben wurde.
Kaum wird dieses Buch publik gemacht¸ entbrennt ein Kampf darum. Denn jede Gruppe für sich beansprucht das geheimnisvolle Werk. Die verschiedensten Einzelpersonen und Interessensgruppen versuchen an das Buch zu kommen.
Inzwischen kennen wir unseren Helden. Er ist nicht der grosse Held. Eher ein Held wider Willen¸ der nur versucht¸ seinen Job zu machen. Diese Arbeit wird in drei unabhängig voneinander lesbaren Novellen beschrieben¸ die aber nicht nur in sich geschlossen auf einen Höhepunkt zulaufen¸ sondern gleichzeitig auch die beiden Romane WÄCHTER DES TAGS und WÄCHTER DER NACHT mit einschliessen. Das vorliegende Werk fesselt uns Leser mit einer Wortgewaltigkeit¸ die mich immer wieder erstaunt. Er fängt uns mit einfacher Satzstellung und bindet uns mit spannender Handlung. Dabei fühlen wir ständig mit Anton¸ der zwar in alles verstrickt¸ an der Lösung aber nie richtig beteiligt war. Und plötzlich ist es er¸ der den gordischen Knoten löst.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355