Singularität
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Natürlich gibt es auch Spione¸ eine Liebesgeschichte und Ausser-rochardische. (Wie nennt man Ausserirdische¸ wenn es nicht die Erde betrifft¸ sondern den Planeten Rochard? Selbst die Bewohner Rochards sind Ausserirdische). Gerade die Fremden sind es¸ die jetzt für grosse Aufregung sorgen. Eine Künstliche Intelligenz¸ genannt das Festival¸ nähert sich dem Sonnensystem und lässt Handys vom Himmel regnen. Und wenn man irgend etwas interessantes anbietet¸ jede Art von Information und Ware wird angenommen. Dabei werden alle Möglichen Wünsche erfüllt mit dem Ziel die gesellschaftliche und weltwirtschaftliche Struktur zu Zerstören. Dadurch entsteht natürlich ein riesiges Chaos. Die Herrschenden verlieren¸ was sie am liebsten haben¸ die Herrschaft.
Wir hätten aber noch eine 'Resterde' anzubieten. Dort tauchte die Künstliche Intelligenz als 'Das Eschaton' auf. Die Menschen wurden um neunzig Prozent reduziert¸ weil sie gegen das Gebot verstossen¸ keine Zeitreisen zu unternehmen. Martin der Spion von der Erde wird verhaftet. Im Gespräch¸ mit dem BÜRGER erfahren wir¸ dass die Erde von vielen Organisationen regiert wird und die UN mit nur 70 Mitgliedern angeblich die Herrschaft über die Erde hat. Der Spion ist jedoch anderer Meinung¸ was dem BÜRGER nicht in sein Weltbild passt.
Charles Stross ist ein seltsamer Gesellschaftskritiker. Das schöne ist¸ mit seiner Science Fiction kann man ihn mit niemanden direkt vergleichen und eine Mischung aus demunddem will ich nicht nennen. Entweder würde ich Charles Stross oder dem genannten Autoren unrecht tun. Der Roman steckt voller toller Ideen und das ist es¸ was mir bei diesem Roman gefällt. Das einzige Manko ist die Länge. Wie sagt man so schön? Weniger wäre mehr gewesen.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355