Nackte Angst / Phantom
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in der New Yorker Metropole. Seine Opfer sind junge¸ schöne Frauen¸ die sich zufällig oder absichtlich in seine Gewalt begeben. Die Stadtbevölkerung ist aufgeregt und lebt in angst und Schrecken¸ denn schliesslich kann es jede junge Frau treffen¸ die seinem Schönheitsideal entspricht. Und in einer Millionenstadt wie der Ostküstenstadt New York sind das nicht gerade wenige. Die Polizei ist machtlos und hofft auf die Hilfe von Graham Harris¸ der hellseherische Fähigkeiten sein eigen nennt. Doch ist Graham selbst nicht sicher¸ ob er helfen kann. Psychologisch begründeter Grusel der spätestens bei der Hetzjagd durch ein leerstehendes Hochhaus voll ausgespielt wird.
Dean R. Koontz setzt auf psychologischen Horror. Nichts ist grauenhafter als die Gedanken des Lesers und seine eigene Vorstellungskraft. Dean R. Koontz versteht es dabei meisterlich¸ mit Andeutungen und nur wenig darüber hinaus¸ die Phantasie des Lesers anzustacheln.
Phantom
Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester kehrt die junge Ärztin Jenny Paige nach Snowfield zurück. Snowfield¸ das kleine und beschauliche Heimatstädtchen liegt irgendwo in den kalifornischen Bergen. Doch die beiden junge Frauen erwarten eine schreckliche Entdeckung. Alle Bewohner der Stadt sind entweder tot oder verschwunden. Es finden sich zunächst gar keine Spuren. War es ein Unfall oder gar ein Attentat mit chemischen oder biologischen Waffen? Die Wahrheit jedoch ist viel grausamer. Ein furchtbarer Dämon hält das Städtchen Snowfield in seinen Klauen gefangen. Selbst Mitglieder der angeforderten Hilfsmannschaften fallen dem unheimlichen zum Opfer.
Dean R. Koontz schrieb seinen Roman 'Unheil über der Stadt' praktisch neu. Mit der Überarbeitung und dem neuen Titel 'Phantom'¸ geht er den neuen Weg¸ hin zum Horrorroman mit klarer Gliederung¸ weg vom Spannungs-Thriller¸ der ein wenig 'wirr' zu sein schien.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355