Teufelszahl
... denn das Zeichen des Tieres ist 666
Hals über Kopf begibt sich der junge Jesuitenbruder Paul Kadrell nach Rom. Ein Alptraum hat sich bewahrheitet: Sein alter Lehrer¸ Pater Sorelli¸ wurde ermordet und grausam zugerichtet. Auf seiner Stirn prangt die blutig eingeritzte Zahl des Teufels ‐ 666. Als noch weitere Opfer mit dem Zeichen des Bösen gefunden werden¸ nimmt Kadrell zusammen mit der römischen Kommissarin Claudia Bianchi die Ermittlungen auf. Die beiden stoßen auf ein Manuskript¸ das den Tod nach sich zieht. Auf ein uraltes¸ von den Jesuiten gehütetes Geheimnis. Und auf Pauls wahre Identität …
Hier ist Weisheit gefragt! Wer Verstand hat¸ kann herausfinden¸ was die Zahl des Tieres bedeutet¸ denn sie steht für den Namen eines Menschen. Die Zahl ist 666.
(Aus: "Offenbarung des Jesus Christus an Johannes"¸ 13¸8)
Als Laienbruder bei den Jesuiten leitet Paul Kadrell ist ein Waisenhaus in Österreich.
Seit einigen Tagen plagen ihn Albträume¸ die mit seinem Mentor und väterlichen Freund Pater Sorelli zusammenhängen. Paul wird nach Rom beordert¸ erfährt dort vom mysteriösen Mord an Sorelli und von einem schrecklichen Detail: Der alte Pater wurde in der Nähe des Vatikans tot aufgefunden¸ einen silbernen Dolch im Herzen und die Zahl 666 auf der Stirn eingebrannt. Von seinem Orden beauftragt¸ beginnt Paul Kadrell damit¸ die polizeilichen Ermittlungen¸ geleitet von Claudia Bianchi und ihrem Kollegen Aldo Rossi¸ zu unterstützen.
Dabei stoßen sie auf unerwartete Widerstände in den Reihen des Vatikans.
Wer Vatikanthriller wie zum Beispiel "Der Engelspast" von Jörg Kastner gelesen hat¸ der wei߸ dass sich der Autor sehr gut auf römischem Terrain auskennt. So auch in seinem Roman "Teufelszahl". Sehr lebendig beschreibt er die Schauplätze der Handlungen. Wie bereits in "Der Engelspapst" greift Jörg Kastner erneut auf den bewährten Mix von biblischen Elementen und Krimi zurück. Obwohl man dieses auch in anderen Romanen finden kann und damit der Autor nichts Neues bietet¸ kann der Leser die Handlung mit Spannung verfolgen. Zu jeder Zeit gelingt es¸ dass man am eigentlichen Fall¸ den Serienmörder¸ der die Zahl des Teufels auf seinen Opfern hinterlässt¸ virtuell und aktiv teilnimmt.
Überzeugend agieren die Hauptprotagonisten Paul Kadrell und Claudia Bianchi. Obwohl sehr unterschiedlich in ihrer Art¸ ergänzen sie sich bei der Lösung des Falls. Wo weltliche Bürokratie hemmend erscheint¸ da können manchmal die Beziehungen zum Klerus wahre Wunder bewirken.
Apropos Menschlichkeit: Auch ein Jesuitenbruder¸ der ein Gelübde abgelegt hat¸ kann gegenüber dem weiblichen Geschlecht einmal weich werden. Und dieses wirkt in keinster Weise klischeehaft.
Fazit:
Mit "Teufelszahl" hat Jörg Kastner einen kurzweiligen¸ spannungsgeladenen Roman geschrieben. Eine lesenswerte Story mit interessanter Führung durch das Rom unserer Zeit.
Eine Rezension von: Wolfgang Brandt http://www.geisterspiegel.de
