Perry Rhodan 3015: Raptus Terrae
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Das war es dann mit Perry Rhodan. Der Einstieg in die erste Auflage war wieder nichts. Man vertrödelt viel Zeit mit Kleinkram-Abenteuern ohne einen wirklichen Handlungsstrang zu finden. In einem Nebensatz heisst es¸ die Laren sind weg¸ die Transmitter zerstört. In einem Nebensatz 100 Heftromane ad absurdum geführt. Man bringt mal eben einige tausend Haluter um¸ ebenfalls in einem Nebensatz und macht noch andere Dinge. Wird gerade im Perryversum aufgeräumt?
Die eigentliche aktuelle Handlung vermisse ich. Wo ist der grosse Handlungsstrang¸ der über 100 Hefte gehen soll? Statt dessen Einzelabenteuer mit neuen Ideen¸ aber ohne wirklichen Zusammenhang. Und dann wieder ein Streit zwischen den Posbis¸ jahrhundertelanger Streit mal eben in 60 Seiten abgehandelt und Atlan und Co sind die Retter. Hallelujah.
Handwerklich habe ich an den Romanen nichts auszusetzen. Die Autorinnen und Autoren sind gut. Mal etwas langweilig in der Beschreibung¸ weil man irgendwie das Exposee abarbeiten muss. Dann wieder spannend aber viel zu schnell zu Ende¸ weil der nächste Handlungsstrang im Heft auch noch bearbeitet werden soll. Und dann der Verlust von Sonne und Mond. Gab es bereits¸ ihr erinnert euch an den Mahlstrom¸ die Hochzeit von zwei Superintelligenzen etc? Und keiner fragt wo Sonne und Mond sind? Stattdessen die Stellvertretersysteme¸ vermisst werden die an anderer Stelle wohl auch nicht. Aber eine hahnebüchene Erklärung¸ warum sich keiner an die Erde und den Mond erinnern will / kann. Was für eine überragende Technik muss dahinter stecken¸ eine ganze Milchstrasse dazu zu bringen¸ zwei kleine Erdklumpen zu vergessen. Und vor allem¸ warum?
Für mich verharrt Perry Rhodan in einer Stasis. Eine Absprache zwischen Autoren scheint es nicht zu geben. Autorenkonferenz und Exposee können nicht darüber hinwegtäuschen¸ dass in zwei aufeinanderfolgenden Romanen zweier Autoren¸ die Darstellung des Hintergrundes etwas variiert. etwas variiert. Nicht offensichtlich.
Ich habe alle Hefte von 1- 2500 gelesen dazwischen bis 3000 immer wieder Romane¸ wenn ich sie bekommen konnte¸ alle Planetenromane¸ alle 850 Atlan-Romane¸ die kleinen Sonderserien¸ die Magazine und mehr. Ich denke ich bin übersättigt. Ich will niemandem den Spass an der Serie vermiesen. Es gibt einige Tausend Leser und dies ist nur eine Meinung.
Mein liebster Zyklus: Der Schwarm. Sandal Tolk – Der Winnetou der Sterne¸ Tatcher a Hainu und Dalaimoc Rhorvic – Dick und Doof im Weltall¸ und viele Figuren mehr (hoffentlich habe ich gerade die Namen richtig geschrieben. Ist schon so lange her. Da war ich dabei. Gerne dabei!
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355