dem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber.
Das neue Heft aus der Darmstädter Textschmiede White Train bietet mit dem vorliegenden Band neue Kurzgeschichten der oben genannten Autoren¸ sowie entsprechende Zeichnungen dazu. Der Name für das Fanmagazin ist treffend¸ da das DIN A 5 Format recht klein und die Seitenzahl überschaubar ist. Zudem ist der Umschlag in Schwarz gehalten. Die äusserliche Gestaltung¸ die gelungen anfing¸ endet aber mit uneinheitlichem Satz. Mal Blocksatz¸ mal Flattersatz wirkt nicht mehr Profihaft. Die Texte sind interessant zu lesen¸ parlieren mit Spannung und Überraschungen. Allerdings finde ich in einem deutschen Fanzine englische Texte unpassend. Die Erzählungen¸ selbst erfunden oder auf alten Sagen aufbauend sind gut zu lesen. Die Autoren sind in ihrer Art und Weise sehr gut mit den Themen umgegangen und können sich sehen und hören lassen¸ etwa Bernar LeSton ¸ der am 12.04. im Wiesbadener Lesecafe mit Andreas Zwengel eine Lesung hielt. Allerdings war er mit seinen Geschichten dort eher etwas langweilig. Eine Geschichte hatte gar drei Enden. Die Geschichte war meines Erachtens zuende¸ wurde weiter erzählt¸ ein weiteres Ende¸ wurde weitererzählt und hatte nun ihr endgültiges Ende. Aber ich schweife ab. Die hier vorgestellte Geschichte wird immer wieder vom Erzähler unterbrochen¸ was den Lesefluss hemmt. Die Koboldgeschichte von Ulf R. Berlin basiert auf einer irischen Sage und ihr fehlt dementsprechend das¸ was ich als Horror bezeichne. Balfragors böse Lieder ähneln dem Rattenfänger von Hameln¸ diesmal stattdessen mit Untoten. Alles in allem sind es Geschichten die dem guten Durchschnitt zuzurechnen sind.