Tattoo
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Margaret Murphy¸ geboren und aufgewachsen in Liverpool¸ ist Autorin zahlreicher hochgelobter Kriminalromane¸ die international veröffentlicht wurden. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren für die Förderung der Kriminalliteratur. Sie war Vorsitzende der britischen Crime Writers‘ Association und ist als Schreibtutorin und Dozentin für den Royal Literary Fund tätig.
Helen Pepper hat als Tatortermittlerin und Leiterin der Spurensicherung mehr als dreitausend Tatorte untersucht. Sie hat zahlreiche Beiträge zur kriminalistischen Fachliteratur verfasst¸ hält Vorlesungen und Vorträge und engagiert sich in der Crime Writers‘ Association als Jurorin. Ihr Fachwissen ist sehr gefragt¸ so ist sie u.a. als Beraterin für die britischen TV-Serien »Vera« und »Mord auf Shetland« tätig.
Auf das Buch war ich wirklich sehr gespannt. Der Verlagstext hörte sich vielversprechend an.
Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich¸ und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn … (Verlagstext
Auch der Umschlag ist ein Hingucker. Die Voraussetzungen für einen Kauf sind gegeben.
Und dann... Da zuerst keine Zeit das Buch zu lesen es als Hörbuch heruntergeladen und während der Autofahrt angehört. 500 quälend lange Kilometer mit einem Buch wo man mit jeder Minute hoffte¸ endlich Spannung zu finden. Mit Ankunft am Ziel und der späteren Rückfahrt nach Hause aber nichts davon gefunden. Vielleicht lag es am Sprecher?
Geben wir dem Buch also noch eine Chance. Buchdeckel aufklappen und lesen. Schwierig¸ denn ich kannte inzwischen das Hörbuch. Auch hier stellte sich keine Spannung ein¸ selbst als ich bis zu der Stelle vorblätterte¸ wo ich beim Hörbuch aufgehört hatte. Das Thema war gut gewählt¸ aber die Handlung und der Erzählstil konnten mich überhaupt nicht überzeugen.
Tattoo ist kein Thriller¸ kein Krimi. Eine Geschichte die vor sich hinplätschert wie ein undichter Wasserhahn. Dabei hätte die Erzählung um Carver und Lake wirklich gut werden können. Die beiden Polizeidetektive sind hinter dem Dornenkiller her. So genannt¸ weil er mit Dornen die Haut seiner Opfer über und über mit Tattoos überzieht.
Der Beginn der Handlung: Lake findet Carver schwer verletzt¸ kann jedoch eine Überstellung in ein Krankenhaus durchführen und so sein Leben retten. Während Carver nun im Krankenhaus liegt¸ mit Fieberträumen über den Dornenmörder¸ verliert der Leser den Überblick. Was ist jetzt Traum¸ was Wirklichkeit¸ was davon ist für die Erzählung wichtig? An anderer Stelle wird ausführlich beschrieben&¸ um nicht zu sagen totgeschrieben. Bei einem Krimi sollte jedoch nicht das Buch auf der Strecke bleiben. Spannung geht anders. Da ist das Märchen Von einem der Auszog¸ das Fürchten zu lernen spannender. Dabei fing es recht gut an. Die beiden Hauptcharaktere waren gut beschrieben. Doch mit der Zeit¸ wo ich mehr über die Figuren erfahren wollte¸ auch die Nebencharaktere¸ blieb alles oberflächlich. Die Handlung wird aus der Sicht von Carver und Lake beschrieben¸ abwechselnd aber ohne Abwechslung. Es las sich leider alles etwas gleich¸ wie auch die Stimme des Vorlesers des Hörbuchs eher einschläfernd wirkte.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355