Bartimäus 1: Das Amulett von Samarkand
Bartimäus ist ein Dämon. Genauer gesagt ein Dschinn. In London in dem die Handlung spielt¸ haben die Magier das Sagen. Durch das Heraufbeschwören von Dämonen festigen sie ihre Macht und können so ihre Magie ausleben.
Nathaniel ist ein junger Zauberlehrling¸ der bei dem Regierungsbeamten Arthur Underwood aufwächst und unterrichtet wird. Doch leider wird Nathaniel von seinem Meister unterschätzt. Als der überheblich Zauberer Simon Lovelace zu Besuch kommt und Nathaniel demütig¸ schwört Nathaniel Rache.
Er beschwört einen Dämon und bannt ihn mit einem besonderen Kreis. Der Dämon ist Bartimäus¸ einer der besonders listigen und frechsten seiner Gattung. Zunächst nimmt er den jungen Zauberlehrling nicht ernst und vermutet einen mächtigen anderen Zauberer hinter ihm. Doch durch die Macht der Beschwörung ist er an den Auftrag Nathaniels gebunden und der lautet¸ Simon Lovelace ein Amulett zu stehlen und zu Nathaniel zu bringen.
Der Diebstahl gestaltet sich schwieriger als erwartet. Lovelace hat viele Dämonen um sich geschart¸ die ihn schützen sollen. Darunter auch zwei alte Bekannte von Bartimäus¸ die mit ihm auch noch eine Rechnung offen haben. Doch es Diebstahl gelingt und Bartimäus bringt Nathaniel das Amulett. Nathaniel versteckt mit Bartimäus Hilfe das Amulett im Arbeitszimmer seines Meisters.
Aber damit beginnt das eigentliche Problem. Das Amulett ist für Lovelace sehr wichtig und so geraten die beiden in einen politische Intrige¸ die die ganze magische/ politische Führung des Landes bedroht.
Der Roman ist wunderbar zu lesen und die beiden Hauptfiguren schildern abwechselnd die Handlung. Dabei erzählt Bartimäus aus der Ich-Perspektive und ergänzt durch lustige Fußnoten die Handlung.
Bei einem jungen Zauberlehrling kommt man zwangsläufig zu Harry Potter. Aber die Bartimäus-Welt ist dunkler und düster. Mord und Totschlag tauchen auf und eine strikte Trennung zwischen Gut und Böse gibt es nicht. Die Figuren sind vielschichtig und haben alle (bis auf Lovelace) auch ihre guten und weniger guten Seiten.
Fazit:
Ich bin ganz begeistert von dem Roman gewesen. Er hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt und ich freue mich auf den zweiten Teil.
Eine Rezension von: Hans Peter Röntgen http://www.textkraft.de