Schwert des Nordens
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Der Menschensohn Skafloc wird derweil auf seine Bestimmung als Träger des zerborstenen Schwertes Tyrfing vorbereitet und verliebt sich in die schöne Frida. Doch diese Liebe hat einen bitteren Beigeschmack - ist Frida doch seine Schwester. Während der Krieg zwischen Trollen und Elfen erneut ausbricht¸ will Skafloc Tyrfing neu schmieden lassen. Das Schwert¸ dass die Götter den Elfen zur Aufbewahrung gaben¸ soll ihm helfen¸ gegen die Trolle zu bestehen und seinen dunklen Bruder zu töten.
Eine uralte Prophezeiung¸ machtvolle Licht- und Schattenwesen der Anderswelt¸ das letzte Aufbegehren der alten Götter und Zauberwesen¸ nicht zuletzt aber der Streit zwischen zwei ungleichen Brüdern und eine inzestuöse Liebe sind die Elemente¸ die Anderson verwendet für eine heidnisch-düstere Sage. Als 'Das zerbrochene Schwert' von Poul Anderson zur gleichzeitig wie Tolkiens 'Der Herr der Ringe' erschien¸ ging es eher im Dschungel der aufkommenden Fantasy-Literatur unter. Je nach Verlag erschien das Buch noch unter dem Titel 'Das geborstene Schwert'. Poul Anderson ¸ schon durch seine Herkunft aus Skandinavien vorbelastet¸ schafft er es mit wenigen Beschreibung und einer straffen¸ spannenden Handlung Atmosphäre zu erzeugen. Er arbeitet wie die Geschichtenerzähler¸ die an einem knisternden¸ wärmespendenden Kamin ihre Erzählungen vortragen.
Das Buch erschien 1954 zeitgleich mit dem 'Herrn der Ringe' von J. R. R. Tolkien und errang nie den gleichen Bekanntheitsgrad. 1970 setzte sich Poul Anderson hin und überarbeitete sein Buch vollkommen neu.
Hrolf Krakis Saga
Einer der berühmtesten Könige in Dänemark und dem hohen Norden überhaupt hieß Hrolf Kraki. Er war dabei der mildeste¸ kühnste und leutseligste der skandinavischen Aristokraten.
Poul Anderson schreibt in seiner 'Hrolf Krakis Saga' die nordischen Sagenwelt in eine Fantasywelt um. Die Saga um den nordischen Wikingerkönig ist bekannt¸ so dass an dieser Stelle nicht weiter auf die Sage eingegangen werden muss. Poul Anderson¸ selbst skandinavischer Abstammung¸ hat ein ganz besonderes Verhältnis zu den nordischen Sagen. Daher sind diese beiden Romane auch besonders gut gelungen.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355