Hüter des Grals
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Gleichzeitig sucht Lord Vortepor von Dyfed nach Budoc. Den ausgesandten Skoten fällt die nahe gelegene Siedlung in die Hände. Von einem Schamanenfluch gebunden gelingt es Budoc nicht¸ zu fliehen. Allerdings findet er Hilfe in den Personen einer jungen Frau aus dem Dorf¸ eines Saesoniten¸ dessen Schiff durch die Skoten aufgebracht wurde und zwei Soldaten¸ die eben jenes Schiff beobachten sollten. Diese Fünf versuchen die Skoten zurückzuschlagen. Ausserdem wollen sie verhindern¸ dass Vortepor den Kelch der Macht an sich bringt.
Das Buch beginnt recht behäbig. Verschiedene Begebenheiten vermischen sich in eine wilde Abfolge von Bildern. Zudem gibt es sehr viele Rückblenden¸ wobei der Übergang fliessend und daher etwas verwirrend ist. Ebenso verwirrend ist¸ das Patrick McCormack sich der alten Namen bedient. Einmal daran gewöhnt¸ ergibt sich im Lauf der Erzählung¸ eine eigene¸ geheimnisvolle Stimmung. Allerdings sollte man sich hier nicht vom Begriff 'Mittelerde' verwirren lassen. Wie das Kaiserreich China galt Mittelerde als Zentrum der bekannten Welt.
Patrick McCormack suchte und fand in alten Quellen vielerlei Hinweise auf die Arthus-Legende. In einem Anhang erklärt er sich zum Stand der jetzigen Arthusforschung. Im Vergleich zu den vielen Arthur-Sagen-Nacherzählungen liegt hier eines der besseren Bücher vor. Durchaus empfehlens- und lesenswert.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355