Drachenkämpferin 1: Im Land des Windes
Vor dreißig Jahren überzog der Jüngste aus dem Kreis der Magier die acht Länder der aufgetauchten Welt mit Krieg und wurde zum Tyrannen. Unvorstellbare Brutalität und Grausamkeit beherrschten den Kampf. Ohne Unterschied wurde von seiner wilden Horde aus Fammin gemordet. Kinder und Frauen waren unter den Opfer und ganze Völker wurde ausgelöscht. Ins Besondere das Volk der Halbelfen war das Ziel der Angriffe. Sie wurden bis auf kleines Kind alle vernichtet.
Das Kind Nihal ist die Hauptfigur dieses Bandes. Sie fand bei einem Waffenschmied ein neues Zuhause und verlebte ohne von ihrer Vergangenheit zu wissen eine geborgene und glückliche Kindheit. Schon früh zeigt sich¸ dass sie gut mit Waffen umgehen kann und eine gute Kämpferin ist. Ihr Pflegevater schmiedet ihr daher eine besondere Klinge¸ ein Schwert aus Kristall.
Als die Horden des Tyrannen die Heimatstadt überfallen¸ kann Nihal fliehen. Ihr Pflegevater wird bei dem Angriff grausam getötet. Begleitet wird sie dabei von einem angehenden Magier Sennar. Sie macht sich auf den Weg und will ihrer Berufung folgen. Ihr Ziel ist die Aufnahme in den Orden der Drachenkrieger.
Trotz aller Widerstände gelingt es ihr als erste Frau einen Platz zu bekommen. Doch nun beginnt eine harte Lehrzeit. Sie muss mit der Ablehnung ihrer Mitschülern klar kommen und auch die Kämpfe und die Geister der Toten machen ihr zu schaffen. Aber ohne Rücksicht kämpft sie gegen die Fammin. Dabei schießt sie über das Ziel hinaus und steht schließlich vor der Wahl¸ entweder ihr gelingt es sich zu bändigen oder sie wird nie eine richtige Drachenkriegerin.
Mit dem Roman beginnt eine interessant Trilogie. Die Italienierin Licia Troisi lieferte eine sehr interessante Geschichte¸ die sich über mehrere Jahre hinzieht. Die gängigen Fantasyfiguren sind vertreten und helfen mehr oder weniger der jungen Protagonistin¸ die sich mit Sicherheit noch in den beiden weiteren Bänden entwickeln kann¸ aber auch in diesem Band schon sehr gut dargestellt wird. So werden die Beweggründe sehr gut beschrieben und es wird mehr Wert auf das Seelenheil der Heldin gelegt¸ als auf die Schilderung von Kämpfen und Gräultaten.
Zwar waren die meisten Bestandteile schon einmal in einem Roman in ähnlicher Form da¸ doch sind diese hier sehr gut erzählt und findet sich sehr leicht zurecht. Sehr schön ist auch die Karte in der Buchinnenseite.
Fazit:
Der Roman ist ein sehr guter Auftakt einer interessanten Reihe und macht Lust auf mehr. Das Debüt der jungen Autorin ist gelungen und sie schildert eine interessante Fantasywelt.
Autoreinfo:
Licia Troisi¸ 1980 in Rom geboren¸ hat nach dem Abitur Astrophysik studiert und arbeitet derzeit als Museumsführerin in der Astrophysik-Abteilung des Römischen Observatoriums. An der Drachenkämpferin-Saga arbeitete sie knapp zwei Jahre¸ bevor sie das Manuskript unverlangt bei einem großen italienischen Verlag einreichte. Nur wenige Monate später wurde der erste Band veröffentlicht. Mittlerweile sind über 100.000 Exemplare verkauft.
Eine Rezension von: Thomas König