Saramee - Stadt der Vertriebenen 01: Der vergessene Friedhof
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Morgan geht wie so oft am Abend in die Kneipe 'Nasse Feder' und will da seinen Spätschoppen durchführen. Am Nebentisch bemerkt er die Unterhaltung darüber¸ wer sich wohl hinter der 'Natter' versteckt. angeblich soll es der Abenteurer Kronn sein. Damit ist Morgan aber nicht einverstanden. Statt dessen erzählt er die Geschichte von Kronn. Oder besser eine Geschichte von Kronn.
Mit dem Abenteurer geht es auch gleich weiter¸ weil er bei einem Piratenschiff über die Planke geschickt wird. Während er also im Meer versinkt kommt eine kleine unlogische Sequenz in diesem Roman. Kronn erinnert sich daran¸ was gerade geschah. (Wenn ich kurz vor dem Ertrinken bin habe ich anderes zu tun als daran zu denken¸ was gerade geschah. Ich brauche Luft).
Wie nicht anders zu erwarten konnte Kronn sich retten und gelangt ans Ufer. Dort beginnt das eigentliche Abenteuer um Kronn und hier taucht die Bedrohung um das alte Volk zum ersten Mal auf. Alles was Kronn nun zustösst¸ ist im wahrsten Sinn des Wortes phantastisch. Von einem Friedhof unter der Erde mit seltsamen Bestattungsriten bis hin zu einer Verfolgungsjagd über die Dächer der freien Stadt Saramee.
Ein wenig erinnert Saramee an 'Freistatt' von Robert Asprin und Lynn Abbey und an 'Lankhmar' von Fritz Leiber. Der Vergleich bedeutet aber lediglich¸ dass die Örtlichkeit sich im grossen und ganzen auf eine Stadt konzentriert. Damit bleibt die Welt überschaulich und mehr wird gar nicht verlangt. Markus K. Korb kann mit seiner Erzählung durchaus überzeugen. sie ist spannend¸ so dass ich den Roman am Stück durchgelesen habe und bis auf den erwähnten Lapsus auch ohne grössere Logikfehler auskam.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355