Dalemark 1: Spielleute von Dalemark
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Des Spielmannes Clennens jüngster Sohn¸ Osfamaron Tanamoril¸ kurz Moril genannt¸ und Kialan sind sich von Anfang an nicht grün. Zwischen beiden gibt es eine unausgesprochene Abneigung¸ seit sie sich das erste Mal sahen. Das liegt aber auch an dem seltsamen Verhalten des Mitreisenden. Jedesmal wenn die Familie eine neue Stadt erreichen¸ verlässt er vorher den Wagen¸ schaut später aus der Menge zu und ist erst wieder bei der Abfahrt dabei.
Eines Abends jedoch stirbt Clennen. Ermordet von sechs unbekannten Männern. Niemand weiss warum. Die Witwe Clennens¸ Lenina¸ führt die Kinder zurück in den Süden zu einen ihnen nicht näher bekannten Grafen.
Die letzten Worte des sterbenden Vaters richten sich an seinen jüngsten Sohn. Er vermacht Moril die Quidder¸ das Seiteninstrument¸ das er selbst immer spielte. Er weist seinen Sohn Osfamaron Tanamoril darauf hin¸ das ein gleichnamiger Vorfahr¸ Osfamaron¸ die Quidder bereits spielte und ihm zu grosser Macht verhalf.
Das Buch¸ 1975 geschrieben¸ ist in Wahrheit ein Kinderbuch. Es ist eine Art phantastisches Märchen¸ in dem die Fantasy-Elemente überwiegen und wo die Magie sehr spät Dingbar wird. Eine gleichmässig gut geschriebene Erzählung ohne Tiefen und Höhen. Hauptsächlich aus der Sicht von Moril geschrieben sind es gerade die Gedanken des jungen Barden die wichtig sind. Sie sind ab und zu komisch¸ dann wieder etwas einfältig oder auch nachdenklich. Wer gerne ruhiger Fantasy liest¸ ist hier vollkommen richtig.
Der grosse Nachteil¸ der mich immer wieder ärgert¸ sind die Aussagen die auf dem Klappentext zu finden sind. SCHÜLERIN von J. R. R.Tolkien und C. S. Lewis regen mich immer auf. Als diese Buch erschien¸ gab es den 'Herrn der Ringe' seit fast 20 Jahren und Lewis war bereits ein paar Tage länger tot. Zudem erinnert das Buch weder inhaltlich noch stilistisch an einen der beiden vorab genannten Autoren
Der zweite Nachteil¸ die Schriftgrösse ist im Gegensatz zu anderen Büchern von Bastei viel zu gross. Dazu das überflüssige Glossar und die kleinen Zeichnungen des Johann Peterka¸ machen daraus ein 327-Seiten Buch. Normalerweise käme das Buch wohl nicht über 150 Seiten und entspricht damit tatsächlich einem Jugendbuch.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355