Taken 1: Wir sind nicht allein
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Alles beginnt mit dem Zweiten Weltkrieg. Während eines Luftkampfes der amerikanischen Bomber mit deutschen Stukkas wird die Maschine des Flugzeugführers Keys in mysteriöses blaues Licht getaucht. Dies bewahrt Captain Russell Keys und seine Mannschaft vor dem sicheren Tod¸ doch kann sich niemand im nachhinein an das Ereignis erinnern¸ welches ihnen letztlich das Leben rettete. Die Nachwirkungen dieser Entführung durch ausserirdische Wesen bleiben Kopfschmerzen und des nachts Albträume. Gleichzeitig geht es um den Absturz des UFOs 1947 in Rosswell.
Die zweiteilige Buchreihe fasst zusammen¸ wofür Spielberg zehn Filme benötigte. Dabei geht keinerlei Spannung verloren. Im Gegenteil¸ wo Spielberg viel Zeit benötigte¸ um die Bilder zum sprechen zu bringen¸ da benötigt Thomas H. Cook nur wenige Seiten oder gar nur Zeilen. Er erzählt die Geschichte dreier Familien¸ die über Jahrzehnte hinweg als Versuchskaninchen für die Ausserirdischen herhalten müssen. Die Familien Crawford¸ Keys und Clarke stehen im Mittelpunkt der Verschwörungstheorie¸ des Mythos Entführungstheorie und UFO-Sichtungen. Natürlich kommen Area51 und das abgestürzte UFO in den USA darin vor. Die Familie Keys wird über Jahrzehnte immer wieder entführt und untersucht¸ während Sally Clarke der Meinung ist¸ mit einem Alien verheiratet zu sein. Anders dagegen die Familie Crawford. Captain Owen Crawford will unbedingt und mit allen Mitteln hinter das Geheimnis eines gelandeten UFOs kommen. Dabei schreckt er nicht vor Mord zurück. Er weiss¸ dass wer länger in diesem UFO bleibt¸ bekommt erst Kopfschmerzen und dann Gehirnblutungen. Da nimmt er billigend in Kauf¸ dass ein telepathisch begabtes Zwillingspaar im UFO stirbt.
Über vier Generationen und sechs Jahrzehnte leben die drei Familien mit dem schrecklichen Geheimnis. Doch niemand scheint den anderen zu kennen¸ die Problem bleiben fast ungelöst¸ denn sie können sich nicht gegen ihr Schicksal wehren. In der Generation nach Jesse geht es um die Kinder Lisa und Charlie. Lisa scheint die aussergewöhnlichen Eigenschaften wie ihr Vater zu besitzen¸ während Charlie glaubt¸ auch er werde regelmässig von den Nicht-Menschen entführt. Was die Besucher aus dem Weltall von ihm wollen bleibt unklar. Doch es ist nicht nur die furcht vor den Ausserirdischen¸ es ist auch die Furcht vor dem Geheimdienst der USA¸ der hinter den Kindern her ist.
Eine in den Büchern spannend zusammen gefasste Handlung macht Spaß. Im Fernsehen sich die Serie ansehen mag wegen der Spezialeffekte ganz nett sein¸ aber nicht wirklich notwendig. Ich bleibe in jedem Fall bei den Büchern. Was stört ist das Titelbild von Band zwei. Es sieht aus wie das von Band eins¸ nur grüner. Wie kleine grüne Männchen.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355