Rigante 3: Rabenherz
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Moidart lässt unterdessen die Riganten überfallen in der Hoffnung neben Lanovar auch dessen Familie zu töten. Wie durch ein wunder wird Kaelin jedoch gerettet. Gleichzeitig inszeniert Moidart ein Attentat auf seine Frau¸ die dabei planmässig stirbt. Nur sein Sohn Gaise darf leben. Auf diese art und Weise¸ wird er aber nie erfahren¸ wer der leibliche Vater ist. Der Moidart ist nicht nur grausam zu seinem allein aufwachsenden Sohn¸ sondern vor allem zu den Riganten. Kaelin und Jaim Grymauch müssen bald das Land verlassen. Kaelin tötete die Soldaten¸ die seine Freundin vergewaltigten und Jaim wurde Sieger im Boxen gegen den varlischen Champion.
David Gemmell schuf mit seinem RIGANTE-ZYKLUS die klassischen Konfliktsituationen¸ greift immer wieder auf das Vater - Sohn Verhältnis zurück um den Leser mit überraschenden Wendungen zu verblüffen. Gleichzeitig erleben wir mit den Rigante ein Volk¸ dass ständig um seine Selbstbestimmung kämpfen muss. Dabei ist der Unterschied zwischen den Besatzern nicht sehr gross¸ eigentlich nur der Name. Denn eine Gewaltherrschaft ändert nichts an der Herrschaftsform. Neben den eigentlichen Hauptfiguren wie Connavar¸ Bane¸ Kaelin und so weiter fesselt Herr Gemmell mit Nebenfiguren. Diese sind nicht weniger wichtig¸ und nicht weniger gut beschrieben¸ wie die Hauptfiguren. Ihr Rand-Dasein besteht eigentlich nur darin¸ nicht so häufig aufzutreten. Herr Gemmell bietet viel Spannung an. Der Zeitsprung ist ebenso wie der kulturelle Hintergrund äusserst faszinierend (Danke Mr. Spock¸ sie haben mir sehr geholfen). Die Personen haben ihren eigenen Charme¸ leben von und mit der Beschreibung. Die Welt wird greifbar¸ miterlebbar und der Schriftsteller damit ein Mann¸ der überzeugend Welten erschafft. Zumindest aber bestehende Welten überzeugend verändert. Ein überzeugender Zyklus.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355