Myranische Mysterien

Im wesendlichen gibt es drei Gruppen von Magiebegabten¸ die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden. Die myranische Magiokratie wird in erster Linie durch die optimatische Tradition bestimmt¸ deren Regeln und grundsätzlichen Traditionen zuerst dargestellt werden. Im Anschluß werden einige Magierhäuser mit ihren Eigenheiten und speziellen 'Hauszaubern' vorgestellt. Animismus¸ also die Bindung von Kräften in Gegenstände zur Artefakterschaffung¸ ist eine weiter Hauptgruppe der myranischen Magie. Hier werden funktion¸ Kräfte und Erschaffung solcher 'Magetec' erläutert. Natürlich fehlen hier nicht die Beschreibungen einer prächtiger Artefakte. Anders als in Aventurien ist in Myranor auch die Alchimie eine wahrhaft magische Tradition¸ die im dritten Abschnitt dieses Magieexkurses abgehandelt wird. Es gibt jetz wie Beispielsweise auch bei Shadowrun auch Personen die magisch Aktiv sind¸ aber keine Magier. Am ehesten zu vergleichen mit dem aventurischen Magiediletanten.
An dieser Stelle erfolgt mehr oder weniger ein Schnitt in diesem Band. Der zweite Teil ist aus allen möglichen Aspekten und Fakten zusammengestellt¸ die nur teilweise mit Magie und Mystik zu tun haben.. Hier wird es Quellenbandähnlicher und nicht mehr so regellastig wie bisher. Die Zustände am Ghulenwal werden geschildert und die Umgebung beschrieben. Dies soll Anregungen für eigene Szenerien geben. Dazu kommen dann noch einige Abenteuervorschläge¸ die meist in der Tradition 'kurz und knapp' daherkommen. Dazu werden Legenden¸ Kreaturen¸ neue Rassen und Pflanzen Myranors vorgestellt. Allerdings jeweils nur auf wenigen Seiten. Interessant ist das Kapitel¸ welches Spielleitern hinweise für die Abenteuerführung in Myranor gibt¸ denn durch die vielen Rassen und Wesen ist es noch schwieriger für den Meister den Überblick zu behalten. Ein längerer Abschnitt trägt eben jenen vielen Rassen Rechnung. Denn da gibt es ja einige die fliegen und einige die sich unter Wasser bewegen. So entstand die Notwendigkeit den Kampfregeln die dritte Dimension hinzuzufügen. Dann gibt es noch einen FAQ¸ der Antworten auf Regelfragen gibt und einen strukturierten Index.
Das ganze ist ein Softcover im bekannten A4 Format. Im inneren finden sich eher wenige¸ dafür gelungene schwarz/weiß Illustrationen und auch einige Karten¸ die verteilt sind und vielleicht besser am Ende zwecks besserer Kopierbarkeit stehen sollten.
Fazit:
Myranische Mysterien bietet im ersten Teil sicher das¸ was sich der Myranorheld wünscht¸ dieser Teil geht ok. Der zweite Teil wirkt dann eher wie ein Flickenteppich¸ denn man vielleicht besser auf eine zukünftige Erweiterung verschoben hätte. Auch wenn es ein Flickwerk ist¸ bekommt der Spielleiter doch reichlich Anregungen für seine Abenteuer im neuen Land.
Wer in Myranor spielen will¸ kommt nicht um den Band herum. Die alten Aventurier warten sicher gespannt auf die 4. Edition DAS¸ die dann auch die aventurische Magie regeltechnisch angleichen soll.
Eine Rezension von: Christoph Böhler