Gezeitenwelt 1: Der Wahrträumer
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Kurze zeit später erreicht ein fremder Priester die Siedlung und ein Märtyrer soll ausgelost werden. Er oder Sie soll sich in Gemeinsamkeit mit anderen zu Tode Hungern¸ damit das böse Omen und das Unglück abgewendet wird. Und gerade Alessandra trifft die Auslosung. Aionar¸ der abwesende Gott¸ erwählte sie zur Märtyrerin.
Gleichzeitig kündigt sich aber ein anderes Ereignis an. Ein Komet nähert sich der Welt und nur die Alten munkeln von einem bösen Omen. Bis es praktisch zu spät ist. Der Meteor stürzt herab und verändert auf Jahre hinaus die Welt und damit das Leben auf ihr. Königreiche werden gestürzt¸ neue Sekten gegründet¸ Flüchtlingskarawanen durchziehen das Land. Nichts ist mehr so wie vorher.
Alessandra entschliesst sich aber¸ diesem Gott nicht als Märtyrerin zu dienen. Mehr durch Zufall stirbt der Priester¸ der sie in eine andere Stadt bringen soll. Auf der Flucht tötet sie zwei der drei sie begleitenden Söldner. Und damit beginnt das eigentliche Abenteuer.
Das positive an diesem Buch ist¸ es ist sehr viel besser als die DSA-Romane von Bernhard Hennen. So hat er sich hier viel nehr Mühe gegeben. Der Stil ist weitaus angenehmer zu lesen und er hat mehr Platz um zu erzählen. Das Buch wird mit sehr schönen¸ an Kupferstiche erinnernde Zeichnungen von Caryad aufgelockert.
Das negative an diesem Buch ist die Rückseite des Klappentextes. Wolfgang Hohlbein meint: 'Das größte deutsche Fantasy-Epos¸ das jemals geschrieben wurde!' Damit kann er einerseits durchaus recht haben. Bernhard Hennen¸ der zum direkten Freundeskreis von Wolfgang Hohlbein gehört¸ ist jetzt schon besser¸ als es Wolfgang Hohlbein je sein wird. Andererseits zeigt es aber auch die Unfähigkeit einen Klappentext zu schreiben. Dies ist der erste Band von insgesamt zwölfen und elf müssen noch geschrieben werden. Wieso ist es dann jetzt schon das 'größte Epos'? Würde der Verlag auf solche einfältigen Aussagen verzichten¸ würde dem Autor damit weit eher geholfen. sehr empfehlenswert
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355