Lamentations of the Flame Princess: Weird Fantasy Role-Playing
GOD THAT CRAWLS, the
AUTOR
James Edward Raggi IV
VERÖFFENTLICHUNG
Lamentations of the Flame Princess, 2012
LÄNGE
46 Seiten
SETTING
FANTASY Negadungeon - negativer Dungeon -, der sich gut auf andere Settings, z.B. Cthulhu, übertragen lässt.
PLOT EINSTIEG
Die Chars werden (mehr oder weniger) in die Katakomben gestossen.
UNERKLÄRLICHES
Die Kreatur.
ANPASSBARKEIT
Unnötig England im Übergang vom der Renaissance zum Barock.
ATMOSPHÄRE
Die Stimmung ist immer bedrohlich und getrieben.
AUSRICHTUNG
SURVIVAL Besonders herausfordernd ist, dass die Spieler einen Weg aus dem Dungeon finden müssen und nicht nur das Monster Bashing zum Ziel haben. Je länger die Chars dort verweilen, um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit ihres Scheiterns. Es ist eine Art Strafexpedition für stereotype D&D Spieler.
KREATUREN
The God that crawls (dt. der kriechende Gott) ist eine smarte Kreatur, die nicht darauf wartet, dass die Chars zu ihr kommen, sondern auf ihre Aktivitäten reagiert. Eine direkte Konfrontation mit dieser Schleimkreatur könnte zu einer überharten Herausforderung werden.
ORIGINALITÄT
Hoch
PLOT ENTWICKLUNG
Das Szenario ist durchweg ruhig, aber immer spannend.
SPIELER EINFLUSS
Für einige Spieler stellt das Szenario eine Herausforderung dar, für die meisten Spieler ist es jedoch der pure SL Sadismus. Es ist eine Art Strafexpedition für stereotype D&D Spieler.
SPIELLEITER SKILL
Das Szenario ist gut strukturiert. Der Ablauf erinnert stark an das Brettspiel Dungeonquest von 1987 (dt. Drachenhort), bei dem es darum geht, möglichst viele Schätze einzusammeln und lebend zu entkommen. Das Ganze hat eine interessante Hintergrundgeschichte und die Details machen diesen Dungeon erst interessant. Ein 'glaubwürdiger' Dungeon, bei dem ein besonderer Wert auf jene Dinge gelegt wird, die bei klassischen Dungeon Raids immer ausgeblendet wurden. Der Grundriss des Dungeons ist zwar labyrinthisch aufgebaut, es ist aber kein Labyrinth. Die Beschreibung der vielen magischen Gegenstände frisst viele Seiten. Man merkt dem Autor dabei eine gewisse Selbstverliebtheit an seinem Werk an.
STIMMIGKEIT
Der Plot ist stimmig, die Sammlung der Artefakte ist überaus interessant, jedoch gnadenlos überzeichnet. Für die Bewältigung der meisten Dungeons können sich die Chars viel Zeit lassen. Hier jedoch ist Zeit ein kostbares Gut. Die Gefahr steigt mit der dort verbrachten Zeit. Es gibt keine passiven Kreaturen, die an Ort und Stelle verweilen, um auf das Eintreffen der Chars zu warten; auch keine herumirrenden Zufallsbegegnungen. Hier gibt es nur einen einzigen Gegner, der sich an Geräuschen orientiert. Clever agierende Chars haben eine gute Chance zu überleben.
NSCs
Zu vernachlässigen.
KAMPAGNEN TAUGLICHKEIT
Normales Szenario - mit NO WIN SITUATION, denn der Autor ist nicht für seine Fair Fight Plots bekannt, sondern für seine gnadenlosen Killer Plots, was auch hier der Fall ist, sich aber problemlos abmildern lässt.
PREGENS
Nein
STERBLICHKEITSRATE
TPK (möglicherweise aber auch nur gering) Das Ganze ist als Negadungeon aufgebaut, d.h. es ist eine Ansammlung von Todesfallen, ähnlich dem D&D Szenario Tomb of Horrors von 1975. Je länger die Chars dort verweilen, um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit ihres Scheiterns. Es gilt einige Tücken und Fallen zu umschiffen, welche sich besonders an und gegen die Art von Spieler richten, die sich - in gewohnter Weise - innerhalb von Dungeons bewegen.
ACHTUNG SPOILER
Die Chars steigen in uralte Gewölbe, unterhalb einer unscheinbaren Kirche, hinab. Es gibt Gerüchte und ein dunkles Geheimnis. Bald ist ihr Rückweg versperrt. Ein Ausgang wird benötigt und sie sind nicht allein. Die Katakomben sind eine Abfallgrube des Römischen Reiches, worin merkwürdige und gefährliche Artefakte aller Art entsorgt wurden. Doch die Katakomben beherbergen noch etwas anderes - eine Kreatur, den kriechenden Gott. Und eine geheime Organisation bewahrt das Wissen darüber vor der Welt. Die Chars benötigen bei ihrer Untersuchung vor allem Geduld. Es geht um Vorsicht und Rückzug, um Tragkraft und Ausdauer. Wieviel Wasser haben die Chars dabei? Wieviel wollen/können sie mitnehmen? Und wie lange halten ihre Lichtquellen?
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Eine Rezension von: Der Läuterer https://www.tanelorn.net/index.php/topic,99353.0.html