Im Namen des Thearchen (M06) (1st)
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Wie es der Klappentext so treffend beschreib finden sich hier drei Abenteuer¸ die sich zum einen separat spielen lassen¸ zum anderen aber auch mit anderen Abenteuern zu Kampagnen verknüpfen lassen. Wobei die drei Abenteuer als solches nicht oder nur sehr schlecht zusammenpassen¸ was ein kleiner Wermutstropfen ist. Erfreulicher Weise wird im Vorwort darauf hingewiesen mit welchen Abenteuern hier kombiniert werden kann. Löblich¸ wenn man den Kauf von weiteren Bänden plant oder sehen will ob diese Abenteuer zu dem passen¸ was man schon hat.
'Tod eines Drepaniers'¸ von Heike Wolf Ein Gladiator wird umgebracht und die Spieler sind Zeugen dessen Todes. Was sie dummerweise zu Hauptverdächtigen macht. Doch irgendwie können sie die Behörden zumindest verunsichern¸ was ihre Täterschaft angeht. Sie haben 8 Tage Zeit die wahren schuldigen zu finden. In der Stadt Eshbathmar kommen sie in Kontakt mit Spionen¸ Verbrechern und den Mächtigen der Stadt. Ein nettes Abenteuer¸ das sich an detektivisch veranlagte Spieler wendet. Nichts aufregend neues¸ solide gestrickt¸ aber mit einer Menge Arbeit für den Meister¸ der sich um den stimmigen Stadthintergrund kümmern muss. Der Einstieg ins Abenteuer wirkt etwas zu doll aufgesetzt¸ hier muss man aufpassen die Spieler nicht zu Anfang mit diesem Hineinstoßen ins Abenteuer zu vergällen.
'Alter Hass'¸ von Tobias Hamelmann¸ Auf dem Shindrabar-Archipel gehen seltsame Dinge vor. Irgendetwas bringt die Affen dazu die Bevölkerung zu terrorisieren¸ damit nicht genug auch seltsame Phantome tauchen auf. Irgendetwas scheint dies mit Schlangen zu tun zu haben. Nur was? Wieder einmal geraten unsere Helden mitten in die Geschichte und müssen sich auch gleich der Lösung dieses Problems annehmen. Die Suche führt auf eine kleine Insel¸ in einen verbotenen Dschungel¸ in eine Ruinenstadt. Ein Artefakt muss gefunden werden und ein Rätsel aus uralter Zeit gelöst werde. Hier ist einiges für den Meister zu tun¸ denn der Autor konzentriert sich auf das wesendliche den genialen Plot¸ der wirklich zu überzeugen vermag und zahlreiche Facetten des Rollenspiels bedient. Das Abenteuer schreit geradezu danach noch erweitert zu werden¸ denn es bieten sich zahlreiche lose Fäden¸ die der geneigte Meister gern aufnehme und weiterspinnen wird. Der Schreibstil des Autoren ist sehr kurzweilig¸ so das man bereits beim Lesen seinen Spaß hat.
'Totentanz'¸ von Mike Schwer Das Abenteuer greift ein Motiv aus dem Abenteuer 'Die Spur des Sternenprinzen' auf und spielt in Vinerata. Auf einem Friedhof verschwindet der zukünftige Ehemann einer Honoratin. Diese forscht nach und wird von Untoten angegriffen. Die Helden müssen wieder einmal die Ursachen klären und sie möglichst abstellen. Was in zwei Bereiche zerfällt¸ zum einen dem eher detektivisch angelegtem Nachforschen¸ zum anderen dem erkunden einer Nekropole. Also ein Dungeoncrawl reinsten Wassers. Das Problem es gibt in dem Abenteuer keinen Dungeon¸ außer dem Hinweis auf ein Grabmal mit zwei Etagen¸ da man beliebig mit Gegenern und Fallen füllen soll. Ja lieber Mike Schwer¸ lieber Lektor¸ Wozu soll ich mir denn ein Abenteuer kaufen¸ bei dem ich 50% selbst erledigen soll?
Design:
Die grafische Gestaltung sowie die Qualität in Satz und Druck zeigen eine gewohnt gute Qualität¸ wie man sie ja auch von einem der großen Player am RPG-Markt erwarten kann.
Die Grafiken sind ebenso gelungen wie die Coverillustration und auch die Karten zeichnen sich durch Brauchbarkeit aus.
Extra:
Der Band bietet noch als Anhang zum dritten Abenteuer Informationen zum Optimatenhaus Onachos und den dort verwendeten Matrizen und Stabzauber.
Fazit:
Bei drei Abenteuern in einem Band kann man mit zwei Dingen rechnen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist durch mehrere Abenteuer besser und die Arbeit für den Meister steigt¸ da man sich allgemein kürzer fassen muss.
So ist es auch hier. 'Alter Hass' ist ein wirklich sehr gutes Abenteuer¸ das für sich schon den Kauf rechtfertigt¸ 'Tod eines Drepaniers'¸ ist ein gutes Abenteuer¸ wenn die Gruppe gern Detektiv spielt¸ 'Totentanz' ist das Schwächste der Abenteuer¸ weil eben die Hälfte fehlt.
Wer in Myranor spielt macht mit dem Kauf nichts falsch¸ die Verwendbarkeit für andere Spielsysteme ist aber nur sehr gering.
Bei der Endwertung bleiben gemischte Gefühle¸ einerseits sehr stark¸ auf der anderen Seite schwach. So bleibt es bei einem durchwachsenden Eindruck.
