Mächte des Feuers
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Aber es ist auch die Zeit der Wahrsager¸ Seher und Okkultisten¸ Scharlatanen wie auch echten Menschen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Die Bohème trifft sich im teuren und bekannten Berliner Hotel Adlon. Dort trifft man sich zum Beispiel zu Seancen und anderen Treffen. Man trinkt Absinth und nimmt die unterschiedlichsten Drogen rauchend¸ schluckend und riechend zu sich. Zumindest die Menschheit¸ die über Geld¸ Macht und Verbindungen verfügt. Der Grossteil der Bevölkerung leidet aber¸ weil Lebensmittel und andere wichtige Grundstoffe fehlen.
Ein russischer Exillant¸ Graf Zadornov¸ bietet ihr seine Hilfe an¸ indem er sie bittet¸ ihn umzubringen. Er ist Hellseher und sah sich und Silena in einer Stadt voller Drachen und als Gefahr. Silena verweigert ihm ihre Hilfe. Später arbeitet er mit ihr zusammen. Unter anderem befindet sich in ihrer Gesellschaft auch der obskure Versicherungsvertreter Onslow Skelton. Skelton ist unter anderem damit beschäftigt¸ den Raub antiker Drachentöterartefakte aufzuklären.
Die ersten Hinweise¸ denen Silena nachgeht führen sie nach London. Dort wurde im Museum eingebrochen. Allerdings sind die Briten dem Officium nicht gerade freundlich gegenüber eingestellt. Danach geht es auf der Spur eines fünfköpfigen¸ schwarzen Drachen weiter. Der Drache vergnügt sich nach London mit Edinburgh. Weiter geht es ins winterliche Innsbruck und einen kleinen Aufstand der darbenden Bevölkerung.
Je weiter sich Grossmeisterin Silena in die Sache einmischt¸ desto klarer wird ihr¸ in einer Verschwörung zu stecken. Ihre Verschwörungstheorie uralter unbekannter Drachen wird zuerst verlacht. Aber dann geht es weiter. Europa scheint in einen Krieg gegen die Drachen getrieben zu werden¸ in dem nur die Drachen gewinnen können. Bis auf einmal Silena von einem neuen Gegner erfährt¸ einem Gegner der Drachen¸ der ihr helfen könnte.
Markus Heitz ist für seine Romane bekannt. Immer wieder schafft er es¸ den Leser zu überraschen. Normalerweise bürgt sein Name für spannende¸ kurzweilige Unterhaltung. Ich schrieb bewusst¸ normalerweise. Denn leider bin ich mit diesem Buch nicht ganz zufrieden. Es hat doch ein paar Längen¸ wo ich bereit war¸ ganze Seiten einfach zu überblättern und irgendwo anders weiterzulesen. Dass ich es nicht getan habe liegt an seiner Idee. Er beschreitet in der Phantastik immer wieder neue Wege und überrascht daher seine Leser immer wieder aufs neue. Und ich wollte keine Seite verpassen. Möglicherweise verpasse ich ja etwas. Letztlich habe ich also nichts verpasst. In den Händen hielt ich einen Roman der mir sehr gut gefiel. Eine Mischung aus Parallelwelt-Roman¸ Verschwörungstheorien¸ Abenteuerroman mit einer Romanze und Rätselwerk.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355