Phase X - Das Magazin für Phantastik 10
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Michael Marrak: Die Natur des Verborgenen. Über die Kryptobotanik
Ulrich Blode: James Graham Ballard: Paradiese der Sonne. Rezension
Ralf Bülow: Die Liebe in den Zeiten der Klimakatastrophe. Ökologische Aspekte in Bruno Bürgels Roman »Der Stern von Afrika«
Ulrich Blode: John Wyndham: Die Triffids. Rezension
Ulrich Blode: Weitere Blumen und Gärten in Literatur und Film
Torsten Scheib: Mutter Natur schlägt zurück. The Happening (2008
Ulrich Blode: Eine Literaturliste zum Abschluss
Kurzgeschichten:
Gabriele Behrend: ARBOPHIL.RESET
Gustav Meyrink: Die Pflanzen des Dr. Cinderella
Kurd Laßwitz: Die Unbeseelten
Sebastian von Arndt: Das Leben im Toten
Inge Ranz: Ein Loch in eine andere Welt. Wie Inge Ranz die Science-Fiction populär macht. Die Welten unter dir
Nach der Aufzählung der Beiträge des neuen Phase X¸ ein paar Worte zu den Beiträgen¸ wobei nicht jeder Beitrag erwähnt werden kann. Das Thema des Heftes ist ungewöhnlich. Vor allem da es nicht sehr oft aufgegriffen wird. Die Pflanze an sich bietet nicht sehr viel phantastisches¸ sieht man einmal von der Alraune ab¸ die hier wenig Erwähnung findet. Natürlich gibt es immer wieder Pflanzen¸ die auffallen¸ aber meist durch irgendeine Einwirkung des Menschen. Dahingegen ist es in den Bildgeschichten eines Carl Barks und seiner Kollegen schon häufiger zu sehen¸ wenn fremde Pflanzenwesen aus dem Weltall sich der Erde bemächtigen wollen. Für den zehnten Band des Magazins für Phantastik – PHASE X suchte der Herausgeber und der Verlag mit dem folgenden Text Beiträge:
Ob es sich um die Lösung der Probleme menschlicher Energieversorgung handelt¸ ob es sich um das Ende des weltweiten Hungers dreht¸ ob die Außerirdischen in dem fremden Raumschiff auf Wurzeln laufen¸ ob Zaubertränke und -pulver aus seltenen Gewächsen gewonnen werden und ewige Jugend und die ewige Liebe der Liebsten versprechen¸ ob die ungewöhnlich große Venusfliegenfalle nicht nur Fliegen¸ sondern gerne auch einmal einen größeren Happen auf zwei Beinen zu sich nimmt – die phantastische Flora der Science Fiction¸ Fantasy und des Horrors ist arten- und facettenreich¸ vielfältig und immer außergewöhnlich.
Das Titelbild von Lothar Bauer ist äusserst passend. Mit seinen 12 x 12 cm jedoch ein wenig klein¸ denn man vermisst ein paar Kleinigkeiten der Zeichnung. Aber gelungen. Die Texte selbst befassen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema. Wobei aber der Kleine Horror-Laden sehr oft zitiert wird. Er scheint bei den entsprechenden Autoren einen gewissen Eindruck hinterlassen zu haben. Der kleine Horrorladen lautet im Original Little Shop of Horrors ist der Titel des gleichnamigen Musicals. Nach diesem Musical entstand die Filmversion von Frank Oz. Der kleine Horrorladen wurde bereits 1960 von Roger Corman unter dem¸ Titel Kleiner Laden voller Schrecken verfilmt. Auf diesem Film basiert das Musical¸ welches wiederum als Vorlage für die Verfilmung von Frank Oz diente und am 14. Mai 1987 in die deutschen Kinos und seither öfters im Fernsehen gesendet wurde. Die Artikel sind lesenswert¸ da sie zumindest für den Sammler von Phantastik¸ neue Informationen¸ zumindest aber Ansichten präsentieren. Sehr interessant ist der Beitrag von Inge Ranz: Ein Loch in eine andere Welt. Man ist durchaus gewillt¸ dem Herausgeber ein Startloch zu schenken. Die Informationen die Ulrich Blode lieferte ergänzen die einzelnen Artikel. Zudem bietet das Heft vier Kurzgeschichten die auf eigene und eigenwillige Art sich des Themas annahmen.
Ein sehr unterhaltsames Heft.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355