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Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Der Roman ist eine gute Mischung aus Abenteuer und Sozialkritik. Atmosphärisch dicht geschrieben¸ wird die Leserin und der Leser sehr schnell von der Handlung mitgerissen. Mira ist ein junges Mädchen¸ dass sehr schnell weis¸ was sie will. Leider ist sie nicht in der Lage¸ dieses Wollen in die Tat umzusetzen. Immer wieder werden ihr Steine in den weg gelegt. Autor Patrick Cave ist mit seiner Sprache vor allem in der Lage¸ die Handlungsträgerin und ihre Umgebung bildlich darzustellen. Seine Bildwelten sind so wirklich¸ als sehe man aus einem Fenster und sieht Mira davor stehen. Das bedeutet aber gleichsam¸ man ist ein wenig mit Abstand versehen. Seine Schauplätze und Personen¸ seine Stimmungen und Beschreibungen lassen den Leser nicht so schnell los. Gleichzeitig mit Mira erleben wir eine Zukunftswelt dessen Weltbild sich nicht mehr im Lot befindet. Er zeigt auf¸ wohin die jetzige Gesellschaft hinwandert¸ was uns erwartet¸ wenn wir nicht bereit sind uns zu ändern. Die Sozialkritik die uns in diesem Abenteuerroman erwartet ist jedoch nicht die mit dem erhobenen Zeigefinger. Sie wird hervorgebracht in einem leidenschaftslosen Ton¸ nicht Anklage¸ nicht Mitleid. Tatsache und Fakten¸ vermischt mit Spannung. Ein Buch¸ dass ich gern in der Schule besprochen hätte um mit mehreren Mitschülern darüber zu reden. Vielleicht entscheidet sich der Verlag ja¸ ein Arbeitsbuch dazu zu entwickeln.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355