Gilde der Schwarzen Magier 1: Die Rebellin
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Denn in Imardin liegt die Macht normalerweise in den Händen der Magier. Diese gehen gegen das normale 'Volk rücksichtslos vor¸ wann immer sich eine Möglichkeit bietet. Und in der Regel wagt keiner der Gewöhnlichen¸ sich gegen die Magier zu erheben. Bis Sonea¸ das Bettlermädchen¸ aufbegehrt. Nur Dank ihrer aussergewöhnlichen magischen Begabung wird sie nicht aus der Stadt geworfen oder gar getötet. Soneas Entschluss¸ in der Gilde zu verbleiben hat ungeahnte Folgen. Ehe sie sich versieht¸ ist sie in den Mittelpunkt einer geheimnisvollen Verschwörung geraten.
Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Dannyl. Er wurde als neuer Botschafter nach Elynne ausgeschickt. Dannyl gefällt es dort überhaupt nicht¸ zumal über ihn¸ wie in einem Wasserloch¸ die Dekadenz des Hofes zusammenschlägt. Er ist sehr stark mit sich selbst beschäftigt und findet sein wahres ich. Gleichzeitig wurde er auf Anweisung von Lorlens damit beauftragt¸ in Akkarins Vergangenheit herum zu schnüffeln. Langsam beginnt er Akkarin zu verstehen¸ je näher er dessen Geheimnis kommt. Als Akkarin dahinter kommt¸ dass sich Lorlen und Dannyl zu sehr mit seiner Vergangenheit beschäftigen¸ nimmt er Sonea als Geisel. Zwischen der Geisel und dem Magier entspinnt sich eine seltsame Art der Zusammenarbeit. Auf der einen Seite ist Sonea von Akkarin fasziniert¸ auf der anderen Seite will sie aber so schnell wie möglich von seiner Seite verschwinden. Irgendwann gibt sie ihren Widerstand gegen Akkarin auf und hilft ihm sogar.
In der Stadt Imardin tauchen immer öfter Leichen auf¸ denen mittels schwarzer Magie das Leben genommen wurde. Lorlen¸ inzwischen Administrator kämpft mit der Angst¸ seine schlimmsten Träume könnten wahr werden. Diese Angst betrifft Akkarin. Es ist bekannt¸ dass er schwarze Magie ausübt und ausgerechnet Sonea ist dabei und hilft ihm. Lorlen und Rothen sind in das Geheimnis von Akkarin eingeweiht. Akkarin wird letztlich überführt und angeklagt¸ schwarze Magie ausgeübt zu haben. Mit der Bekanntgabe dieses Vergehens wird er in das Ödland von Sachaka verbannt. Aber auch Sonea muss ihn in das Exil begleiten¸ war sie doch an seinem Wirken¸ ob absichtlich oder nicht¸ beteiligt. Im Ödland stehen die beiden Wache und hoffen¸ noch rechtzeitig zu Gunsten der Stadt eingreifen zu können. Durch die Arroganz der Gilde¸ die seit dem ersten Roman nicht weniger wurde¸ steht der Untergang der Stadt¸ ja der Welt¸ bevor. Sonea hat in kurzer Zeit viel gelernt. Von der Rebellin aufgestiegen zur Novizin und schliesslich zur Meisterin scheint sie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden zu haben. Nur sollte der Platz nicht gerade das Ödland Sachakas sein.
Die Geschichte ist bis zu dem Punkt lesbar¸ wo sich noch alles nur um Sonea dreht und noch keine grosse Magiergilde ins Spiel kommt. Als sich die Gilde von ausgebildeten Magiern durch ein ungebildetes Mädchen bedroht fühlt¸ beginnt die Unlogik im ersten Roman. Ab sofort wird nach dem unbekannten Mädchen¸ dass sogar mächtiger sein soll als mancher Magier¸ gefahndet. Die Magier setzen sich in ihrem selbstherrlichen Gehabe über die Interessen des einfachen Volkes hinweg¸ üben ihre Magie wann und wo immer sie wollen aus. So kommt es¸ dass die Magier nach Sonea¸ dem jungen Mädchen suchen. Schliesslich wird Soena gefangen genommen und zu einer Magierin ausgebildet. Noch während dieser Zeit kommt sie dem Hohen Lord auf die Schliche¸ dass er schwarze Magie betreibt.
Ehrlich gesagt¸ fand ich bis auf ein paar kleine Spannungsbögen nichts¸ dass mir dieses Buch schmackhaft gemacht hat. Seitenweise musste ich kämpfen¸ um die Erzählung zu lesen. Erst mit den beiden Folgebänden konnte ich mehr anfangen und nun¸ nachdem ich die Trilogie kenne¸ kann ich sie auch ohne weiteres empfehlen. Die Anfangsschwäche wurde überwunden¸ der Erzählstil flüssig und die Logik nachvollziehbar. In vielen Fällen ist Trudi Canavan mit ihren Handlungsträgern etwas nachlässig¸ oberflächlich. Hier hätte sie etwas mehr in die Tiefe gehen können¸ bessere Beschreibungen liefern und dafür anderes weglassen können. Der Platz war da.
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Die Triologie:
Gilde der Schwarzen Magier 1: Die Rebellin
Gilde der Schwarzen Magier 2: Die Novizin
Gilde der Schwarzen Magier 3 - Meisterin
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355