Sternenjäger
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Um das nächste Semester finanziell überstehen zu können¸ nahm Matt einen Job an. Seine Aufgabe besteht darin¸ bei der Errichtung eines riesigen Turmes zu helfen¸ mit dessen Hilfe die Franzosen das Zeitalter der Weltraumfahrt einzuläuten. Jedoch sabotieren Terroristen das aufwändige Projekt. Zum Glück für Matt und Kate erhielten sie ein Angebot¸ dass sie nicht ausschlagen konnten..
Die Regierung von Kanada will ebenfalls am gerade startenden Weltraum-Boom teilnehmen und sucht mutige Weltraumfahrer. Eine kleine¸ wenig bekannte Insel in Äquatornähe ist der Ausgangsort für das kühne Vorhaben. Die Vorstellungen der Wissenschaftler gehen dahin¸ an einem gewaltigen Metallseil¸ in den Weltraum vorzudringen. Das neuartige Metall wurde für das Projekt extra aus einem Meteoriten gewonnen. An diesem Seill soll es möglich sein¸ den Weltraum zu erobern. Matt und Kate gehen an Bord der Starclimber und müssen sich gefährlichen Situationen und auch ausserirdischem Leben stellen.
Kenneth Oppel beschreibt eine Welt¸ die der unseren nur in bestimmten Dingen entspricht. Statt dessen baut der Autor eine Welt auf¸ die aus Sicht der Technik ganz anders funktioniert. Die alternative Welt wird damit zu einem faszinierenden Schauplatz. Kenneth Oppel geht es darum aufzuzeigen wie sich seine Handlungsträger in den unterschiedlichsten Situationen verhalten. Etwa¸ wenn Matt im Trainingslager seine Kraft in die Ausbildung zum Raumfahrer legt¸ aber nur auf Platz vier gelangt. Aber nur die ersten drei dürfen fahren. Dass er dennoch mitfliegt und nachrutscht hat er einem Unfall zu verdanken¸ den einer der anderen drei erleidet. Um diese ein wenig mehr zu verdeutlichen liegt der Schauplatz in einer besonderen Welt. Sie ist erkennbar als die Erde¸ jedoch mit anderem technologischen und wissenschaftlichen Hintergrund. Die Welt lebt mit arm und reich¸ mit Aristokratie¸ Bürgertum und Arbeitern. Im Hintergrund verlaufen Kriege¸ es gibt Terroristen und andere Verbrecher. Praktisch wie im richtigen Leben. Das gleiche gilt für die zwischenmenschlichen Beziehungen. Matts Gefühlsleben befindet sich in Aufruhr¸ weil er in Kate verliebt ist¸ sich aber ein reicher Galan an sie heran macht. Da Matt aus dem Proletariat stammt¸ kann er natürlich nie die gleiche soziale Stellung erreichen¸ wie KKate. So sind Eifersucht und unausgesprochene Aggressionen die Folge.
Kenneth Oppel schreibt sehr einfühlsam und es macht Spass¸ den Abenteuern von Matt und Kate zu folgen. Ein Buch für alle Altersgruppen.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355