Die Tränen der Götter (M05)
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Die 'Tränen der Götter' führt uns weg vom Imperium in die Regionen Makshapuram und in die tödliche Wüste Narkramar. Aber vor allem führt es uns in die Mytologie der Dralquabar¸ die Bewohner dieser Wüste und diese Geschichte ist¸ wie der Titel dieses Abenteuers schon vermuten lässt¸ eine traurige Geschichte. Einst war die Wüste Narkramar eine fruchtbare Meeres-bucht¸ doch die Vorfahren begangen großen Frevel an den alten Göttern. Zur Strafe wandten sich die Götter von den Menschen ab¸ gingen in die Nacht und nahmen das Meer mit. Seit diesem Tag der Finsternis ist dieser Ort Nar-kra-mar 'Das Meer das in die Nacht gegangen ist'. Doch als die Götter das Leid der Menschen sahen¸ hatten einige Mitleid und weinten viele Tränen. Sie fielen auf den nun fruchtlosen Boden und brachten neues Leben hervor: Die Dralquabar.
Dieses legendäre Lebenselixier zu finden¸ ist das Begehren des Nequaner Surgon¸ des 3. Alchimisten des Hohen Rates. So ganz ein Mythos sind diese Tränen nämlich nicht¸ denn es existiert wirklich ein gleichnamiger Wüstenwind und es existiert ein heiliger Ort der Dralquabar namens Tahal Horisheb¸ wo sich diese Tränen zu einem Fluß sammeln. Surgon hatte bereits eine Expedition beauftragt. Aber nicht die Gefahren der Wüste besiegelte das Scheitern der Expedition¸ nicht die misstrauischen Wüstenbewohner sondern ein böser Gegenspieler. Die Schädelpriester der Draydal erfuhren von diesem Vorhaben und von der Macht der Tränen der Götter. Sie infiltrierten das Tahal Horisheb mit einem Schimmelpilz¸ welcher die Göttertränen aufsaugt und wollten so das Leben in ihre eigene geschundene Heimat bringen. Sie töteten die Mitglieder von Surgons Expedition. Nun beruht Surgons letzte Hoffnung das Elixier doch zu bekommen auf unseren Helden.
Die Suche der Spuren der gescheiterten Expedition führt die Helden vom Küstenort Melakkam durch die makshapurische Steppe nach Bath Hamin¸ dem Tor zur Wüste. Um überhaupt eine Karawane zu finden¸ müssen sie eine zwielichtige Geschäftsfrau aus dem Schuldturm befreien und eine ganze Karawanenladung vor den korrupten Machthabern aus der Stadt schmuggeln. Geführt von der fremdartigen Draqualbarsippe der Schabkrah durchquert die Karawane die schwefeligen Schluchten bis zur Oase Salahbathlama - der Stadt der Göttertränen. Doch hier erfahren sie nur¸ dass dies nicht das Ziel ihrer Reise ist¸ sondern finden nur die Überbleibsel der gescheiterten Expedition und damit die Draydal. Den letzten und entbehrungsreichsten Teil durch die innere Narkramar¸ müssen die Helden allein bestreiten. Doch am Tahal Horisheb¸ dem Felsen der Gnade¸ endlich angekommen¸ finden sie eine (durch den Schimmelpilz der Draydal) versiegte Quelle und zwei verfeindete Dralqualbar Sippen¸ welche sich gegenseitig beschuldigen¸ für dieses Unglück verantwortlich zu sein. Viel diplomatisches Geschick und (die auf der Reise gesammelten) Erfahrungen in der Mythologie der Dralqualbar sind nötig¸ um die Tränen der Götter vom Fluche der Draydal zu befreien und sie erneut zum fließen zu bringen. Surgons Auftrag wird ganz unwichtig¸ denn der größte Lohn ist es¸ Zeuge zu sein¸ wenn die Tränen der Götter ihr Wunder der Wiedergeburt vollbringen.
Fazit
Basierend auf einer rührenden Legende¸ durch die die Spieler viel vom Glauben der Bewohner der Narkramer erfahren¸ erleben die Helden vom Seegefecht bis zur Wüstenreise¸ von der Großstadtintrige bis zum Lagerfeuerabend¸ vom Handelstreiben bis zu Tempelbräuchen ein Abenteuer¸ was ganze drei Spielabende füllt. Allerdings bedarf es eines erfahrenen Spielleiters¸ welcher gut mit offiziellem Hintergrundmaterial der Region (Myranische Mysterien oder Handelsfürsten & Wüstenkrieger (siehe Rezension in der Anduin 82)) ausgestattet ist¸ welcher 59 NSCs zum Leben erwecken kann und vor allem¸ welcher die entbehrungsreiche Reise durch das 'Meer das in die Nacht gegangen ist' überzeugend schildern kann.
