Sturm über Windhaven
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Maris läuft schon als vierjähriges Mädchen lieber an die Klippen um den Fliegern zuzusehen¸ statt ihrer Mutter zu helfen. Bald nimmt ein Flieger sie an Kindes statt an. Maris von der Insel Amberly hat die Hoffnung¸ die Flügel zu erben. Doch dann bekommen ihr Adoptivvater und seine Frau einen Jungen. Coll überlebt die schwierige Geburt aber die Mutter stirbt. Maris wird zur grossen Schwester und Mutterersatz. Als Coll jedoch alt genug ist¸ die Flügel zu übernehmen¸ flieht sie damit¸ weil sie die Flügel behalten will. Coll will gar nicht die Flügel¸ er möchte lieber Sänger werden. Aber die Tradition verlangt es. Bei der Flucht zu ihren Fliegerfreunden verlangt sie ein Fliegertreffen. Hier erringt sie einen kleinen Erfolg. Maris ist eine entschlossene Frau¸ die bereit ist¸ für ihren Lebenstraum alles zu tun. Daher rebelliert sie gegen die strenge Kastenordnung.
Das Buch des Autorenpaares George R. R. Martin und Lisa Tuttle¸ dass im Januar 2005 erscheinen wird¸ ist für mich ein schönes Fantasy-Buch. Seit der Mensch den Wunsch zum Fliegen verspürt¸ ist dieses Buch eines der schönsten. Es ist die Geschichte von Marlis von Amberly¸ beginnend im Alter von vier Jahren und endet mit ihrem Tod als alte Frau. Marlis ist eine sanfte Rebellin. Ihren Wunsch nach Veränderung in der Vergabe der Flügel ist für diese traditionelle Gesellschaft eher Revolutionär. Alle anderen Veränderungen gehen langsamer vonstatten¸ bis sie sich kurz vor ihrem Tod selbst auf die Tradition beruft. Die Geschichte zeigt auf¸ wie sich ein Kind zu einer Frau entwickelt. Mit dem Hintergrund einer Fantasy-Welt ist diese Entwicklung sehr interessant beschrieben.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355