Da sind Räuber im Wald
Das Abenteuer "Da sind Räuber im Wald" spielt in und um der kleinen Gemeinde Brandesbrück. Im Ralfersterwald haben sich einige Räuber niedergelassen¸ die Reisenden und Händler überfallen. Die Bewohner der Gemeinde Brandesbrück leben unter anderem von den Reisenden¸ die hier übernachten und ihre Vorräte auffüllen.
Doch von den Bewohnern ist weder Hilfe noch Belohnung zu erwarten. Es ist eine Frage der Ehre. Auf der Suche werden die Abenteurer¸ den unterschiedlichsten Wesen und Monster begegnen. Mir hat am besten der Oger gefallen¸ der sich als Künstler versteht. Wenn man den noch etwas ausbaut und die Kunstwerke mit Namen verseht (z.B. "Der Elf¸ der sich im Wald verirrte und vom Habling gerettet wurde") sorgt er schon für einige Unterhaltung.
Schließlich wird die Gruppe das Versteck¸ einen verlassenen Tempel finden¸ und in einem Endkampf die Räuber ausschalten.
Das Abenteuer ist ohne Probleme in einer andere Kampagne zu übertragen und eignet sich hervorragend als kleines Intermezzo zwischen zwei anderen Abenteuer. Zwar liegt die Betonung eigentlich auf den Kampfhandlungen¸ aber ein guter Spielleiter kann durch einen besseren Ausbau der Stadt¸ einige rollenspielerische Elemente fördern.
Alle Werte basieren auf D20 und lassen sich somit auch mit Dungeon & Dragons 3rd spielen. Die Werte sind speziell gekennzeichnet. In der Heftmitte befindet sich eine große (55 x 42 cm) doppelseitige Farbkarte des Tempel. Mit ihr und einigen Miniaturen lässt sich der Kampf sehr gut nachstellen. Alle Karten sind mit dem Campaign Cartographer gezeichnet. Bis auf die Fallkarte und dem Umschlag ist alles in schwarzweiß.
Das Abenteuer ist speziell für Anfänger gut geeignet¸ da der Handlungsbereich übersichtlich und die Zahl der Nichtspielercharaktere nicht so hoch ist. Für erfahrene Spieler reichen zwei Spielabende¸ um das Problem zu lösen.
Da es bisher recht wenige deutsche D20 Abenteuer gibt¸ gehört das Abenteuer schon zu den besseren.
Eine Rezension von: Thomas König