Cadel Piggott Trilogie 1: Teuflisches Genie
Mit sieben Jahren lernt Cadel¸ wie man sich in Computernetzwerke hackt. Mit acht legt er schon ganze Städte lahm. Und mit vierzehn beginnt er seine Ausbildung am AXIS-Institut¸ wo Spionage¸ Sabotage und Giftmord auf dem Lehrplan stehen. Sein Ziel: eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen und damit den Traum seines Vaters erfüllen¸ eines ebenso brillanten wie eiskalten Verbrechers. Da gibt es nur ein Problem: Cadel soll durch und durch böse sein ‐ und ist eigentlich ein richtig netter Junge …
Er ist etwas anders als andere Kinder ‐ der Cadel Pigott. Ein Sonderling¸ der sich in seiner Freizeit mit Computern beschäftigt. Cadel sieht seine Welt in Datenströmen¸ hackt sich in fremde Netzwerke ein. Und erhält dadurch Computerverbot. Doch in den Psychologen Thaddeus Roth findet er einen Menschen¸ der ihm während der Zeit der Behandlung gestattet¸ seinen Computer zu benutzen¸ um mit den Datenexperimenten fortfahren zu können.
Von seinem Psychologen erfährt Cadel Pigott¸ dass sein leiblicher Vater ein Genie ist und alles erdenklich Mögliche versucht¸ die Welt zu verändern. Er vertritt die Auffassung¸ dass nur die intelligentesten Menschen in der Lage seien¸ die Macht an sich zu reißen. Da Cadels Vater im Gefängnis sitzt¸ kann er mit seinem Sohn nur über versteckte Kameras Kontakt aufnehmen.
Nach erfolgreichem Schulabschluss kommt der 14-jährige Cadel an das AXIS-Institut¸ welches sein Vater gründete. Dort wird ihm das notwendige Wissen vermittelt¸ um Menschen kontrollieren und manipulieren zu können. Ist Cadel Pigott in diesem Institut wirklich gut aufgehoben?
"Teuflisches Genie" der Autorin Catherine Jinks ist der Auftaktband einer Trilogie¸ der sich dem jungen Genie Cadel Pirott widmet. Zugegeben¸ am Anfang des Lesens hatte ich ein wenig den Eindruck¸ ein langweiliges Buch in den Händen zu halten. Doch je mehr Seiten ich las¸ desto mehr wurde ich davon überzeugt¸ dass ich es mit einer eigenwilligen und individuellen Lektüre zu tun habe.
Gibt es doch in der Zeit¸ in der wir leben¸ genügend Beispiele¸ in denen sich Jugendliche von ihrer Umwelt abkapseln und sich stundenlang vor den PC setzen. Dabei kommen sie auf die skurrilsten Gedanken; sei es das Einhacken in fremde Systeme oder die Entwicklung neuer Viren und Trojaner.
Obwohl sich im ersten Moment "Teuflisches Genie" nicht wie ein Thriller liest - eher wie ein Buch für Kinder ‐ gelingt es der Autorin¸ mit ihren Protagonisten und auch mit dem Leser zu spielen. Man weiß nicht so richtig¸ wohin die Handlungsstränge führen könnten. So auch nicht die Hauptfigur Cadel. Es braucht seine Zeit¸ bis er nach einem Vorfall begreift¸ was man eigentlich von ihm wirklich will. Was Cadel von anderen unterscheidet: Er hat ein Gewissen. Und dieses hilft ihm¸ seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten dazu zu benutzen¸ um zurückschlagen zu können.
Fazit:
"Teuflisches Genie" ist ein Thriller¸ bei dem man etwas Geduld und eine gewisse Einstellung zu originellen Thematiken aufbringen muss. Wer dies schafft¸ wird mit einem spannenden und unerwarteten Ende belohnt.
Eine Rezension von: Wolfgang Brandt http://www.geisterspiegel.de
