Schwarze Sonne 1: Das Schloß der Schlange
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Noch während Adam mit seinem Onkel zu dessen Haus fährt¸ überfällt ihn eine Vision¸ von der er nicht wusste¸ dass es eine ist. Erst als er sich darüber unterhält¸ wird klar¸ dass nur er die Vision und die daran beteiligten Personen¸ sah.
Später wird er dem Landesherrn vorgestellt¸ der sich Adam gegenüber äusserst seltsam verhält. Adam lernt dessen Tochter kennen und aus diesem Kennenlernen ergibt sich eine Liebschaft die im Tod der jungen Frau endet und somit zum Auslöser der kommenden Serie wird. Adam und Nathaniel werden zu Geisterjägern.
Die Erzählung wurde frei nach Bram Stoker bearbeitet. Eine Geschichte¸ die mit den Stimmen der Erzähler¸ der Musik und den Geräuschen eine wirklich gut gelungene Vereinigung bilden.
Das Hörspiel an sich¸ angefangen von der graphischen Gestaltung¸ über die ausgewählten Sprecher bis hin zu seinem Gesamtbild spricht den Hörer an. Vor allem gefiel mir die Arbeit¸ die Sabine Weiss mit ihren hervorragenden Zeichnungen ablieferte¸ gefiel mir. Ich konnte mich auf diversen Cons mit ihr unterhalten und ihre Arbeit bewundern. Bis hin zu "Böhmen-Müller" einer von ihr illustrierten Rollenspielfigur von mir. Die viktorianisch angehauchten Darstellungen auf ihren Zeichnungen geben einen ersten optischen Eindruck¸ der sich akustisch sehr schnell im Gehirn des Hörers zu einem grossen Gesamtbild zusammensetzt. Die optische Unterstützung der hervorragend ausgewählten Stimmen macht aus dieser CD ein wirkliches Hörerlebnis.
Der Lauschangriff¸ den die Profis auf mich durchführten konnte ich leider nicht abwehren. Hingerissen von der Produktion konnte ich nicht anders und musste meine Arbeit am Rechner ruhen lassen um mich fast siebzig Minuten lang dem Hörspiel hinzugeben. Das lag aber auch an der Musik¸ die manchmal zu laut einsetzte¸ während die Stimmen zu leise und damit nicht mehr zu hören war.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355