Coraline - Gefangen hinter dem Spiegel
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Am nächsten Tag gelingt es Coraline die geheimnisvolle Tür zu öffnen. Doch statt der Mauer steht sie vor einem dunklen Gang. Coraline betritt den Gang und findet sich in einer Wohnung wieder¸ die der ihren haargenau gleicht. Es gibt dort sogar einen 'anderen Vater' und eine 'andere Mutter'. Diese andere Mutter möchte¸ dass Coraline für immer bei ihr bleibt¸ Coraline lehnt ab. Am darauf folgenden Tag sind ihre Eltern verschwunden. Coraline sucht überall und findet keine Spur von ihnen. Sie ist davon überzeugt¸ dass die 'andere Mutter' sie gefangen hält.
Das vorliegende Kinderbuch ist in der Tradition von 'Alice im Wunderland' oder von 'Peter Pan und Wendy' zu sehen. Es geht um ein Mädchen¸ das auf sich alleine gestellt¸ mit ihren Ängsten und Problemen fertig werden muss. In dieser anderen Welt¸ in die sie sich begibt¸ ist alles anders. Hier können Katzen und Hunde sprechen und Letztere ernähren sich nur von Schokolade und Pralinen.
Neil Gaiman bedient sich bei seiner Geschichte bei anderen Kinderbüchern. Eine Spiegelwelt¸ hinter der die Eltern gefangen sind oder¸ wo Coraline selbst eingesperrt wird¸ mit anderen toten Kindern¸ deren Seele die 'andere Mutter' versteckte¸ gallertartige Wesen¸ sprechende Tiere und anderes mehr.
Die Erzählung ist düster und gemein¸ für Kinder geeignet ihnen einen gehörigen Schrecken einzujagen. Eine spannende und gut geschriebene Erzählung über Ängste und Mut¸ Recht und Gerechtigkeit¸ die in einem preiswerten Taschenbuch erschien.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355